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Mittwoch, 2. März 2016

Aquis submersus Interpretation

Interpretation
In der Novelle Aquis Submersus von Theodor Storm, die erstmals 1876 erschienen ist, geht es um eine tragisch verlaufende Liebesgeschichte zwischen dem Erzähler, dem Maler Johannes und der Tochter eines Junkers, Katharina.

Die Handlung ist, wie für Novellen typisch, in eine Rahmenhandlung eingebetten. Die äußere Handlung dreht sich um einen Erzähler, dessen Faszination für ein gewisses Bild ihn schon von Kindertagen an begleitet. Es zeigt einen toten Jungen und eine rätselhafte Inschrift. Ihm erschließt sich nicht, wofür die Buchstaben C.P.A.S. Stehen.

Durch Zufall kommt er der Geschichte des Bildes auf die Spur, indem ihm ein altes Manuskript in die Hände fällt. Es handelt sich hierbei um die Aufzeichungen um die Geschichte des Malers, welches in das Jahr 1661 zurück geht.

Damals wütete der 30 jährige Krieg und dessen Spuren sind noch nicht beseitigt. Das Land war verwüstet und überall fand man noch Soldaten, die die Gegend unsicher machten vor. Da Aquis Submersus zu einer Zeit entstand, in welcher Schleswig-Holstein von Preußen annektiert wurde, findet man diese historischen Elemente auch in aquis submersus.

In der Region, welche noch vom Krieg gezeichnet ist, kehrt der Kunstmaler von seinem Studium in Amsterdam zurück zu seinem Freund. Sein Freund Gerhardus war eine Art Vater, jedoch trifft er diesen nur noch tot in der Kapelle an. Der neue Hausherr, Gerhardus Sohn Junker Wolf ist dem Besucher gegenüber nicht wohl gesonnen. Dieser plant seine Schwester Katharina, für die der Maler schon lange schwärmt, mit dessen Feind Juker Kurt zu verheiraten. Aus diesem Anlass soll der Maler ein Bild der Schönen malen. Im Zuge der Malarbeiten kommen sie sich näher und planen ihre Flucht, doch der Plan lässt sich nicht in die Tat umsetzen. Johannes muss um sein Leben fürchten.

Das Ziel der Flucht ist Holland, Johannes will Katharina nachholen, jedoch gelingt dies nicht. Er erfährt zu spät, dass diese verheiratet wurde, mit einem Geistlichen. So zieht er zu seinem Bruder und beginnt ein neues Leben. Im Laufe seiner Tätigkeit wird er an den Hof eines Pfarrers gerufen, welchen er portraitieren soll. Dieser hat einen Sohn, der ihm auch begegnet. Nach einer Weile erkennt Johannes, dass es sich bei dem Pfarrer um den Mann von Katharian handelt und bei dem Kind um seinen Sohn. Es kommt zur Katastrophe, im Zuge dessen man seinen Sohn ertränkt. Der Pfarrer zwingt Johannes ein Bild zu malen mit der Aufschrift Culpa Patris Aquis Submersum.

Die Szenerie

Storm lässt die Geschichte in zwei Epochen spielen. Zunächst wäre da die Rahmenhandlung, welche sich ungefähr zu Storms Zeiten zugetragen haben kann. Hier ist jedoch der genaue Zeitpunkt nicht bekannt. Viel wichtiger hingegen ist die Zeit, in der die Binnenhandlung spielt. Zur Zeit des 30 jährigen Krieges war die Welt elend, bedrohlich und voller Schrecken. Alle waren noch gezeichnet vom Krieg und man fühlte sich seines Lebens nicht mehr sicher. Die rauhen Sitten der damaligen Zeit, in der sich die Binnenhandlung ereignet, spiegelt sich im gesamten Buch wider. Hier gilt ein Menschenleben nicht viel, hier wird mit den unliebsamen Nebenbuhlern kurzer Prozess gemacht und hier gilt das Recht des Stärkeren. Und auch die Frauen hatten damals herzlich wenig Rechte.

Der Aufbau

Der Autor lässt die Binnenhandlung in einem Rahmen ablaufen. Diesen bildet er, indem er den Erzähler ein Manuskript lesen lässt, welches die Geschichte rund um das Bild und den Jungen beinhaltet. Das Manuskript teilt sich in zwei Teile, diese geben dann der Haupthandlung ihre zwei geteilte Aufmachung. Im ersten Tagebuch lernen wir den Maler Johannes kennen, seine Beziehung zu Katharina und dessen dramatische Entwicklung. Das erste Tagebuch endet damit, dass ihre Fluchtpläne offenbart wurden und sich Johannes aufmachen um, um sein Leben zu retten. Erst im zweiten Hauptteil, welcher im zweiten Manuskript Teil beginnt entläd sich die Katastrophe. Somit stellt das Ende des Ersten Buches, beziehungsweise der Beginn des zweiten Buches einen Wendepunkt dar.

Die Erzählweise


Stroms Erzählweise ist dramatisch und düster. Alles vollzieht sich in einer dunklen Umgebung voller Gewalt, Zerstörung und poltischen Unruhen. Die Hauptdarsteller sind in einer Geschichte verwoben, welche ähnlich wie bei Romeo und Julia aussichtslos und deprimierend ist. Auch der Ausgang der Geschichte verspricht nicht sehr viel mehr Fröhlichkeit. Im Gegenteil, die Erzählweise wird um so deprimierender, je weiter man im Text voran schreitet.


Da es sich bei der Perspektive, in der die Geschichte dargestellt wird, um die Ich Perspektive handelt schafft der Autor eine Nähe zwischen dem Leser und den erzählten Inhalten. Man bekommt einen intimen Einblick in die Gedankenwelt und das Gefühlsleben des Erzählers. Sowohl Johannes, als auch das Wesen und Sein des Erzählers in der Rahmenhandlung wird sehr deutlich. Das, wie wir den Verlauf der Ereignisse als Leser wahrnehmen und bewerten ist maßgeblich von der Sichtweise und der Wahrnehmung der Erzähler abhängig. Diesen Mangel an Objektivität verursacht die Erzählpersektive, welche Storm verwendet hat.  

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