Montag, 4. April 2016

Kapitel 5 Aquis Submersus

Inhaltsangabe

Katharina kommt aus dem Zimmer des Herrn Gerhardus hinein, Johannes hat die Leinwand schon vorbereitet. Katharina ist verzweifelt, weil sie verheiratet werden soll, ihr Bruder will das so. Sie hasst ihren künfigen Ehemann jedoch. Johannes schlägt vor, dass sie bei ihrer Verwandten um Schutz ersuchen soll. Da Johannes sich nach Hamburg begeben will könnte er einen Umweg über Preetz machen und eine Nachricht überbringen.

Nach diesem Gespräch geht alles wieder seinen normalen Gang und er malt sie mehrer Tage lang unbehelligt.

Junker Kurt besucht sie eines Tages beim zeichnen, Katharina aber lehnt seine Annährungen angewiedert ab. Die Zeit vergeht, man merkt, dass Johannes und Katharina diese lieber still stehen liesen. Sie übergibt ihm den geheimen Brief an die Base, als er beim Zeichnen seines Bildes schon in den letzten Zügen liegt. In all dieser Zeit fühlt er sich von dem Gemähde der Frau beobachtet.

Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus

Kathrina kann zu der Frau einiges erzählen, diese soll ihr eigenes Kind verflucht haben, welches schließlich ertrunken sei. Noch heute sollen dort Schachtelhalm und Binsen dort aus dem Boden wachsen.  Immer wenn einem Mitglied der Familie leid droht, soll sie sich zeigen. Die Frau hätte ihr Kind verflucht, da sie nicht den Vetter der Mutter heiraten wollte und jemanden anderes liebt. Dieser hätte aber auf Grund von Standesunterschieden nicht ihr Mann werden können.

Als Bas´Ursel sieht wie Johannes Katharina auf dem Bild dargestellt hat, erkennt sie, dass die beiden sich gefühlsmäßig aneinander angenähert haben. Johannes leugnet dies aber, er schiebt dies auf die Notwendigkeiten der Kunst. Die Base holt Katharina dort weg, da sie findet Johannes kann auch ohne sie weiter malen.

Interpretation

Storm nimmt durch die Geschichte der Frau auf dem Gemälde einen Kunstgriff vor. Er nimmt die tragische Geschichte von Aquis submersus voraus und lässt diese durch Katharina erzählen. Tragischerweise scheint man als Leser bereits zu erahnen, dass sich genau das Gleiche für diese Generation von Liebenden zu wiederholen scheint.

In diesem Abschnitt wird immer deutlicher, dass Katharina und Johannes eigentlich füreinander bestimmt wären, dass diese Liebenden jedoch auf Grund der Gesellschaft nicht zusammen kommen können.

Auch hier sind es wieder Gemälde die eine zentrale Rolle in der Erzählung spielt und die Storm helfen Randgeschichten in die Geschichte mit ein zu binden. So entsteht eine komplexe und düstere Geschichte voller Spiegelungen und Vorausschauen und mit vielen interessanten Teilaspekten. 

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