Montag, 9. Mai 2016

Aquis submersus alles Wichtige auf einem Blick

Inhaltsangabe


In der Novelle Aquis submersus erzählt der Erzähler der Rahmenhandlung die Geschichte des Malers Johannes, welche er anhand von dessen Tagebuch Aufzeichnungen nachvollzieht. Beide Männer verbindet, dass sie sich auf der Koppel eines Pfarrhauses befunden haben, jedoch ist der Ich Erzähler der Rahmenhandlung viel später dort. Dieser spielt dort immer mit dem Sohn des Pastors.

Der Ich Erzähler ist fasziniert von einem Bild, welches sich in der Kirche befindet wo er häufig zu Gast ist. Auf dem Bild sieht man einen toten Jungen und das Bild trägt die Inschrift CPAS. Erst viel später, nachdem er ein Studium absolviert hat und wieder in seinen Heimatort zurück kehrt, kommt er dahinter was es mit dem geheimnisvollen Bild auf sich hatte.

Diese Umständen werden von der Binnenhandlung besprochen. Diese behandelt den Kunstmaler Johannes, der 1661 zu seinem alten Gönner Gehardus aufbricht. Dies ist kein leichtes Vorhaben, da die Reise noch gefährlich ist. Denn die Welt ist von den Spuren des Krieges gezeichnet und er ist darum sehr gefährdet überfallen zu werden.

 Als Johannes auf dem Hof eintrifft wird er von seinem Vertrauten, dem alten Diedrich in Empfang genommen. Dieser überbringt ihm die Nachricht, dass sein alter Gönner Gerhardus gestorben ist.  Johannes trifft auf die Kinder seines Gönners, Junker Wulf und dessen Schwester Katharina. Während letztere ihn freudig empfängt gibt Junker Wulf klar zu verstehen, dass er nun der neue Hausherr ist und fordert Johannes auf für die Ahnengalerie ein Bild von Katharina zu malen. Diese soll die Familie verlassen und heiraten.

Johannes macht wie ihm befohlen und die liebevollen Gefühle, die er zu Katharina hat und umgekehrt lassen sich nicht verbergen. Sie soll aber einen Mann heiraten, der den höheren Stand inne hat, den Freund von Junker Wulf und den alten Feind von Johannes Junker von der Risch.

Katharina möchte nicht heiraten, so bittet sie Johannes ihrer Verwandten eine Nachricht zu überbringen, in der sie diese um Hilfe ersucht. Da Johannes einen Rahmen für das zu malende Bild in Hamburg kaufen will, macht er einen Umweg über Preetz. Dies kommt aber heraus. Johannes findet noch einmal den Mut bei Junker Wulf um Katharinas Hand an zu halten, obwohl dieser sehr agressiv ist.

Johannes wird schwer verletzt und als er wieder zu sich kommt ist Katharina verschwunden. Sein Kummer darüber ist grenzenlos und er beginnt nach einer Suche nach ihr sich wieder dem normalen Leben zu widmen. Ihn zieht es zu seinen Bruder, wo er den Auftrag bekommt ein Lazerus Bild zu malen. Dies soll er für den Pastor einer naheliegenden Gemeinde anfertigen.

Er begibt sich dort hin und lernt den Pastor und dessen Sohn kennen, welcher ebenfalls Johannes heißt. Erschrocken muss Johannes feststellen, dass es sich bei dem Jungen um seinen gemeinsamen Sohn mit Katharina handelt. Als die beiden Liebenden wieder aufeinander treffen passen sie nicht auf und Johannes, der Sohn, ertrinkt auf der Pfarrerskoppel.

Der Pastor ist außer sich und lässt Johannes das Bild malen und dies mit CPAS versehen. So deckt sich die Geschichte nach und nach auf.


Interpretation

Die Novelle ist eindeutig als Novelle zu identifizieren. Die Geschichte hat eine Einbettung in eine Rahmenhandlung, wie dies ganz typischerweise bei Novellen der Fall ist. Dieser Rahmen wird durch den ersten Ich Erzähler gebildet, der sich die Aufzeichnungen des Malers Johannes durchliest. Diese Aufzeichnungen können so auch größere zeitliche Sprünge enthalten. Die Aufzeichnungen sind in zwei Teile gegliedert, die jeweils in verschiedenen Büchern stehen. Die Binnenhandlung wird also durchbrochen, indem der Ich Erzähler das erste Buch beendet und mit dem zweiten Buch beginnt. Dies ist der Fall um mehr Spannung zu erzeugen und auch um den großen Zeitsprung elegant bewerkstelligen zu können.

Aquis Submersus hat auch noch ein ungewöhnliches und außerordentliches Ereignis, welches ja laut Goethe ein Indiz für eine Novelle ist. Dabei handelt es sich um das Ertrinken des Sohnes. Zudem existiert ein Dingsymbol, dies kann man im Bild sehen, welches der Maler anfertigt, bzw. in mehreren Bildern.

Die Sprache in der Erzählung ist selbst für damalige Zeiten altertümlich. Storm empfindet in seinen Aufzeichnungen des Johannes die Sprechweise und Schreibweise der  Zeit nach, in welcher Johannes lebt. Dies ist im Zeitraum um 1661 der Fall. So verwendet er auch Begriffe, die man zu Storms Lebzeiten schon als veraltet empfand. Begriffe wie Junker oder vergleichbare Begriffe sind kaum  in Werken von Storm zu finden. Auffällig ist außerdem, dass jeder der Personen seine eigene Sprache hat und eine eigene Sprachmelodie hat.






























Sonntag, 8. Mai 2016

Kapitel 1 Aquis Submersus

Inhalt 

Man findet sich in einem vernachlässigten Schlossgarten eines herzoglichen Schlosses wieder. Hier trifft man sich auf einem Berg mit Sicht auf die Marsch und das Meer. Im Norden ist ein Kirchturm in der Ferne auszumachen.

Ein Pastorsohn, der die Gelehrtenschule in der Heimatstadt des Ich Erzählers besucht ist der Freund des Erzählers. Er ist der einzige Sohn des Pastors und sie spielen häufiger gemeinsam auf der Koppel des Pfarrhauses, welche auch Priesterkoppel genannt wird. Man beschreibt die Natur sehr genau.

Bereits früh ist der Ich Erzähler vom Inneren der Kirche fasziniert, hier findet er ein Bild vor, bei dem es sich um die Abbildung eines toten Jungen handelt, der auf dem Arm seines Vaters liegt. Der Ich Erzähler ist voll Mitleid und erfüllt von dem grausigen Anblick. Der Junge soll auf der Priesterkoppel, auf welcher sie so gerne spielen, ums Leben gekommen sein.  Der Ich Erzähler durchdenkt die Historie des Pfarrhauses.

Hilfe nötig? Hier gibt es einen Lektüreschlüssel
Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus  


Unter dem Bild des ungefähr fünf Jahre alten Jungen stehen die Buchstaben C.P.A.S. ihm ist dabei klar, dass es sich um lateinische Abkürzungen handeln muss. Aquis submersus steht hierbei für ertrunken, was wörtlich so viel wie im Wasser versunken bedeutet.
 Über die Abkürzung C.P. ist jedoch nichts überliefert. Man vermutet es handle sich um Culpa Patris, durch die Schuld des Vaters. Doch der Pfarrer möchte seine Amtsstube nicht durch solche Dinge beschmutzt sehen.

