Montag, 22. Februar 2016

Der Schimmelreiter alles Wichtige auf einen Blick

Kapitel 1

Erzähler I sitzt bei seiner Urgroßmutter und liest über den Mann, der am Deich entlang reitet in einem Buch.

Erzähler II Reitet den Deich entlang und gelangt an ein Wirtshaus, nachdem ihm am Deich der Schimmelreiter erschien.  Er hat dort ein Gespräch mit dem Deichgrafen und mit dem Schulmeister, dieser erzählt die Geschichte von Hauke Haien und den anderen Ereignissen.

Interpretation
 Rahmen I und Rahmen II werden eröffnet, sowie die Binnenhandlung 

Kapitel 2

Tede Haien ist der Vater des fähigen Deichgrafen. Hauke ist schon früh an Mathematik interessiert und eignet sich mit Hilfe einen holländischen Euklid die Grundlagen an. Hauke erkennt bereits früh, dass die Deiche nicht richtig gebaut sind

Kapitel 3

Hauke zieht es immer wieder hinaus zum Deich. Hier sieht er, obwohl er kein abergläubischer Mensch ist, Gestalten und Wesen im fernen Nebel.
Er wächst heran und lebt vor sich hin. Dabei tötet er den weißen Angora Kater von Trine Jans, da dieser ihm eine Beute streitig macht. Es kommt zu einem Eklat.

Kapitel 4

Dieser Eklat setzt sich fort. Hauke und sein Vater reden über den toten Kater. Es muss eine Entschädigung für Trine Jans her. Hauke soll nun ausziehen und man kommt zu den Schluss, dass man Hauke als Helfer beim amtierenden Deichgrafen bewerben kann. Dieser hat einen Kleinknecht gekündigt, welcher stark getrunken hatte. Es kommt zu einem Bewerbungsgespräch.

Kapitel 5 

Hauke bekommt die Stelle als Kleinknecht und hat in dem Großknecht Ole Peters einen Widersacher. Ole hasst ihn, da Hauke beim Deichgrafen großes Ansehen genießt. Dieser hat eine Schwäche im Rechnen und lässt sich nur zu gern vom mathematikbegeisterten Hauke helfen. Hauke freundet sich auch mit der Tochter Elke des Deichgrafen an.
Als eine Deichinspektion durch den Oberdeichgrafen ansteht findet dieser lobende Worte. Es scheint offenkundig, dass diese Verbesserungen durch das zu tun von Hauke zu Stande gekommen sind.

Kapitel 6

Hauke ist nun in seinem dritten Dienstjahr
Es findet ein Eisboßel Tunier statt. Hauke nimmt nach einigem Zögern teil. Ole Peters ist Schiedsrichter

Kapitel 7

Fortsetzung des Boßeltuniers, Hauke kauft einen Ring für die Verlobung, trägt diesen fortan in seiner Westentasche. Der alte Deichgraf Tede Volkerts wird langsam kümmerlich.

Kapitel 8

Tede Haien, Haukes Vater, liegt im Sterben. Er vererbt Hauke eine Fenne und bringt ihm damit näher an die Position des Deichgrafen.
Hauke und Elke verloben sich.

Kapitel 9

Tede Volkerts stirbt. Auf der Beerdigung wird über seine Nachfolge gesprochen. Zunächst in Jewe Manners im Gespräch, der aber aus Altersgründen ablehnt. Durch diese Umstände geben Elke und Hauke ihre Verlobung bekannt und Hauke wird trotz seiner jungen Jahre der Nachfolger seines Schwiegervaters.

Kapitel 10

Elke und Hauke sind inzwischen verheiratet und Hauke ist Deichgraf geworden. Nach siebenjähriger Amtszeit, in der Hauke hart arbeitet und alles Versäumte des Vorgängers nachholen will, kommt es dazu dass sich harter Kritik von Ole Peters ausgesetzt sieht. Dieser ist inzwischen durch seine Ehe mit Vollina Harders gesellschaftlich aufgestiegen. Es geht um ein Stück Vorland, welches häufig überspült wurde. Da dies Ole Peters ein Dorn im Auge war hat er seine Anteile an Hauke gegeben. Nun fasst Hauke die Pläne für die Eindeichung, was ihm darum harte Kritik von Ole Peters einbringt.

Kapitel 11

Die Planungen sind im vollem Gange und Hauke bereitet sich gewissenhaft auf das Projekt Eindeichung vor.
Iven John und Carsten sehen auf Jeversand eine Erscheinung. Dort scheint ein Pferd herum zu gehen. Das Pferdegerippe, welches dort lag ist hingegen nicht mehr dort.

Kapitel 12

Sie entscheiden hinüber zu fahren und nach dem Rechten zu sehen. Beim Wegfahren sehen sie das geisterhafte Pferd, einen Schimmel, erneut.

Hauke kauft auf dem Markt ein Pferd, einen sehr abgemagerten Schimmel. Der Oberdeichgraf gibt grünes Licht für den Bau des neuen Deiches.

Kapitel 13

Der Schimmel wächst und gedeiht, er wird von den Bediensteten als unheimlich empfunden. Der Knecht kündigt und begibt sich in den Dienst von Ole Peters, wo er über seinen ehemaligen Dienstherren Hauke lästert.
Ende März wird der Befehl zur Eindeichung gegeben. Hauke wird für seine Entscheidung den Deich zu bauen stark kritisiert.

Kapitel 14

Der Deichbau geht gut voran und Ole Peters setzt seine Beschuldigungen von Kapitel 10 fort. Im November stoppt der Deichbau wegen des Wintereinbruch. Elke bekommt nach langem Warten endlich eine Tochter. Wienke ist zurück geblieben und wird dennoch von ihren Eltern geliebt.

