Mittwoch, 6. Januar 2016

Über Theodor Storm

Der Schriftsteller Theodor Storm dürfte allen Husumern ein Begriff sein. Er wurde am 14. September 1817 in Husum geboren und ist der wichtigste Schriftsteller der Hafenstadt. Er ist der Autor zahlreicher, deutschlandweit bekannter Novellen und hat auch Lyrik und Prosa geschrieben. Er ist der Epoche des Realismus zu zu ordnen. Eigentlich war Hans Theodor Woldsen Storm, wie er mit vollem Namen heißt, Jurist. Er starb am 4. Juli 1888 in Hanerau-Hademarschen.

Sein Leben
Er wuchs als Sohn des Justitzrats und einer wohlhabenden Patritziertochter in Husum auf. Diee Familie zog innerhalb von Husum vom Markt zur Neustadt und schließlich zur hohlen Gasse um. Er ging in die Klippschule und danach auf die Husumer Gelertenschule. Bereits mit 15 Jahren schrieb er sein erstes Gedicht: An Emma. Durch die Schule entwickelte er sich schnell weiter und einige Gedichte erschienen auch im Husumer Wochenblatt.

Nach seinem Studium kehrte er nach Husum zurück und dort machte er eine Rechtsanwaltskanzlei auf. In dieser Zeit verlobte er sich mit seiner Cousine und heiratete sie. Gemeinsam zeugten sie vier Kinder.

Er arbeitete zum Teil in Potsdam und Heiligenstadt und ging 1864 zurück nach Husum, wo er als Landvogt und Amtsrichter tätig war. In dieser Zeit starb auch seine Frau Constanze Storm. Er fand eine neue Liebe in Dorothea Jensen,mit der er in die Wasserreihe 31 zog, wo heute das Stormhaus zu finden ist. Sie bekamen eine Tochter zusammen.

Als er sich zu Ruhe setzte zog er nach Hademarschen, hier wohnte auch sein kleiner Bruder Johannes Storm. Theodor Storm lebte hier in einer nur für ihn gebauten Villa und schrieb nur noch Novellen. Er unternahm auch Reisen nach Weimar. Kurz vor seinem Tod schrieb der noch den Schimmelreiter und starb an Magenkrebs.

Seine Arbeit als Schriftsteller

Storm hat Gedichte, Novellen und Märchen geschrieben, welche nicht nur in Husum beliebt sind und in der ganzen Welt Anklang finden. Seine Werke sind für den Realismus wichtig, da er für diese Epoche als wichtigster Vertreter des norddeutschen Raums steht. Seine Werke sind inzwischen mehrfach verfilmt und auch als Hörspiele erschienen. Zunächst war Storm auf Grund seiner heimatbezogenen Texte, als Heimatdichter verschriehen, jedoch rehabilitierte er sich auch mit seiner letzten Novelle und wurde als großer Schriftsteller anerkannt. Zunächst beschränkte sich die Arbeit von Storm aber nicht auf Novellen, er begann seine schreibende Tätigkeit als Lyriker.

Bekannte Novellen von ihm sind Immensee, Angelika, Aquis submersus und Pole Poppenspäler. Außerdem ist der Schimmelreiter als bekannteste Novelle von Theodor Storm in die Geschichte eingegangen. Diese Novelle handelt von Hauke Haien, dem Deichgraf, der seine Dorfbewohner vor dem drohenden Untergang bewahren will. Das gelingt ihm aber nicht, weil die Leute nicht auf ihn hören.

Viele seiner Werke spielen im Norden von Deutschland, die meisten Novellen haben auch einen Bezug zu Nordfriesland.



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