So vergehen die Jahre, der Pastor und seine Frau sterben, die Jungen wachsen heran und besuchen die Universität. Der Erzähler verlässt das Dorf und bleibt ihm auch fern. Er wohnt jetzt in der Vaterstadt. Eines fernen Tages begibt er sich aber dahinter und findet den Spruch " Gleich so wie Rauch und Staub verschwindet, also sind auch die Menschenkinder",diesen hatte er zuvor noch nie gesehen. Er war auf der Suche nach einem Quartier für jemanden und so trat er in ein Haus. Er wurde herumgeführt. Jenes Haus stand sehr lange leer, man einigte sich schließlich mit dem Preis.

Der Blick des Erzählers fällt auf ein Bildnis von einem Herren, der einen blassen Jungen im Arm hat. Dieser hält eine Wasserlilie in der Hand. Er fragt den Hausherren woher das Bild stammt und dieser meint es komme von der Mutterschwester Urgroßonkel des Vermieters der hier vor ungefähr 100 Jahren gelebt hat. Er zeigt dem Erzähler noch die Papiere

Interpretationsansätze

Hierbei handelt es sich um einen Rahmen für die Erzählung. Storm greift den Ort der Priesterkoppel aus dem Leben des ersten Erzählers auf und beginnt diesen mit dem Inhalt der Papiere, welche er jetzt lesen wird in den kommenden Kapiteln, zu verbinden. So stellt er zwischen den unabhängig voneinander existierenden Personen des Erzähler I und den Personen der Binnenhandlung eine Verbindung her. Denn schließlich verbindet beide die Priesterkoppel, wenn auch mit anderen Endergebnissen und Erlebnissen.

Der Ich  Erzähler der Rahmenhandlung hat in diesem Fall die Funktion die Binnenhandlung vorzubereiten und später das Erzählen an den Erzähler der Binnenhandlung, den Maler Johannes weiter zu geben. In dem ersten Abschnitt der Erzählung lernen wir den Ich Erzähler kennen und er erläutert uns seine Verbindungen zum Dorf in dem sich das spätere Drama abspielen wird.

Quelle des Buches http://gutenberg.spiegel.de/buch/aquis-submersus-3489/1
Angaben zum Kapitel beziehen sich auf die Einteilung des Textes über gutenberg.spiegel

Freitag, 6. Mai 2016

Kapitel 3 Aquis Submersus

Inhalt

Der Erzähler geht auf der Waldstraße entlang. Er verabschiedet sich von Katharina und diese weint bitterliche Tränen. Sie gibt ihm zum Abschied was mit.

Es vergehen fünf Jahre bis der Erzähler zurück kehrt. Er sucht alles wieder zu finden und gelangt auf das Gut. Die Hunde rennen auf ihn zu und er begrüßt seinen Bekannten, den alten Diedrich. Die Hunde sollen die Bewohner vor den Horden von Menschen schützen, die auf der Suche nach einer Unterkunft und  Geld durch die Gegend streifen. Es sind viele dieser Leute unterwegs.

Johannes sucht Katharina und will zu seinem alten Gönner, Herr Gerhardus, doch der alte Diedrich erklärt, dass dieser gestorben sei und man ihn nun nur noch in der Kapelle des Hofes besuchen kann. Dort liegt Gerhardus tot aufgebarrt.

Auf dem Weg zur Kapelle trifft Johannes Junker Wulf und Katharina. Dieser empfängt ihn eher kühl und reicht ihm nicht einmal seine Hand zur Begrüßung. Jedoch erteilt Wulf ihm den Auftrag seine Schwester zu Malen. Es ist ja so üblich, dass die adeligen Frauen dann gemalt werden, wenn sie das Haus wegen Heirat verlassen. Man wechselt noch ein paar Worte über die Hunde, die Bemerkung von Johannes, dass Junker Wulf seine Hunde besser erziehen möge, weißt dieser zurück. Der Junker Wulf nimmt eine drohende Haltung Johannes gegenüber ein. 
Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus

Interpretation

In diesem Kapitel zeigt Storm wie sehr sich die Welt durch den Krieg verändert hat. Die Menschen sind nun nicht mehr sicher und überall stromern Leute umher und es lauern Gefahren. Doch er lässt Johannes sich diese Gefahren aufbürden, um seinem alten Gönner noch einmal zu begegnen. Hiermit zeigt Storm, dass es Johannes nicht an Tapferkeit und Mut fehlt. Auch dem kühlen Verhalten von Junker Wulf begegnet die Hauptfigur mit einer gewissen Überlegenheit und Stärke. Obwohl dieser ihm nicht die Hand gibt und ihn sehr kühl begrüßt, hat Johannes noch den Mut ihn auf seine unerzogenen Hunde hin zu weisen. 

Donnerstag, 5. Mai 2016

Kapitel 4 Aquis Submersus

Inhaltsangabe

Johannes folgt Katharina ins Haus, sie gehen in das alte Zimmer des Herrn Gerhardus. Sie unterhalten sich und Katharina wirkt sehr bedrückt und niedergeschlagen. Im Haus treffen sie auf Bars Ursel, diese fragt Johannes, ob ihm bewusst sei, dass in diesem Haus getrauert werde. Johannes verneint dies aber bekundet nun rücksichtsvoll zu sein.

Katharina möchte sich nun ausruhen und Johannes  will in seine Kammer gehen. Diese ist "ober dem Hofthor". Nach einer Rast spricht er am Abend mit seinem Vertrauten, dem alten Diedrich. Dieser bedauert, dass Johannes so eine niedrige Herkunft hat. Er wünschte Johannes hätte auch ein Wappen, "so wie der Risch da drüben!". Johannes fragt ihn nach dem Junker von der Risch aus. Diedrich erzählt, dass er zu denen gehört, die im Kieler Umschlag die Bürger erschossen haben und dass der Junker Pistolen habe.  Doch er findet, dass er selbst ein höriger Mann sei, dem keine eigene Meinung zusteht.

Die Magd bringt Kleidung aus der Stadt und Johannes nutzt die Zeit um sich mit der Kunst zu befassen. Er malt Bilder und schaut sich Gemälde an. Er denkt auch viel über Katharina nach und arbeitet im stillen Saal vor sich hin.

Während er sich umsieht trifft er auf ein Bild von Edelfauen, eine Dame ist ungefähr 40 Jahre alt und hat kleine graue und stechende Augen. Sie fällt ihm auf und er hat das Gefühl er müsse Katharina und die Nachgeborenen vor ihr schützen.

Anschließend gibt es ein Mittagessen mit den Leuten: Katharina, Junker Wulf, Bas´Ursel und er. Es wäre ohne Ursel ein sehr stummes Essen gewesen, denn nur sie spricht. Zwischen dem Bruder Wulf und Katharina, seiner Schwester, herrscht eisige Stimmung.

Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus

Es findet die Beerdigung des Herrn Gerhardus statt, diese findet in der Dorfkirche statt. Der Hausherr wird bei seinen Ahnen beigesetzt. Die Leute der umliegenden Güter finden sich ein, jedoch sind kaum Angehörige anwesend. Der Junker war der letzte seines Stammes. Nach der Zeremonie gehen alle zügig wieder.