Kapitel 15

Der Unmut in der Bevölkerung gegen Hauke wächst. Es wird sogar auf einem Gottesdienst gegen ihn gepredigt. Der Hengst entwickelt sich weiterhin gut. Die Bauarbeiten am Deich schreiten voran. Hauke rettet einen Hund, der von seinen Deichbauern in den unfertigen Deich bei lebendigem Leibe eingemauert werden soll. Er schenkt den Hund seiner Tochter.

Kapitel 16

Der Deich ist in der Fertigstellung. Eine Inspektion durch den Oberdeichgraf steht an und man ist voller Lob für Hauke und seine Arbeit.
Drei Jahre später hat sich der neue Deich auch bewährt, da er kaum Kosten für den Unterhalt und für die Instandsetzung gekostet hat.
Trine Jans lebt jetzt mit der Deichgrafen Familie auf dem Hof und sie freundet sich mit der Tochter Wienke an. Der gerettete Hund und Wienke leben ebenfalls dort.

Kapitel 17

Wienke ist noch immer zurück geblieben. Ihr macht das Wasser große Angst. Sie besucht Trine häufig und diese erzählt Wienke die Sage von den Wassergeistern. Dies unterbindet Hauke aber, da er keinen Aberglauben in seinem Haus will.

Kapitel 18

Hauke hat das Marschfieber und fantasiert. Es kommt ein Herbststurm und richtet einen Schaden am alten Deich an. Ole Peters möchte diesen Schaden nur notdürftig reparieren, Hauke hingegen möchte ihn vollständig sanieren. Ole Peters setzt sich durch, weil Hauke noch sehr schwach ist.

Kapitel 19

Man befindet sich im Jahr 1756
In diesem Jahr stirbt Trine Jans. Noch auf dem Sterbebett sieht sie den Untergang hervor kommen. Es herrscht ein starker Sturm und Hauke geht dabei hinaus zu Deich. Er denkt, dass Elke und Wienke in ihrem Heim in Sicherheit sind.
Er reitet mit dem Schimmel den Deich entlang, um die Sicherheit der Dorfbewohner zu gewährleisten.

Kapitel 20

Die Sturmflut erreicht den Höhepunkt. Hauke reitet den Deich entlang und sieht dort Männer den neuen Deich durchstechen. Als er sie befragt warum sie dies tun antworten sie, dass Ole Peters dies angeordnet hat und dadurch der alte Deich geschützt werden soll.

Der alte Deich bricht dann an jener Stelle, die zuvor schon Schaden genommen hatte. Hauke erkennt seine Schuld an den Ereignissen und wirft sich in die Flut. Elke und Wienke folgen ihm in den Tod, nachdem sie ihm an den Deich gefolgt sind.




Hauke Haien

  • Bereits früh an Mathematik interessiert
  • Widersacher Ole Peters
  • Wird zunächst Kleinknecht am Hof des Deichgrafen
  • Arbeitet sich dann zum Großknecht hoch
  • Verliebt sich in Elke
  • Verlobt sich dann mit ihr
  • Wird schließlich selbst Deichgraf
  • Arbeitet hart und sorgfältig
  • Steht unter Kritik im Dorf
  • Diese Kritik regt ihn an das Deichbauprojekt zu wagen
  • Auch hier kritisiert ihn Ole Peters
  • Nach Oles Gesellschaftlichem Aufstieg hat dieser mehr Einfluss auf Haukes tun
  • Hauke würde alles für Elke und Wienke tun
  • Er steht dem Aberglauben skeptisch gegenüber
  • Zieht sich im Verlauf der Novelle immer mehr von seinen Mitmenschen zurück
  • Er beugt sich später dem Druck von Ole Peters, obwohl der den Deich lieber saniert hätte = opfert sein Gewissen für seine Ruhe
  • Fühlt sich für den Untergang verantwortlich
Tede Haien

  • Vater von Hauke Haien
  • Ist ein praktischer Mann
  • Hilflos, wenn es um Gefühle geht ( Trine Jahns Trauer um ihren Angorakater )
  • Ist zunächst nicht von Haukes mathematischem Interesse begeistert
  • Später unterstützt er Hauke und übergibt ihm eine Fenne auf dem Sterbebett


Elke Volkets

  • Tochter des Deichgrafen
  • Haukes Frau
  • Mutter von Wienke
  • Steht immer treu hinter Hauke
  • Loyal bis in den Tod
  • Ist eine sehr kluge Frau
  • Mathematisch begabt
  • Beliebt und angesehen
  • Kümmert sich liebevoll um Hauke und Wienke und auch um Trine Jahn
  • Ist eine gute Beraterin, da sie Haukes Vorhaben der Eindeichung mit konstruktiven Fragen bereichert


Tede Volkerts

  • Deichgraf
  • Kann nicht gut rechnen, ist eigentlich ungeeignet für seinen Job
  • Sehr angesehener Mann im Dorf
  • Stirbt im Verlauf vom Buch
  • Stellt Hauke als Kleinknecht ein und befördert ihn irgendwann zum Großknecht
Ole Peters
  • Ist kein kluger Mann, aber hat Macht
  • Ist zunächst Großknecht und steigt dann gesellschaftlich auf durch seine Heirat mit Vollina Harders
  • Beschuldigt Hauke sich Vorteile zu verschaffen 
  • Kritisiert Hauke immer wieder
  • Wird später Deichgevollmächtigter


Sonntag, 21. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 1

Das Buch beginnt mit den Ausführungen eines Erzählers, der berichtet von der Geschichte vor 50 Jahren von seiner Urgroßmutter erfahren zu haben. Er soll dies durch das Lesen des blauen Buches erfahren haben.


Die Sage des Schimmelreiters spielt im dritten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts ( also des Jahrhunderts des Erzählers), als der Erzähler aus der Geschichte am nordfriesischen Deich entlang ritt. Der Erzähler kommt vom Besuch auf seinem Hofe in den nördlichen Harden in Richtung Stadt. Es stürmt bereits seit einigen Tagen.

Als er im Sturm den Deich entlang reitet begegnet er von Ferne einer dunklen Gestalt auf einem hageren Schimmel. Dieser ist nach dieser kurzen Begegnung gleich wieder verschwunden. Der Erzähler gelangt an eine Dorfkneipe.


In der Dorfkneipe kommt er zunächst mit dem Deichgrafen ins Gespräch und schildert ihm seine Begegnung. Alle anderen Besucher hören gebannt seinen Erzählungen zu und sind erschrocken. Der Deichgraf beruhigt, dass eine solche Begegnung Anno 17 nicht ihnen gegolten habe, sondern bei den "da drüben" für Probleme gesorgt habe. Er bittet den Schulmeister alles näher auszuführen, dieser weigert sich aber und wird als arrogant bezeichnet. Ein Alter beginnt die Sage näher auszuführen, warnt aber, dass vieles davon auf Aberglauben beruhen könne.

Samstag, 20. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 2




Der Alte erzählt weiter. In der Mitte des vorherigen Jahrhunderts gab es einen sehr guten Deichgrafen, der sein Wissen von Kindesbeinen erworben habe. Es berichtet Hans Momsen aus Fahretoft. Der Vater des Deichgrafen hies Tede Haien.

Der junge Hauke Haien fand auf dem Dachboden einen Band des Mathematikers Euklid. Dieser war auf Niederländisch geschrieben und er erbat sich ein Lexikon der holländischen Sprache ( genauer gesagt eine holländische Grammatik )  als Ergänzung dazu. Er konnte dadurch sich intensiv mit Euklid beschäftigen und diesen auch verstehen. 

Der junge Hauke Haien kritisierte bereits in jungen Jahren die Bauweise der Deiche, da er durch das Mathematik Studium erkannt hatte, dass diese zu steil sind an der Wasserseite. Schon da sagte der Vater, dass er einen guten Deichgraf abgeben werde.


Im Oktober gibt es Deichbauarbeiten und eine Springflut steht an Allerheiligen an. Hauke geht zu dieser Zeit alleine hinaus und sieht wie das Meer an den Deich gelangt, dieser wird von der Wucht des Wassers fast abgetragen und nimmt beim Auftreffen Erde mit. Der junge Haien baut Deichmodelle und zieht dies der Gesellschaft von Gleichaltrigen vor. 

Im Februar wurden Leichen angetrieben, diese sahen furchtbar aus. Die Köpfe der Leichen waren aufgedunsen und die Leichen waren schwarz. Zudem waren sie auch zum Teil angeknabbert. Die Leute im Dorf waren schockiert über das Aussehen der Leichen, jedoch nahm der alte Haien dies gelassen. Den jungen Haien zog es hinaus an das Meer, wo er verträumt in die Ferne blickte. 

Freitag, 19. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 3



Hauke verbringt die folgenden Abende immer draußen am Deiich. Er sieht draußen im Nebel Gesalten oder Erscheinungen. Diese interpretiert er als Geister, will sich aber nicht von diesen Erscheinungen einschüchtern lassen. Er behält diese Sichtung aber für sich. 

In der Kneipe erklärt der Schulmeister, dass es sich bei Haien nicht um einen abergläubischen Menschen handelt und dass es Phänomene gibt, die auch gestanden Christen den Glauben erschüttern können. Zudem betont er, dass es sich bei Hauke Haien nicht um einen Dummkopf oder einen Narr handelte.

Hauke wuchs langsam heran und verbringt in dieser Zeit seine Zeite am Deich. Hier wirft er zum Beispiel Steine nach Vögeln. Er will eine Katze zur Jagd abrichten. Bei einem Vorfall tötet er die Katze von Trine Jans.

Hauke hat Wirrwarr im Kopf wegen der getöteten Katze. Darum besucht Trine Jans Tede Haien und beschuldigt Hauke den Kater ermordet zu haben. Sie beschwert sich, dass sie nun in der Nacht deswegen allein ist und friert. Tede Haien findet eine gute Lösung dafür, indem sie Trine aus Haukes Spardose Geld gibt, sodass sie sich ein Fell kaufen kann welches sie in der Nacht wärmt.

Donnerstag, 18. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 4





Tede und Hauke Haien reden über den Vorfall mit dem Kater (Kapitel 3)-reden über Elke Volkers, die mathematisch Begabte Tochter des Deichgrafen-Vater und Sohn stimmen beide zu, dass es Zeit für Hauke wird, sich eine Dienststelle zu suchen-reden über Unfähigkeit des Deichgrafen-Deichgrafen hat seinen Kleinknecht fortgejagt und und Hauke bewirbt sich daraufhin persönlich beim Deichgrafen für die freie Stelle

Hauke kommt Heim und redet über den Vorfall mit der Katze. Der alte Haien nimmt es zum Anlass mit Hauke ein Gespräch zu führen. Er möchte Hauke in Arbeit beim Deichgrafen bringen, diesem ist sein Kleinknecht abhanden gekommen. Dieser sucht nun einen neuen Helfer. Er selbst sei dumm und könnte nicht viel, habe den Job nur die Familie bekommen, welche schon seit mehreren Generationen als Deichgraf arbeitet.  Er braucht zum Rechnen immer den Schulmeister zur Hilfe, hat aber eine kluge Tochter, Elke Volkers, die sehr wohl rechnen könnte. 

Hauke geht zum Deichgrafen, vor dessen Haus steht eine gewaltige Esche ( Wichtiges Metapher ), die der Großvater des jetzigen Deichgrafen gepflanzt hat.  Hier bewirbt er sich als Kleinkecht und spricht mit Elke. Diese sprechen später über Tede Hauke und Deichgrafen. Der Deichgraf beschwert sich über seinen ehemaligen Kleinknecht, dieser hätte viel Alkohol getrunken. In Hauke sieht er einen fähigen Mitarbeiter.
Hauke findet im Laufe der Zeit Gefallen an Elke und der Deichgraf preist die Stelle bei sich noch einmal an. 