Interpretation

In diesem Kapitel werden Standesunterschiede thematisiert. Der Maler Johannes, der sicher gerne Katharina zu seiner Frau nehmen würde, ist von so einer Eheschließung ausgeschlossen, da es ihm an gesellschaftlichem Rang fehlt. Hingegen kommt sein alter Widersacher, der Junker von der Risch, sehr nah an Katharina heran, da er ein eigenes Wappen hat.

Der alte Diedrich ist ein kritischer und reflektierter Mann, der die Hochgesellschaft analysiert. Er übt zwar Kritik und macht auch Anmerkungen zur politischen Ausrichtung der Hofbewohner, so kritisiert er die Haltung von von der Risch, jedoch merkt er an, dass er eigentlich nicht urteilen darf, da er abhängig also hörig ist.

In diesem Kapitel merkt man deutlich wie unheimlich und mystisch die Atmosphäre in der gesamten Novelle ist. Dies kommt auch zu Stande, indem man die Gemälde kunstvoll mit einzieht. Diese schüren die dunkle und unheimliche Stimmung, die sich nun immer mehr breit macht.

Es ist auch spürbar, dass Johannes und Katharina eine spezielle Verbindung zueinander haben. Diese kann jedoch traurigerweise nicht gelebt werden. Bereits hier ahnt man, dass die Liebe an den Standesunterschieden scheitert. 

Dienstag, 3. Mai 2016

Kapitel 6 Aquis Submersus

Inhaltsangabe

Am nächsten Tag, also am Montag, tritt Johannes seine Reise an. Erst am Abend gelangt Johannes nach Hamburg, hier findet er schon den Schnitzer vor, welcher den Bilderrahmen schnitzen soll. Dieser verspricht ihm die Rahmen zu senden, nachdem Johannes die Bestellung aufgegeben hat.

Es folgt ein Bericht über Störtebecker, den berühmten Seeräuber.

Schließlich reist Johannes wieder ab und fährt wie mit Katharina vereinbart nach Preetz, wo er zum Stift der ehrwürdigen Damen geht. Diese ähnelt dem Herrn Gehardus hat aber ein strengeres Aussehen. Er überreicht ihr das Schreiben von Katharina und bekommt einen Brief den er als Antwort an Katharina mit zurück nehmen soll. Dann begibt sich der Maler auf den Rückweg zum Hof von Junker Wulf und Katharina.

Königs Erläuterung-en und Materialien: Aquis submersus



In einer warmen Julinacht erreicht er das Dorf und will dort noch einen Handwagen organisieren, wegen des Paketes aus Hamburg. Als er Richtung Haus geht kommt er an Ottens Krug an und geht hinein. Dieser ist voll von Leuten   auch Junker von der Risch ist dort mit einer derben Dirne.

Junker Wulf ermahnt den Junker von der Risch die Finger von den Dirnen zu lasen. Er fordert den Maler auf ihn von seiner schönen Braut zu erzählen. Johannes lässt sich aber nicht provozieren und lässt sich auch nicht auf einen Streit ein, als der Junker meint der Maler kenne die Schöne in und auswendig.

Junker Kurt wird eifersüchtig doch man erzählt der Rahmen sein schon in Hamburg bestellt für das Bild. Es kommt zur Sprache, dass ein Reiterknecht den Maler im Stift bei Preetz gesehen haben soll und der Botengang von Johannes kommt ans Tageslicht. Der Maler muss die Flucht ergreifen, da ihm sonst Gefahr für Leib und Leben droht.

Interpretation

Die Lage spitzt sich nun zu und die Junker Wulf und der Junker von der Risch zeigen ihr wahres Gesicht. Die Bedrohung für die beiden Liebenden tritt nun deutlich zu Tage. Der Spannungsbogen baut sich immer weiter auf und die Geschichte erreicht einen ersten dramatischen Hochpunkt. Bereits hier kann man als Leser erkennen, dass es kaum eine Chance für die Liebenden gibt, diese Geschichte noch zum Guten zu wenden. 

Montag, 2. Mai 2016

Kapitel 7 Aquis Submersus

Inhaltsverzeichnis

Johannes hält sich nun in der Nähe des Gutshofes auf und versteckt sich. Er fürchtet die frei umherlaufenden Hunde, die den Hof bewachen. Diese nehmen seine Witterung auf, als er sich dem Hof nähert, sie machen sich durch das Unterholz auf den Weg zu ihn, als sie seine Witterung aufnehmen. Er denkt an sein Gespräch mit Herrn Gerhardhus und fühlt sich gejagd und gehetzt.

Als er auf den Hof zuläuft hört er Katharina nach ihn rufen. Sie schaut aus dem Fenster und zieht ihn in ihre Kammer, um ihn vor den herannahenden, wilden Hunden zu schützen. Er gibt ihr den Brief der Dame, berichtet von den Ereignissen im Krug und warnt, dass ihr Vorhaben aufgeflogen sei.


Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus

Sie verabreden sich für den nächsten Tag und planen ihre Flucht nach Holland. Hier wollen sie leben, wenn Johannes es zu etwas gebracht hat. Ihm ist bewusst, dass er ihr noch nicht als Ehemann genügen kann, da er nicht adelig ist und keinen hohen Rang hat. Sie hören beim Verabschieden den Junker herannahen.

Am nächsten Morgen, der Morgen dämmert schon, bricht er auf.

Ihm erscheint die Ahnin.


Interpretation / Anmerkungen.

In diesem Teil von Aquis submersus geht die Liebe zwischen den beiden Hauptpersonen unwiederbringlich verloren. Nachdem sie sich noch einmal voneinander verabschieden konnten endet der Teil der Novelle, in der es noch eine Romanze gab und die einsame Zeit des Maler Johannes bricht an.

Mit dem Ende des Kapitels, wo Storm schon deutlich ahnen lässt, dass die Geschichte kein Gutes Ende nimmt, hat der Höhepunkt bzw. der Wendepunkt begonnen: Ab hier ist Nichts mehr wie zuvor.

Quelle
 http://gutenberg.spiegel.de/buch/aquis-submersus-3489/7

Sonntag, 1. Mai 2016

Kapitel 8 Aquis Submersus

Inhaltsangabe
Er geht noch einmal in Ottens Kurg, dieser fragt ihn nach dem Vorfall mit den Junkern. Der Wirt warnt ihn auch noch einmal vor der Gewalt der Junker.

Johannes schreitet über den Hügel und schaut sich das Herrenhaus an, da er weiß, dass er dieses lange nicht mehr sehen wird.

Er trifft noch einmal auf den alten Diedrich, der sehr aufgebracht ist. Er will weiteres Unglück verhindern und erklärt Johannes, dass er den Junker mit der Anstandsdame Bas Ursel sprechen sah, zudem hätte der Junker ihn auch noch nach Johannes gefragt.

Johannes will nun mit dem Junker reden und geht zu ihm. Dort hält er um Katharinas Hand an. Der lacht ihn aus und verübt einen Mordversuch auf ihn. Als Johannes wieder zu sich kommt ist er Holland.


Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus            


Interpretation  
Mit diesem Kapitel endet die idyllische Zeit auf dem Herrensitz. Man merkt in diesem Abschnitt sehr deutlich wie mutig der Maler ist, denn er hält um die Hand von Katharina an, obwohl er weiß, dass der Junker nicht gut auf ihn zu sprechen ist und noch dazu sehr gewalttätig ist.

Als Leser weiß man bereits, dass es ab jetzt nur noch bergab mit dem Paar gehen kann, da die Liebenden ab hier immer weiter auseinander driften, auch räumlich.

Quelle

http://gutenberg.spiegel.de/buch/aquis-submersus-3489/8

Samstag, 30. April 2016

Kapitel 9 Aquis Submersus

Inhaltsangabe

Johannes ist verletzt. Er hat einen Schuß in die Brust  bekommen und Diedrich gelangt zu ihm, gibt ihm seinen Lohn für das Bild. Der Junker war wohl nicht nach Kiel gereist, berichtet Diedrich, jedoch sah man von Katharina nichts mehr. Johannes wartet auf seine Genesung.

Der Maler bekommt einen Malauftrag und fragt seine Nachtbarn nach dem Junker von der Risch aus. Dieser wolle sich bald zur Ruhe setzen und hatte sich ein Weib genommen- jedoch nicht Katharina, sondern ein altes Fräulein aus der Nachbarschaft. Katharina wurde seit Neujahr nicht mehr gesehen. Johannes beteuert er sei die ganze Zeit krank gewesen und habe diese Zeit in Holland verbracht.

Er macht sich auf den Weg zum Stift in Preetz, jedoch wird er nicht zu der Dame vor gelassen. Als er auf Junker Wulf trifft teilt dieser ihm mit, dass er die Hunde auf ihn los lassen wird, sollte er sich auf den Hof trauen. Johannes begibt sich darauf hin nach Hamburg, um dort Nachforschungen vor zu nehmen.


Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus+


Interpretation

Das Schicksal nimmt nun seinen Lauf und es gibt keinen Weg mehr, den die Liebenden zueinander nehmen können. Katharina ist spurlos verschwunden und auch ihr Bruder gibt klar zu verstehen, dass er keinen Weg zurück auf den Hof dulden wird.

Dieser Abschnitt des Textes zeigt, wie aussichtslos und hoffnungslos die Lage der Liebenden ist und wie wenig Chancen sie haben zueinander zu kommen. Kaum ein Leser kann ahnen, dass die beiden noch einmal aufeinander treffen werden. 

Freitag, 29. April 2016

Kapitel 10 Aquis Submersus

Inhaltsangabe

Das erste Heft, in dem handschriftliche Aufzeichnungen des Malers Johannes festgehalten wurden, ist nun beendet. In dem ersten Bild erkennt der Erzähler den Gönner des Malers Herrn Gerhardus, doch was zeigt das zweite Bild und wer ist der Knabe?

Er schlägt das zweite Heft auf, auf dem der selbe Spruch steht, den man auch im Haus findet.

Das zweite Heft beginnt Anno 1666, Johannes kommt zur Stadt an der Nordsee und soll ein Bild malen. Er richtet sich in eine Wirkungsstätte ein, die man im Pesel einer Witwe findet. Hier malt er ein Bild und lässt dabei auch die Gesichtzüge des Herrn Gerhardus mit ein fließen. Irgendwann kann er nicht weiter malen, er sitzt auf dem Markt und beobachtet das Gedränge.

Der Küster der Kirche ruft Johannes zu sich, er sagt er käme aus dem Norden der Stadt. Sie brauchen dringend einen Maler in seiner Gemeinde. Johannes wartet dann auf seinen Bruder, bei der er in der Zeit lebt, dieser prognostiziert Johannes, der habe einen seltenen Kopf zu malen.

Schließlich begibt sich Johannes auf den Weg zu der Arbeitsstätte. Hier soller einen den Pastor malen. Er begegnet einem schönen vier Jahre alten Jungen, der der Sohn des Pastors ist. Johannes betrachtet die Bilder der vorherigen Pastoren und will auch die geschnitzte Maria sehen, von welcher ihm sein Bruder berichtete.

Im Gespräch ereifert sich der Pastor über die Holländer.

Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus


Interpretation

Die Geschichte macht nun einen zeitlichen Sprung. Der Maler ist zu seinem Bruder gegangen, man könnte annehmen, dass sich dieser in Storms Heimatstadt Husum befindet. Hier spannt der Autor den Bogen kunstvoll zu der Kirchengemeinde hin, in der sich der Erzähler I bereits schon auf der Pastor Koppel bewegt hat. Diesen Erzähler I lässt Storm nun auch zu Wort kommen, denn er lässt diesen das zweite Heft aufschlagen.

Dies hat gleich zwei Bedeutungen: Die erste ist, dass Storm eine deutliche Trennung zwischen dem ersten Teil der Binnenhandlung und dem Zweiten vornimmt. Er lässt die Zeit im Hof klar abgegrenzt sein von der Zeit in der Gemeinde, um deutlich zu machen, wie groß das Schicksal ist, dass die beiden Liebenden wieder zusammen geführt hat.

Die nächste Begründung für die Teilung in zwei Teile durch die Hefte ist, dass Storm sehr gerne mit Rahmen und Doppelrahmen arbeitet, wenn er Novellen verfasst. Das sieht man auch sehr klar daran wie er den Schimmelreiter aufgebaut hat. 

Donnerstag, 28. April 2016

Kapitel 11 Aquis Submersus

Inhalt

Johannes malt nund den Pastor, jedoch bleibt er immer im offiziellen Bereich des Hauses und wird nie in die Wohnung gelassen. Der Junge besucht ihn immer wieder bei seiner Arbeit und ihm fällt das Besondere in den Augen des Jungen auf. Auffällig ist, dass niemand die Frau des Pastors kennt, das erzählt ihm die Magd. Er malt weiter den Lazerus, wie es ihm aufgetragen wurde. Je genauer er sich den Jungen ansieht, desto klarer wird ihm, dass es Katharinas Augen sind, die er in dem Knaben sieht.

Der Bruder und er sehen später die Gesellschaft an, die von einer Hochzeit nach Hause kommen. Die Leute wollen eine Hexe brennen sehen.

Der Maler kehrt zum Pfarrhaus zurück und wandert suchend durch den Garten. Er will dort den Jungen finden und sieht den Jungen des Hauses, der auch Johannes heißt, umher laufen. Er hört auch eine holde hohe Stimme.

Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus



Interpretation

In diesem Teil kündigt sich bereits die Katastrophe an. Johannes ist dahinter gekommen, dass es sich bei dem Knaben um den Sohn seiner Angebeteten handeln könnte. Auch wenn es sehr absurd ist, dass man ausgerechnet hier auf seinen Sohn trifft, scheint es das Schicksal zu sein.

Bei diesem Textabschnitt handelt es sich um ein letztes beruhigendes Element, welches Storm nutzt um noch einmal die Spannung zu steigern. Erst in den nächsten Zeilen wird Johannes auf Katharina treffen und die Auflösung der gesamten Zusammenhänge erfolgt.

Quelle
http://gutenberg.spiegel.de/buch/aquis-submersus-3489/11

Mittwoch, 27. April 2016

Kapitel 12 Aquis Submersus

Inhalt

Im Garten erblickt Johannes Katharina und erkennt im kleinen Johannes sein Kind. Der Priester hat sein hohes Amt durch seine Hochzeit mit ihr bekommen und so erhielt das Kind den ehelichen Namen. Sie hatte durch diese Möglichkeit Glück im Unglück.