Mittwoch, 17. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 5

Hauke entwickelt sich weiter und er schließt sich mit Elke Volkers zusammen. Jedoch findet er keinen Anklang bei Ole Peters, dieser kann ihn nicht leiden. Es kommt zu Spannungen zwischen dem Großknecht Ole Peters und dem Kleinkecht Hauke Haien. Dieser nennt Hauke einen Schreibknecht, da er vom Deichgrafen häufig zum Rechnen hinzu gezogen wird und viel Zeit in der Stube verbringt, wo auch Elke zu finden ist.
Hauke führt mit Elke Gespräche und manchmal schweigen sie sich an, sie reden aber auch über Trine Jans und über den Vorfall mit der Katze, welcher nun schon eine Weile zurück liegt. 
Hauke genießt durch sein Talent und seine Hilfen beim Deichgrafen einige Privilegien, so muss er zum Beispiel nicht mit füttern, da er rechnen muss.
Als eine Deichinspektion durch den Oberdeichgraf ansteht wird der Deichgraf gelobt. Elke erkennt, dass es eigentlich Hauke ist, dem das Lob gebühren würde. Sie sagt, dass die Leistungen erst so gut seien, seit Hauke da sei. Auch Elke lobt Haukes Können und Wissen.


Dienstag, 16. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 6

Hauke befindet sich in seinem dritten Dienstjahr. Es findet ein Wettkampf statt bei dem Eisboßeln gemacht wird, wie dies traditionell im Winter der Fall ist. Bei diesem Event ist das ganze Dorf mit einbezogen und Ole Peters ist Schiedsrichter. Hauke boßelt mit, obwohl er Bedenken hat er könnte unfair beurteilt werden. Elke überredet ihn aber zur Teilnahme. Auch andere Teilnehmer sehen die Gefahr, dass Ole Hauke unfair bewerten könnte. Immer wieder wird betont wie wichtig der Deichgraf als erster Mann im Dorfe ist. Das Boßeln wird beschrieben. Außerdem wird noch erklärt, dass Frauen keine Stimmrechte in dem Spiel haben. Hauke ist mit seinem Wurf dran, er lehnt den Schnaps ab, den er von Trine Jahns angeboten bekommt.


Montag, 15. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 7

Noch immer wird geboßelt und Hauke wirft bei dem Kampf für die Marsch. Alle machen Anspielungen auf ihn und Elke Volkerts, Ole beginnt Hauke zu bedrängen. Nach dem Kampf kommt man im Gildensaal zusammen. Hauke fürchtet Ole könnte mit Elke tanzen und schaut eifersüchtig nach. Ole tanzt aber mit Viola. Er sucht Elke und sie sucht ihn. Sie hatte Ole einen Korb gegeben. Somit tanzt Elke nicht mehr an diesem Tag.

Hauke kauft sich einen Goldring und trägt diesen in der Westentasche. Ole Peters kündigt seine Stellung als Großknecht und heiratet Vollinaa Harder. Nun wurde Hauke Großknecht auf dem Deichgrafen Hof, er bekommt einen neuen Kleinknecht unterstellt. Dies missfiel dem Deichgrafen zunächst, da er die Hilfe von Hauke sehr dringend für das Rechnen brauchte. Elke setzte sich aber für eine Beförderung von Hauke ein.

Nach einem Jahr wurde der alte Deichgraf langsam kümmerlich und es macht sich ein körperlicher Verfall bemerkbar. Elke und Hauke stehen unter der Esche und nähern sich an. Hauke macht sich Gedanken darüber, dass er den Deichgrafenhof verlassen will.


Sonntag, 14. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 8

Elke setzt sich erneut für Hauke ein, dass dieser gehen kann. Dieser kümmert sich um seinen Vater Tede Haien, der im Sterben liegt. Auf dem Sterbebett empfängt Hauke sein Erbe, unter anderem eine alte Fenne, die noch mit Schulden belastet war. Diese werden aber durch die Krankheit der Gläubigerin, welche an Krebs leidet, hinfällig.

In der Gegenwart, der Erzähler wird vom Schulmeister mitgenommen, sie gehen in ein Giebelzimmer. Die Erzählung wird fortgesetzt.

Hauke tritt sein Erbe an und Antje Wohlas stirbt. In ihm wächst der Wunsch Deichgraf zu werden immer stärker heran und er erkennt, dass dies auch der Wunsch seines Vaters war. Der Deichgraf benötigt zwingenderweise Grundbesitz, somit war die Erbschaft der Fenne sehr wichtig für ihn.
Ole Peters hatte ebenfalls geerbt und war zu einem wohlhabenden Mann geworden. Hauke entwickelt einen Abstand zu den Menschen, gewissermaßen auch Hass, diesen behält er aber für sich.

Das Neue Jahr kommt und Elke und Hauke sind auf eine Hochzeit geladen. Hier sitzen sie zusammen und verloben sich. Ihnen gegenüber sitzt die Pastorin mit strengem Blick. 