Katharina und Johannes verspüren sofort wieder die alten Gefühle füreinander, küssen sich und kommen sich näher, als der Pastor die Szenerie betritt. Er wird rasend vor Wut und seine Frau beichtet alles, was geschehen ist. Sie und der Pastor ertränken schließlich das Kind in dem Teich.

Johannes will die Leiche seines Kindes sehen.


Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus


Interpretation

Nun hat das Unglück seinen Lauf genommen und das Kind ist tot. Es ist nun offenkundig, dass Johannes Sohn durch seinen Vater im See ertränkt wurde und das die Inschrift im Bild somit zurecht die bereits vermutete Bedeutung hat. In diesem und im letzten Teil wird noch einmal deutlich wie sich die Fäden der Katastrophe entspinnen und das Unglück sich seinen Lauf genommen hat.  

Dienstag, 26. April 2016

Kapitel 13 Aquis Submersus

Inhalt

Johannes besucht seinen toten Sohn und beginnt zu malen. Katharina kommt im schwarzen Trauerkleid  und schreibt in die Ecke des Bildes die Buchstaben

C. P. A. S. hinein. Diese Buchstaben bedeuten

Ertrunken durch die Schuld des Vaters.

Auch der Pastor kommt herein und weint bittere Tränen. Doch Johannes lässt dann den Pastor und seinen toten Sohn zurück. Ebenso lässt er Katharina dort.

Die Handschrift endet mit diesen Erzählungen und enthält noch den Satz" Der Maler wurde nie berühmt, jedoch fand das Lazerusbild in der Chronik Erwähnung.


Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus


Interpretation

Im letzten Schritt schließt Storm den Rahmen wieder und umschließt so die Binnenhandlung. Er lässt die Aufzeichnungen des Malers enden und wir erfahren auch nicht mehr über sein weiteres Leben. Storm lässt uns nur wissen, dass aus Johannes kein berühmter Maler wurde. Das zeigt, dass die Figur eigentlich nur für Geschichte wichtig war und sein Lebensweg ansonsten egal ist.

Hiermit endet die Novelle vom Jungen, der durch die Schuld seines eigenen Vaters ertrunken ist. 

Montag, 25. April 2016

Über Aquis submersus

Storm schrieb die Novelle Aquis Submersus früher als den Schimmelreiter. Er brachte die Erzählung zunächst in einer Zeitschrift heraus, in der deutschen Rundschau. Sie erschien 1876. Später erschien die Novelle in veränderter Form als eigenständiges Buch. Dies war 1877 der Fall. 

Die Novelle stammt aus der Feder von Theodor Storm, der für seine Novellen mit einem heimatlichen Bezug bekannt war. Die Entstehung und Veröffentlichungszeit der Novelle fällt in die Epoche des Realismus, wofür es auch zahlreiche Hinweise gibt. Zwar sind die Erzählperspektiven der Binnenhandlung und der Rahmenhandlung beide in der Ich Perspektive angesiedelt, dennoch kann man die Novelle dem Realismus zurechnen: Die Handlung wird so objektiv dargestellt wie es nur möglich ist und die damalige Zeit mit all ihren Schwierigkeiten und politischen Unwegbarkeiten wird in der Novelle aufgegriffen. Trotz des hochemotionalen Inhalts der Novelle beschränkt sich Storm auf eine Darstellung, welche im Rahmen bleibt und somit auch als realistisch bezeichnet werden kann. 

Storms aufwändige und komplizierte Rahmenkonstruktion erlangt große Aufmerksamkeit. Diese Rahmenkonstruktionen für die Novellen wendete er häufiger an, sie ist auch im Schimmelreiter zu finden: Genau wie im Schimmelreiter schafft es Storm auch bei Aquis submerus eine Verbindung zwischen der Binnenhandlung und der Rahmenhandlung her zu stellen, indem er beide Handlungsteile an einem gemeinsamen Ort stattfinden lässt.  Bei Aquis submersus ist es die Koppel bei dem Pfarrhaus in dem Dorf nahe der Stadt, welche man als Husum sehen kann. Beim Schimmelreiter ist es der Dorfkrug, in dem der Ich Erzähler I einkehrt und die Geschichte des Deichgrafen durch den Schulmeister erzählt bekommt.

Sonntag, 24. April 2016

Quellen für die Beiträge zu Aquis Submersus


https://de.wikipedia.org/wiki/Aquis_submersus
http://www.grin.com/de/e-book/105858/storm-theodor-aquis-submersus-interpretation-der-novelle-mit-bezugnahme
https://books.google.de/books?id=0X2oCrzQyKkC&pg=PA163&lpg=PA163&dq=aquis+submersus+interpretation&source=bl&ots=UoNdpRBjst&sig=3JtrjNpEoM8KOBGkIIiwhI4OyGc&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiI9OrioMPMAhWNDBoKHSfXBwwQ6AEIUTAH#v=onepage&q=aquis%20submersus%20interpretation&f=false

Samstag, 23. April 2016

Aquis submersus Personenkonstellation

In Aquis submersus handeln die Personen auf verschiedenen Ebenen. Man muss unterscheiden ob die Personen in Aquis submersus der Rahmenhandlung angehören oder ob sie zu der Binnenhandlung zu rechnen sind. 

Die Verbindung  zwischen der Rahmenhandlung und der Binnenhandlung ist die Aufzeichnung durch den ich Erzähler Johannes. Dieser steht mit den anderen in den Aufzeichnungen vorkommenden Personen in Verbindung.

Die innigste Verbindung hat er außer zu Katharina noch zu dem Gönner Herr Gerhardus, welcher jedoch in der Geschichte nicht handelt, sondern bereits tot ist. 

Ansonsten sieht sich Johannes bei den Bewohnern und Freunden des Hauses viel mit viel Feindschaft konfrontiert. Er hat nicht nur die beiden Junker gegen sich, sondern auch die Anstandsdame, die ja auf Katharinas Tugenhaftigkeit aufpassen soll. Diese mag nämlich Katharinas Ehemann in Spe sehr und hat auch ein wachsames Auge auf Katharina. 


Freitag, 22. April 2016

Charakteristik Der Maler Johannes Aquis Submersus

Der Ich Erzähler  Johannes hat mehrere Begegnungen mit der Tochter seines Gönners.

1. Treffen
In diesem Alter war sie noch ein Kind von grade einmal neun Jahren alt. Sie war ein Dirnlein und hatte braune Zöpfe. Sie spielten miteinander und waren freundschaftlich miteinander verbunden.

Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus

2. Treffen
Beim zweiten Treffen war sie schon fast eine Jungfer, da sie inzwischen schon deutlich herangewachsen war. Sie hatte auch eine Anstandsdame bei sich, die Urs Basel, die darauf achten soll, dass kein Mann mit ihr zu viel Nähe aufbaut. Die junge Dame war sich aber ihrer Anziehungskraft schon bewußt, da sie sehr offenkundig mit dem Maler Johannes flirtet. Sie hat auch einen treuen Fan in dessen Widersacher, der Junker Kurt von der Risch hat ebenfalls Interesse an der Schönen.