Samstag, 13. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 9

Tede Volkerts baut immer mehr ab und stirbt dann schließlich. Sein Begräbnis ist ein gesellschaftliches Ereignis und zeigt die Wichtigkeit seiner Person. Es findet im Pesel statt, alter Wein wird gereicht und alle wichtigen Leute kommen. Elke betet und Ole Peters ist ebenfalls bei der Beerdigung da. Der Oberdeichgraf erscheint auch. Es kommt die Frage nach dem neuen Deichgrafen auf, Manners steht als Nachfolger für Tede Volkerts im Raum, dieser lehnt aber aus Altersgründen ab. Der Pastor schlägt Hauke vor, denn er habe das Geschäft des Deichgrafen ja schon jahrelang geführt. Dem Oberdeichgrafen erscheint Hauke jedoch zu jung, da dieser grade einmal 24 Jahre alt ist. Elke setzt sich für Hauke ein und liefert eine klare Argumentation warum er Deichgraf werden sollte. Ein Gegenargument, dass Hauke zu wenig Grundbesitz habe entfkräftet sie, indem sie sagt, dass sie mit Hauke nun verlobt sei. Somit hätte Hauke genug „Klei unter den Füßen“. Sie bietet ihres Vaters Hof an. Die Umstehenden sind fassungslos und der Oberdeichgraf hinterfragt noch die Güterrechte im Koog.Elke ist bereit Hauke den Hof vor der Hochzeit zu übertragen, um so den reichsten Mann im Dorf zu heiraten. Der Pastor gibt für all das seinen Segen und Hauke wird Deichgraf. Elke und Hauke sind Hand in Hand und in Love.

Freitag, 12. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 10

Mehrere Jahre später haben Hauke und Elke inzwischen geheiratet. Hauke ist nun Deichgraf und die Esche steht noch dort, wo sie zuvor war. Elke sitzt nun ohne Kind darunter und Hauke fegt mit scharfem Besen beruflich. Das bedeutet, dass er sein Geschäft sehr ordentlich und streng führt. Im Dorf, am Stammtisch, wird nun über ihn gelästert, über den klugen Deichgrafen, welcher überall seine Finger im Spiel hat. Ole Peters lästert auch über ihn, Hauke sei nur durch seine Frau Elke zum Deichgraf geworden.

Diese Aussage macht nun im Dorf die Runde und auch Hauke erfährt davon. Er ärgert sich, dass sie ihm nicht zutrauen von eigener Kraft Deichgraf zu werden, nach nunmehr sieben Jahren Amtszeit. Er geht den Deich entlang und stellt auf dem Haffdeich Berechnungen an für einen neuen Koog. Für das Vorland, welches den neuen Koog bilden soll besitzt Hauke Grundanteile. Er hat auch die Anteile von Ole Peters übernommen. Dieser wollte die Anteile nicht mehr haben, als ihm bei einer Überschwemmung ein Tier / mehrere Tiere ertranken

Als er heim kommt berichtet er Elke von dem Plan das Vorland zu einem Koog einzudeichen. Sie wart ihn, denn es ein Werk auf Leben und Tod und gibt ihm gute Ratschläge. Zum Beispiel berichtet sei von dem Priel, der vor dem Deich verläuft, außerdem hinterfragt Elke kritisch die möglichen Kosten des Projekts. Hauke erläutert ihr seine Gedanken und gibt an, dass auch die Bewohner des Dorfes mit anpacken sollen.

Donnerstag, 11. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 11

Die Arbeiten am neuen Deich beginnen und Hauke nimmt seine Arbeit ernst. Er arbeitet hart und ist zum Teil vertieft bis in die Nacht. Er will alles sicher wissen und planen, bevor er die Pläne einreicht. Er will vor der Beantragung alles genau abgewogen haben. Er sucht auch häufiger den Oberdeichgrafen auf. Schließlich reicht Hauke sein Vorhaben ein.

Der Schulmeister klärt den Erzähler auf, dass seine Erzählungen auf Überlieferungen beruhen und das dies das Gerede eines ganzen Dorfes sei.

Ende März spricht Iven John mit dem Tagelöhner, sie sehen ein Pferd durch das Watt reiten und erkennen darin einen Schimmel. Sie können sich beide nicht erklären woher der Schimmel kommt und versuchen das Pferdegrippe auf Jeversand zu erkennen. Doch sie stellen fest, dass dies zu fehlen scheint. Sie tun aber schließlich alles als Altweiberglaube ab. Der Junge will es aber nicht auf sich beruhen lassen, sondern das Gerippe untersuchen. 

Mittwoch, 10. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 12

Der Knecht und der Junge reden am nächsten Abend wieder miteinander. Der Junge war auf der Jebenswarft und sah das Gerippe des Pferdes dort liegen. Jetzt sehen sie es jedoch wieder nicht. Carsten und Iven fahren mit einem Boot rüber, sie legen an Als sie sich nähern sehen sie das Gerippe im Mondlicht. Sie fahren mit dem Boot zurück und sehen das Pferd herumlaufen.

Später kauft Hauke auf dem Markt ein Pferd. Er findet einen abgemagerten Schimmel. Er erklärt Elke später er habe den Schimmel gekauft, da es für ihn so ausgesehen hat, als hätte dieser ihn gebeten. Die 30 Taler, die er für den Schimmel investiert hat waren es ihm wert, auch wenn er fürchtet über den Tisch gezogen zu werden. Haien wünscht sich das der Schimmel gut gedeiht. Der Dienstjunge erschrickt, als er den Schimmel sieht.

Der Oberdeichgraf gibt grünes Licht für den Deichbau. Hauke baut auch auf Elkes Schaffenskraft. Sie ist sehr traurig, dass sie keine Kinder kriegen kann.

Dienstag, 9. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 13

Hauke füttert seinen neuen Schimmel und kümmert sich jeden Abend um das Tier. Dieses wird zunehmend kräftiger und besser drauf. Es lässt sich außerdem gut von Hauke reiten und hört auf Hauke. Wenn jemand anderes auf das Pferd möchte, so lässt es das nicht zu. Es lässt sich auch von Hauke kaulen und streicheln. Der Knecht John mag den Schimmel nicht.

Später erinnern sich der Knecht und der Junge an das Gerippe auf Jeversand und stellen fest, dass dieses nun vollständig verschwunden sei. Sie denken das Pferd sei das Gerippe welches ja verschwunden sei. Carsten denkt dies.

Später kündigt der Knecht seine Stellung bei Hauke und Elke und wird der neue Knecht von Ole Peters, hier erzählt er auch von dem gruseligen Pferd.