Als Johannes sich nach dem Treffen auf macht in Richtung Amsterdam fällt ihm auf, dass die Schöne ihn an die griechische Helene erinnert.

Johannes hat keine adelige Stellung und ist sich dessen auch bewusst. Ihm ist klar, dass seine fehlende gesellschaftliche Stellung seinem Liebesglück mit Katharina im Weg steht, auch wenn er schon sehr lange Gefühle für sie hegt.

Er malt sie und in diesem Bild ist klar erkennbar, dass er deutliche Gefühle für sie hat. Dies fällt auch der Anstandsdame - Bas Ursel, sofort auf. Johannes ist von Anfang an sehr erschrocken darüber, dass sie verlobt ist, jedoch kann er dies nicht ändern. Die gesellschaftlichen Bedingungen zwingen ihn dazu sich zurück zu ziehen.

Johannes ist ein Mann, der sich nicht alles gefallen lässt. So weißt er Junker Wulf darauf hin, dass dessen Hunde unerzogen sind, als er sich zum ersten Mal nach langer Zeit wieder auf dem Hof einfindet. Auch wenn dies kein Gefallen bei Junker Wulf auslöst lässt sich Johannes davon nicht einschüchtern.

Für Katharina ist er bereit erhebliche Risiken einzugehen. Ihm ist klar, dass das Überbringen der Botschaft an die Katharinas Verwandte in Preetz einem Verrat gleich kommt. Auch wenn sein Vertraute, der alte Diedrich, ihn vor den Junkern und deren Aggressivität warnt, lässt sich Johannes davon nicht einschüchtern. Die Liebe zu Katharina ist Johannes sogar so wichtig, dass er noch einmal um ihre Hand anhält, nachdem es zur Aufdeckung seines Botenganges kam. Ihm schien in diesem Moment schon bewusst gewesen zu sein  in welcher brisanten Lage sich Katharina befindet.

Er hat aber keinen Sinn für die harte Realität, so erträumt er sich trotz der Umstände eine rosige Zukunft mit Katharina in Holland, obwohl ihm klar sein dürfte, dass dies fast aussichtslos ist. Als er erfährt, dass seine Geliebte fort ist, ist Johannes außer sich. Er kann jedoch nichts dagegen unternehmen und findet auch keine Helfer, die ihm in dieser Situation einen Ausweg ermöglichen.

Das Johannes ein Mann mit Intuition ist, das merkt man daran, dass er seinen Sohn, der ihm gegenüber steht, sofort als das Kind von Katharina erkennt. Er erkennt es an Hand von dessen Augen und  zieht sofort die korrekten Schlüsse, obwohl es sich hierbei ja um das unwahrscheinlichste Ereignis was nur denkbar ist handelt.

Donnerstag, 21. April 2016

Beschreibung von Katharina aus Aquis Submersus

Katharina ist die schöne Schwester von Junker Wulf und eine Freundin von Johnannes. Die beiden kennen sich bereits von Kindheit an. Bereits der erste Abschied von Katharina und Johannes fällt ihr schwer, denn sie ist traurig, als Johannes aufbricht um in Holland eine Ausbildung zu amchen.

Sie hat braune Locken und trägt eine Haube. Ihr junger Körper ist voller Wiedersehensfreude, als sie Johannes wieder sieht, was zeigt wie wichtig er ihr ist.

Sie hat  die Stirn vom Vater geerbt und den Liebreiz also ihre Schönheit von der Mutter. Sie bittet Johannes um Hilfe, da sie sich von ihrem Bruder Junker Wulf bedrängt fühlt.

Katharina ist dem Aberglauben zu getan. So hält sie es für möglich, dass die Verwandte immer wieder dann erscheint, wenn der Familie Unglück droht.

Die Liebe zwischen Katharina und Johannes ist ungebrochen, auch nach dem sie ganze fünf Jahre getrennt waren ist ein Wiedersehen sofort wieder mit den selben Emotionen verbunden, die auch bei Johannes Fortgehen vorhanden waren. 

Mittwoch, 20. April 2016

Der alte Diedrich Beschreibung Aquis submersus

Der alte Diedrich ist ein Mitbewohner auf dem Hof von Junker Wulf und Katharina. Er ist auch ein enger Vertrauter von Johannes und charakterisiert und beschreibt die dort lebenden Figuren und Personen sehr genau. Er ist ein alter Mann, als Johannes das letzte Mal auf den Hof gelangt.

Er ist es auch, der Johannes die Todesnachricht überbringt und der Johannes begrüßt. Er reflektiert die Personen und Ereignisse sehr klar, jedoch bekundet er sei selbst ein höriger Mann. Auch den niedrigen Stand von Johannes bedauert er sehr.

Der alte Diedrich fragt Johannes nach den Junkern und hat dann bereits eine Ahnung, das böse Dinge bevor stehen. Er bittet Johannes ihm zu vertrauen und vorsichtig zu sein. So ist der alte Diedrich Johannes gegenüber auch immer loyal und offen, er ist ein enger Vertrauter und eine vertrauenswürdige Person. 

Dienstag, 19. April 2016

Charakteristik Der Ich Erzähler Johannes Aquis submersus

Der Ich Erzähler eröffnet das Werk Aquis Submersus mit einigen Informationen über sich selbst. Er gibt bekannt, dass er selbst in dem Dorf gelebt hat, in welchem sich der Schluss der Binnenhandlung abspielt und verkündet, dass er mit dem Sohn des Pastors in Freundschaft verbunden war. Er erklärt, dass sie auf der Koppel, auf welcher der Junge aus dem Bild später ertrinkt, regelmäßig gespielt haben.

Bereits in jungen Jahren hat ihn das Bild des ertrunkenen Jungen an der Wand der Kirche interessiert. Er hat sich für die Rätsel hinter den Buchstaben C.P.A.P interessiert und wollte darüber Auskünfte erlangen.

Der Erzähler besucht schließlich die Universität und kommt erst dann wieder in sein Dorf zurück, als er eine Unterkunft für jemand sucht.

Daraus kann man schließen, dass er
  • neugierig ist
  • gebildet
  • weit gereist
  • wenig heimatverbunden ist
Über den Ich Erzähler kann man noch berichten, dass dieser von Storm nur dazu geschaffen wurde die Binnenhandlung ablaufen zu lassen. Storm lässt es sich jedoch nicht nehmen eine kunstvolle Verbindung zwischen Johannes, dem Kunstmaler und dem namenlosen Ich Erzähler der Rahmenhandlung zu schaffen. Dies gelingt ihm, indem er die Handlungen auf der Koppel des Pfarrhauses ablaufen lässt. Hier spielt sich nicht nur der dramatische Tod des kleines Johannes ab, sondern der Ich Erzähler der Rahmenhandlung verbringt hier auch einen guten Teil seiner Kindheit, spielend und mit dem Sohn des Pastors.  Dieser Umstand beinhaltet auch eine gewisse Ironie.

Montag, 18. April 2016

Junker Wulf Aquis submersus

Junker Wulf ist der Sohn des Herrn Gerhadus und der neue Hausherr nach dessen Tod. Er hat nun nicht nur das Sagen über den gesamten Hof, sondern auch über seine Schwester, die er mit seinem Freund Junker von der Risch vermählen will.