Ende März gibt der Oberdeichgraf den Befehl zur Eindeichung des neuen Koogs und es soll auch so nach dem neuen Profil gebaut werden, welches Hauke sich erdacht hat. Dies soll flacher zu Seeseite hin verlaufen und länger auslaufen. Die Leute im Dorf sind sehr skeptisch und scheuen die Mehrarbeit. Hauke argumentiert mit der besseren Haltbarkeit des Deiches und der fehlenden Angreifbarkeit, da die Wellen sich flach laufen können an der sanften Deichkante. Bei der Bürgerversammlung stößt er auf Proteste, Jewe Manners ergreift aber Partei für Hauke und plädiert für die Eindeichung nach den neuen Modellen. Man fragt sich zudem woher die Erde für den neuen Deich kommen soll und brütet über den Karten. Hauke ist erschöpft von der Versammlung und dem Widerstand im Dorf.


Montag, 8. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 14

Im Kirchspielkrug gibt es eine Versammlung über die Verteilung der Arbeit und der Kosten. Nicht alle Leute sind sich einig. Ole Peters ist wütend, er bezichtigt Hauke strategisch vorgangen zu sein und ihm erst die Anteile am Vorland abgenommen zu haben, um diese dann als Koogland zu besitzen. Er denkt das Hauke deshalb das Land eindeichen will. Hauke wehrt sich gegen Haukes Anfeindungen und stellt die Wahrheit klar. Er hat Mühe alle zu beruhigen und es kommt noch zu einer zweiten Versammlung. Hauke muss Zugeständnisse machen.

Hauke reitet den Deich entlang und betrachtet die Arbeiten. Alle Arbeiter haben Angst vor seinem Pferd, dem Schimmel. Während er den Deich entlang reitet weht sein Mantel im Wind, der Begriff Schimmelreiter wird genannt.

Die Deichbauarbeiten stoppen im November, weil es friert und schneit. Der Baustopp sorgt dafür, dass der Koog offen liegen bleibt.

Nach neun Jahren Ehe bekommt Elke ein Kind. Sie hat Kindbettfieber und ruft im Fieber vom Ertrinken. Hauke betet zu Gott, er möge ihm Elke erhalten, sie sei das wichtigste in seinem Leben. Elke kommt wieder zu sich.


Sonntag, 7. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 15

In der kleinen Gemeinde der Konventikel wird gegen Hauke gepredigt. Dieser hat Angst Elke wegen des Drucks von Außen zu verlieren. Elke gibt ihm zu verstehen, dass sie immer zu ihm stehen iwrd. Hauke wird einsam und er verbittert innerlich.

Im Frühling geht der Deichbau weiter, die Deichlücke wird nun geschlossen. Ole Peters wird nach dem Abtreten von Manners neuer Deichgevollmächtigter, dieser arbeitet nun stark gegen Hauke. Die Arbeiten gehen gut voran.

Elke und Hauke sind inzwischen stolz auf das Pferd, welches sich gut entwickelt hat. Sie sind auch stolz auf ihre kleine Tochter Wienke. Diese schaukelt manchmal an der Esche. Wienke ist in ihrer Entwicklung zurück geblieben.

Im Oktober ist die Schleuse im Westen schon eingebaut

Ende November musste die Schlucht am alten Deich noch geschlossen werden: Hauke will die Arbeit zu Ende kriegen und hält seine Leute zum Durchhalten an.

Bei den Arbeiten stellt er fest, dass ein Hund winselt, der in dem gegrabenen Loch liegt. Er holt den Hund eigenhändig heraus und rettet ihm sein Leben. Die Arbeiter sind dagegen, denn sie wollen den Hund in den Deich einbauen, dieser sollte beim lebendigen Laib in den Deich eingebaut werden. Dies sei so Sitte, jedoch sei es noch besser ein Kind in den Deich einzubauen. Hauke nimmt den herrenlosen Hund mit nach Hause und schenkt ihn seiner Tochter Weinke.
Am nächsten Tag soll die Stelle am Priel geschlossen werden.


Samstag, 6. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 16

Der neue Deich ist in der Fertigstellung. Die letzten Spatenstiche werden gemacht. Die Vorgesetzten des Deichgrafen Hauke besichtigen mit Hauke und seiner Frau Elke die Arbeiten. Man fährt von Warft zu Warft und auch zum neuen Deich. Man möchte gerne mit Elke zusammen fahren, der klugen Frau des Deichgrafen. Der Koog, welcher durch den neuen Deich entstanden ist, wurde auf den Namen neuer Karolinenkoog getauft, die Arbeiter hingegen nennen den Koog Hauke Haien Koog.

Inzwischen vergehen drei Jahre und der Deich hatte sich bewährt. Nur wenige Kosten fielen bei der Reparatur und der Instandsetzung an. Hauke lebt vor sich hin, als Deichgraf und Hausherr, begleitet von seinem Hund Perle und Trine Jans. Diese lebt als Altenteil inzwischen bei ihnen. Sie fühlt sich hier gefangen und will sehr gerne nach Jeversand gucken können, weil dort ihr ein und alles sein Leben verlor. Man rät ihr sich unter die Esche zu setzen, von wo aus sie über das gesamte Haff gucken könnte. Trine ist nicht besonders dankbar für ihre Versorgung und immer eher schlecht gelaunt. Wienke besucht die Frau und zwischen ihnen entwickelt sich eine Freundschaft, da Wienke Trine täglich besucht.
Auch eine Möwe lebt mit ihnen gemeinsam, genau wie der Hund. 