Zu Johannes hat der Junker Wulf keine gute Verbindung, er macht sich über den Maler und dessen Kleidung lustig, auch fragt er ironisch ob er diesen nun mit "Sieur" anreden müssen. Das ist auch eine Anspielung auf dessen niedrigen Stand.

Er hat eine drohende und aggressive Grundhaltung, was man auch an seinen wilden und unerzogenen Hunden sieht. Diese drohende Haltung zeigt sich auch verbal, er lässt keinen Zweifel daran jeden Menschen aus den Weg räumen zu wollen, der ihm im Wege steht. Er sagt den "heztt er in den des Teufels Rachen".

Als Junker Wulf vom Versuch Katharinas erfährt ist er außer sich und scheut sich auch nicht vor mehrfacher Gewalt an Johannes.



Sonntag, 17. April 2016

Aquis submersus Urs Basel Charakteristik

Die Anstandsdame des Hauses hat die Aufgabe auf Katharina auf zu passen. Sie hat ein strenges Auge auf die ihr angetraute junge Frau. Sie ist in der klassischen Tracht der Kindermädchen. In schwarz gekleidet mit einer Krepphaube als Kopfbedeckung ist sie eher eine unscheinbare Erscheinung: Dieser Eindruck wird noch verstärkt durch ihre schwindende Gestalt. Sie ist schon eine alte Dame und scheint keine große, stattliche Statur zu haben, sondern eher gebrechlich. Sie geht am Stock.


Sie hat ein feines Gespür, denn sie merkt sofort, dass Johannes Gefühle für Katharina nicht freundschaftlicher Natur sind. Sie sieht das sofort daran, dass Katharinas Blick auf dem Bild besonders liebevoll ausgesehen hat. Doch anstatt den Liebenden ihr Glück zu gönnen holt sie Katharina gleich weg.

Urs Basel ist gebildet, sie spricht französisch und hat auch ansonsten eine gute Ausdrucksweise.
Sie findet, dass Junker von der Risch ein guter Typ ist, sie mag ihn sehr.  Dennoch hat sie auch für Johannes positive Empfindungen, als man die Hunde auf ihn hetzen will setzt sie sich für ihn ein.

Trotz ihrer unaufälligen Aussehen sorgt sie für gute Laune bei Tisch, denn sie eine sehr gesprächige Person.

Freitag, 15. April 2016

Charakteristik Herr Gerhardus Aquis submersus

Gerhardus ist der alte Gönner und Schirmherr von Johannes. Er kennt Johannes schon von Kindertagen an und Johannes macht sich auf den gefährlichen und beschwerlichen Weg zu ihm. Die Kriegstage und die umherlaufenden gefährlichen Menschen machen diesen Weg sehr schwer und riskant. 

Als Johannes auf dem Hof eintrifft stellt er fest, dass sein Gönner Herr Gerhardus tot in der Kapelle aufgebarrt ist. Das dieser ein Mann mit Einfluss gewesen ist merkt man daran, dass die Beerdigung viele Besucher anzieht.

Donnerstag, 14. April 2016

Junker von der Risch Charakterisierung Aquis submersus

Junker von der Risch hat bereits Menschen viel Leid angetan. Man erfährt, dass er in Kiel bereits Leute erschossen habe und noch dazu einen Hang zu Waffen hat. Er sammelt diese.  Zudem berichtet der alte Diedrich über ihn, dass er Spaß daran hätte Menschen zu demütigen, so hätte er einen Mann im Unterhemd durch die Straßen geschickt, um dort zu geigen.

In der gesamten Novelle zeigt sich wie unfreundlich und untugendhaft Junker von der Risch ist. Er schreit den Wirt an und hat auch Kontakt zu Dirnen. Hier wird er sogar von seinem Freund und fast Schwager Junker Wulf ermahnt. Beide machen sich im Wirtshaus zunächst einen Spaß daraus den Kunstmaler Johannes zu verhöhnen und ihn dann zu bedrohen, nachdem heraus kommt, dass Johannes Botengänge macht.

Von der Risch scheint zu Katharina jedoch keine tiefen, romantischen Gefühle zu haben. Er wendet sich ohne Probleme einer anderen Frau zu nachdem seine ursprüngliche Braut Katharina von der Bildfläche verschwindet.

Storm lässt in von der Risch  jenen Teil der Bevölkerung erscheinen, den er auch in seinem persönlichen und realen Leben scharf kritisiert. 

Donnerstag, 7. April 2016

Kapitel 2 Aquis Submersus

Inhalt

Es ist 1667 ein Sonntag Cantate auf Hostenbad. Der Ich Erzähler II, in der Person des Malers Johannes, will seinen Protektor Herrn Gerhardius treffen. Dieser hatte in Jena Jura studiert und wurde dann der Berater. Er war ein Schüler von der Helbst.

Als der Krieg kam und wieder ging hinterlies der Krieg viele Spuren ( Anmerk. es handelt sich hierbei um den 30 jährigen Krieg ) und der Erzähler will die Spuren des Krieges belegten. Er nimmt die gefährliche Reise in Kauf um seinen Gönner wieder zu sehen. Gefahren lauern über all, da Diebe und Räuber umher ziehen, ebenso wie Wegelagerer und Soldaten, die nun ohne Beschäftigung sind. Er betont, dass sein Herr ihm immer loyal gesinnt war es jedoch mit der Holstentreue nicht sehr genau nahm, Er hatte doch freundliche Bekanntschaft mit dem schwedischen Offizier gehalten.

Auf dem Landgut angekommen trifft Johannes Katharina wieder, diese kennt er noch als kleines Mädchen von neun Jahren. Er erzählt, dass der Junker Wolf um sie warb, doch sie lacht über ihn.
Beim letzten Heimaturlaub bei dem Herrn Gerhardus war sie schon fast eine Jungfrau, jedoch hatte eine Anstandsdame, die Bas Ursel immer über sie gewacht.

Seinen alten Feind Junker Kurt begegnen sie auch wieder. Dieser möchte Katarina für sich gewinnen. Bas Ursel findet Gefallen am Junker Kurt und dessen Auftreten. Katarina flirtet ein wenig mit ihm, jedoch ohne Folgen. Er soll bald aufbrechen und sich auf eine Reise machen diese soll in Richtung Amsterdam gehen.

Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus

Interpretation

In den Unterlagen, welche der Ich Erzähler I findet erzählt nun wiederum Johannes von seinen Erlebnissen. Dieser nimmt wieder eine Rückblende vor, indem er die Zeit erzählt, als er den Abschied von seinem Gönner und Mentor vornahm und sich aufmachte in Richtung Amsterdam. Man kann auch sehr deutlich sehen, dass sich hier bereits eine romantische Verbindung zwischen Katharina und dem Maler aufbaut.

Der Erzähler schildert außerdem sehr deutlich wie schlimm die Zustände in der damaligen Zeit waren und wie viel er auf sich nimmt, um seinen Mentor wieder zu treffen. Die Nachkriegzeit scheint von den umherziehenden Söldnern geprägt worden zu sein, die überall auf neue Opfer lauerten. Wege zurück zu legen war somit nicht nur beschwerlich, sondern auch noch gefährlich.