Freitag, 5. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 17


Elke und Hauke sind traurig, da sich Wienke nicht so entwickelt, wie man es sich als Eltern wünschen würde. Das Wetter ist nicht gut, Hauke reitet den Deich entlang und hat dabei Wienke mit auf seinem Schimmel. Ein Gewitter zieht herauf. Wienke hat starke Angst vor dem Wasser und sagt es spricht zu ihr. Sie hat Angst davor, dass das Wasser über den Deich kommt. Elke ist traurig darüber, dass Wienke Schwachsinnig ist. Hauke appeliert an Elke seine Tochter trotzdem zu lieben.

Der Sommer vergeht und Trine Jahns erzählt Wienke aus ihrem Leben und berichtet auch von Sagen. Hauke gefällt dies nicht und meint, dass Trine solche abergläubischen Geschichten für sich behalten solle. Trine lässt sich dies bezüglich aber nicht gerne hinein reden. Hauke nimmt Wienke darauf hin und geht mit ihr zum Deich. Hier hat sie erneut Angst vor dem Wasser, diesmal fürchtet sie sich vor den Seeteufeln. 

Donnerstag, 4. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 18

Inzwischen ist es Neujahr. Hauke hat das Marschenfieben. Er verliert viel Kraft und Energie, im Winter gab es bisher einige Hochwasser, jedoch keines davon war ernst oder bedrohlich. Jedoch gab es Schäden am alten Deich. Dieser wurde durch Mäuse ausgehöhlt, das sanfter anlaufende Profil hingegen hatte sich gut bewährt. Hauke packt beim Anblick der See die Angst vor einer Sturmflut, er spürt die große Verantwortung, welche auf ihm lastet. Er weiß, dass der Deich das nicht aushalten würde, nach den aktuellen Schäden. Um die Schäden zu besprechen trifft er sich mit Ole Peters, dieser greift ihn an. Hauke schlägt vor Lahnungen anzubringen, um den Deich zu schützen. Dies ist aber die teurere Variante. Ole Peters hingegen möchte den Deich nur ausbessern und eine neue Sode hinzu fügen. Als sich Hauke den Deich und die Schäden zum zweiten Mal ansieht empfindet er Oles Einwand als richtig und lässt die schadhafte Stelle nur reperarieren.
Hauke wird zusehens gesünder, dennoch bleibt sein schlechtes Gefühl bestehen, immer wenn er an der kaputten Stelle vorbei reitet oder geht. Elke hinterfragt diese Gefühle und die Wahrnehmung.


Mittwoch, 3. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 19

Der Schulmeister verkündet er will nun über das Jahr 1756 berichten. Trine Jahns stirbt in diesem Jahr im Alter von beinahe 90 Jahren. Im Sterben sieht Trine den Untergang des Dorfes vor ihren fast blinden Augen. Im Dorf machen sich Gerücht breit, ein Unheil stünde bevor. Auch über den Schimmel des Deichgrafen wird gesprochen. Der Aberglaube hat aber im Hause vom Deichgrafen keine Chance. Hier ist man bodenständig. Die Möwe bleibt nun ganzjährig bei der Familie und zieht nicht in die Winterquartiere mit.


Ein starker Sturm kommt auf, der Deichgraf muss seines Amtes walten. Hauke zieht es immer noch in den Sturm hinaus, er sieht aber das Haus noch und macht sich klar, dass Wienke und Elke hier in Sicherheit sind, da das Wasser noch nie bis dorthin vorgedrungen sei. Die Zweige der Esche peitschen im Wind des Sturmes. Haien reitet auf seinem Schimmel den Deich entlang, dabei wird er von Vögeln begleitet. Der Schimmel zertritt eine Möwe, es ist die Möwe Klaus.

Dienstag, 2. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 20

Hauke ist bei dem starken Sturm draußen am Meer. Es ist sehr stürmig und die Meer ist unruhig. Er vergegenwärtigt sich noch einmal, dass Sturmflut sei. Mit den Augen sucht er die aufgestellten Wachen, findet sie dann ein Stück weiter entfernt am neuen Deich. Hier haben sie eine Rinne quer durch den Deich gegraben. Entsetzt fragt er nach, warum dies gemacht wurde und erhalten die Antwort, dass Ole Peters befohlen habe den Deich durch zu stechen, damit der alte Deich nicht bricht. Dies führt jedoch dazu, dass der neu geschaffene Koog nun voller Wasser läuft. Ole Peters gab den Befehl eigenmächtig . Ein Bruch im alten Deich entsteht und Hauke gibt sich selbst die Schuld für das Versagen der Deiche. Die Männer geben ihm zudem auch die Schuld daran. Der Deich kann den Wassermassen nicht mehr Stand halten und alles geht unter. Aber Hauke sieht ihn der Ferne noch sein Haus leuchten und vermutet seine Frau und sein Kind in Sicherheit. Jedoch kommen Elke und Wienke zu ihm angefahren und alle gehen gemeinsam in den Fluten unter. Es gibt kein Leben mehr, nur Wasser.

Der Erzähler beendet die Geschichte und macht noch einmal deutlich, er habe sie nach bestem Wissen und Gewissen erzählt. Hauke, der Deichgraf, habe nicht einmal ein Grab. Der Erzähler reitet am nächsten Tag am Hauke Haien Deich entlang zur Stadt hinunter.


Montag, 1. Februar 2016

Realismus in der Literatur, Storms literarische Schaffenszeit

Die Epoche des Realismus erstreckte sich von 18 48 bis 1890 und zeichnete sich durch eine wirklichkeitsnahe Darstellung von Dingen und Personen oder von Ereignissen aus. Es handelt sich um eine bürgerliche Epoche, die stark unter dem wachsenden Einfluss der naturwissenschaften und der Mathematik stand. Man versuchte in der Literatur ein Verhältnis zwischen Fiktion und Wirklichkeit zu schaffen und das Reale möglichst genau ab zu bilden. Der Begriff leitet sich vom lateinischen Begriff res für Ding oder Sache ab^-

Der Schimmelreiter ist in so fern ein Werk des Realismus, als dass er sich bemüht hat die Wirklichkeit im rauen Nordfriesland so genau wie es nur geht ab zu bilden. Er wählte dafür intensive Naturdarstellungen und spiegelte die Landschaft, die er täglich sah, in seinen Werken wieder. Hier dominiert das Meer die Landschaft und die Stimmung in der Geschichte.

Im Realismus gab es mehrere wichtige Strömungen, die aber alle der Epoche des Realismus zu zu rechnen sind
So gibt es den kritischen Realismus und den sozialistischen Realismus um nur einige zu nennen.

Als wichtige Merkmale kann man sagen, dass der Realismus mit literarischen Mitteln versucht die Wirklichkeit abzubilden und zu verarbeiten. Man nimmt reale Elemente, die man genauer beschreibt und bettet diese in fiktive Erzählung.

Die Novelle typisch für die Epoche des Realismus.
Neben Storm sind weitere bekannte Vertreter
Adalbert Stifter
Theodor Fontane
Charles Dickens
Flaubert
Dostojewski und viele mehr.






Aufbau und Sprache Der Schimmelreiter

Rahmenhandlung und Binnenhandlung
Die Handlung wurde in eine Rahmenhandlung eingebettet, wie dies in Novellen häufiger der Fall ist. Diese Rahmenhandlung ist doppelt gehalten, zum Einen berichtet ein Erzähler, dass er die gesamten Ereignisse in einem Buch gelesen habe, welches er bei seiner Urgroßmutter vorfand (Kapitel 1):“Was ich zu berichten beabsichtige, ist mir vor reichlich einem halben Jahrhundert im Hause meiner Urgroßmutter, der alten Frau Senator Feddersen, kundgeworden, während ich, an ihrem Lehnstuhl sitzend, mich mit dem Lesen eines in blaue Pappe eingebundenen Zeitschriftenheftes beschäftigte; ...“ .
In diesen ersten Rahmen wird noch ein weiterer Rahmen eingebunden, indem Storm den Erzähler der Geschichte aus dem Buch in eine Kneipe gehen lässt, wo dieser auf den Schulmeister trifft. Dieser berichtet ihm von den Ereignissen rund um Hauke Haien und dem Deichbau, er bildet somit den zweiten Rahmen. Als Binnenhandlung fungieren die Ereignisse im Leben von Hauke Haien, Elke Volkerts und dem Deichbau, bis hin zum Tod der Hauptersonen.
Der zweite Rahmen ist die Begnung des Ich Erzählers II, der an einem Deich entlang reitet, um zur Stadt zu gelangen. Im Krug begegnet dieser Ich Erzähler dem Schulmeister und dem Deichgrafen, der noch die Erzählungen des Schulmeisters relativert. Der Schulmeister berichtet dem Ich Erzähler II die Binnenhandlung, also die gesamte Geschichte rund um den Deichgrafen Hauke Haien und dessen Frau Elke. Der Schulmeister kennt Hauke Haien auch nicht persönlich, jedoch gibt er immer wieder die Quellen seiner Erkenntnisse an. Der Leser der Novelle wird aber durch wechselnde Aussagen immer wieder dazu angehalten das gelesene selbst in den Zweifel zu ziehen. Denn der Schulmeister selbst wird kritisiert und zwar durch den Deichgrafen des Erzählrahmens, dieser spricht dem Schulmeister seinen Sinn für Übersinnliches ab. Doch der Schulmeister spricht nicht nur am Anfang der Geschichte, im Verlauf der Erzählung meldet er sich immer wieder zu Wort, jedoch schwenkt er dann schnell wieder auf die Binnenhandlung.

Der erste Erzählrahmen, des Erzählers I , der die Erählung in einem Buch liest, wird erst gegen Ende der Novelle vollständig geschlossen.  
Zeiträume
Der erste Rahmen bildet der Erzähler, welche das Buch im Hause seiner Urgroßmutter vorfindet. Diese spielte vor einem halben Jahrhundert vor dem Erzähler der Jetztzeit. („...ist mir vor reichlich einem halben Jahrhundert...“). Dieser erzählt von Ereignissen, die rund um den Erzähler II handeln. Dieser reitet im Sturm am Deich entlang, um dann in einem Wirtshaus einzukehren und sich dort die Geschichte von Hauke Haien erzählen zu lassen. Die im Text enthaltene Zeitangabe lautet:  „Es war im dritten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts, an einem Oktobernachmittag – so begann der damalige Erzähler ...“ Kapitel 1.  Die Handlung des Schimmelreiters Hauke Haien und des Deichbaus vollzieht sich Anno 17, wie in dem ersten Kapitel angegeben wird.
Die Sprache
Die Sprach es Schimmelreiters ist einfach gehalten und beinhaltet kurze Sätze. Sie ist versehen mit wörtlicher Rede. Die Novelle enthält viele Begriffe, die eine lokale Relevanz haben, man könnte sagen, dass der Schimmelreiter eine lokale Färbung hat. Viele Dialoge sind in der Mundart Plattdeutsch verfasst. Die Erzählung enthält außerdem noch viele Fachbegriffe, die aus dem Küstenschutz, der Landgewinnung und dem maritimen Bereich kommen. So dürften Begriffe wie Koog, Priel oder Lahnung nur Küstenbewohnern ein Begriff sein.
Die Novelle enthält viel direkte Rede und drückt den Grundkonflikt Rationalität und Sachlichkeit gegen Glauben und Aberglauben auch in der Sprache aus.
Die Sprache im Schimmelreiter ist gebunden und in festen Rhytmen verfasst. Storm legte großen Wert darauf, dass die Novelle schön lesbar ist und griff dabei dann auch zu nicht ganz richtigen Wendungen und grammatikalischen Kniffen. Er opferte die richtige Ausdrucksweise zu Gunsten einer besseren Lesbarkeit.