Quelle
http://gutenberg.spiegel.de/buch/aquis-submersus-3489/2

Montag, 4. April 2016

Kapitel 5 Aquis Submersus

Inhaltsangabe

Katharina kommt aus dem Zimmer des Herrn Gerhardus hinein, Johannes hat die Leinwand schon vorbereitet. Katharina ist verzweifelt, weil sie verheiratet werden soll, ihr Bruder will das so. Sie hasst ihren künfigen Ehemann jedoch. Johannes schlägt vor, dass sie bei ihrer Verwandten um Schutz ersuchen soll. Da Johannes sich nach Hamburg begeben will könnte er einen Umweg über Preetz machen und eine Nachricht überbringen.

Nach diesem Gespräch geht alles wieder seinen normalen Gang und er malt sie mehrer Tage lang unbehelligt.

Junker Kurt besucht sie eines Tages beim zeichnen, Katharina aber lehnt seine Annährungen angewiedert ab. Die Zeit vergeht, man merkt, dass Johannes und Katharina diese lieber still stehen liesen. Sie übergibt ihm den geheimen Brief an die Base, als er beim Zeichnen seines Bildes schon in den letzten Zügen liegt. In all dieser Zeit fühlt er sich von dem Gemähde der Frau beobachtet.

Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus

Kathrina kann zu der Frau einiges erzählen, diese soll ihr eigenes Kind verflucht haben, welches schließlich ertrunken sei. Noch heute sollen dort Schachtelhalm und Binsen dort aus dem Boden wachsen.  Immer wenn einem Mitglied der Familie leid droht, soll sie sich zeigen. Die Frau hätte ihr Kind verflucht, da sie nicht den Vetter der Mutter heiraten wollte und jemanden anderes liebt. Dieser hätte aber auf Grund von Standesunterschieden nicht ihr Mann werden können.

Als Bas´Ursel sieht wie Johannes Katharina auf dem Bild dargestellt hat, erkennt sie, dass die beiden sich gefühlsmäßig aneinander angenähert haben. Johannes leugnet dies aber, er schiebt dies auf die Notwendigkeiten der Kunst. Die Base holt Katharina dort weg, da sie findet Johannes kann auch ohne sie weiter malen.

Interpretation

Storm nimmt durch die Geschichte der Frau auf dem Gemälde einen Kunstgriff vor. Er nimmt die tragische Geschichte von Aquis submersus voraus und lässt diese durch Katharina erzählen. Tragischerweise scheint man als Leser bereits zu erahnen, dass sich genau das Gleiche für diese Generation von Liebenden zu wiederholen scheint.

In diesem Abschnitt wird immer deutlicher, dass Katharina und Johannes eigentlich füreinander bestimmt wären, dass diese Liebenden jedoch auf Grund der Gesellschaft nicht zusammen kommen können.

Auch hier sind es wieder Gemälde die eine zentrale Rolle in der Erzählung spielt und die Storm helfen Randgeschichten in die Geschichte mit ein zu binden. So entsteht eine komplexe und düstere Geschichte voller Spiegelungen und Vorausschauen und mit vielen interessanten Teilaspekten. 

Donnerstag, 3. März 2016

Orte und Reale Orte in Aquis Submersus

Storms Werke haben zum großen Teil einen starken regionalen Bezug. Dies brachte ihm auch den Ruf ein ein Heimatdichter zu sein. Für die damalige Zeit nicht gerade eine Auszeichnung. Erst mit den letzten großen Altersnovellen konnte er sich von diesem Ruf befreien. Man findet in Aquis submersus verschiedene Orte wieder.

Die Idee zu Aquis Submersus entstand bei Storm, da er in der Kirche von Drelsdorf, einem Ort nahe seiner Heimatstadt Husum zwei Bilder fand: Zum einen das welches die Pastorenfamilie zeigte und eins vom Sohn des Pastors mit der Inschrift„Henricus Bonnix, aquis incuria servi submersus obyt Ao 1656, 7 May, aetatis 10“  Übersetzt besagt die Inschrift, dass der Sohn Heinrich Bonnix  durch die fehlende Achtsamkeit des Dieners verstarb, verstarb, infolge der Unachtsamkeit eines Dieners im Wasser untergegangen, im Jahre 1656 am 7. Mai mit 10 Jahren . Quelle wikipedia

By Joachim Müllerchen (Joachim Müllerchen) [CC BY-SA 2.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.en), GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

Doch nicht nur dieses Bild inspirierte Storm. Auch die Dorfkirche im Buch ist einer realen Kirchen nachempfunden. Die Kirche von Hattstedt ( siehe Abbildung ) findet man in der Novelle wiedergegeben. Dieses urtümliche Gotteshaus wurde für Storm zur Kulisse des finalen Dramas. Hier verbrachte Storm selbst viel Zeit.

Storm verwendete für seine Novelle viele Quellen aus der Region als Inspiration. So zog er die Husumer Nachrichten hin zu und studierte die Kieler Tageszeitungen. 

Amsterdam galt zur damaligen Zeit als die Hauptstadt der Maler. Ein guter Grund für Storm den Hauptcharakter nicht nur zur Ausbildung nach Holland zu schicken, sondern ihn auch noch seine Flucht in Richtung Holland antreten zu lassen. 

Mittwoch, 2. März 2016

Aquis submersus Sprache

Sprache

Die Sprache lässt sich nicht einfach in einem Zuge beurteilen, sondern man muss berücksichtigen, dass mehrere Jahrzehnte, wenn nicht gar mehrere Jahrhunderte zwischen der Handlung im Rahmen und der Binnenhandlung liegen.

Unterschiedliche Sprachgestaltung in der Rahmenhandlung und in der Binnenhandlung

Storm macht bewußt Unterschiede zwischen der Binnenhandlung und der Rahmenhandlung, wenn es darum geht die sprachliche Gestaltung vor zu nehmen. Während er in der Rahmenhandlung eine (damals) zeitgemäße und normale Sprache verwendet, erkennt man in der Binnenhandlung sehr deutlich, dass man sich in einer anderen, einer längst vergangenen Zeit befindet. Hier benutzt er auch Worte, die so nicht mehr im Sprachgebrauch zu finden sind. Das mittelalterliche Wort Junker zum Beispiel, welches man zu Storms Lebzeiten nicht mehr unbedingt im alltäglichen Sprachgebrauch der Mitmenschen fand.

Sozialer Stand und Sprache

Man kann an der Sprache der in der
Binnenhandlung handelnden Personen zudem ablesen, dass sie sich in einer höheren Gesellschaftsschicht befinden. Zwar ist die Sprache altertümlich und unmodern gehalten, aber sie ist als gehobene Sprache zu bezeichnen. Die Schwester des neuen Burgherren ist ja auch von einem hohen sozialen Stand, wie man auch der Tatsache ablesen kann, dass sie auf einem großen Gut leben.


In der Kneipe, wo sich auch die Junker mit dem Maler Johannes treffen, findet man ein anderes sprachliches Mileu vor. Hier ist die Sprache rau und sehr maskulin.

Sprache in der Novelle

Die Novellen an sich haben es an sich, dass sie eine möglichst klare Sprache benötigen. Auf Grund ihrer Kürze und der besonderen Struktur kann sich eine Novelle keine großen Sprachlichen Besonderheiten leisten. Die Novelle zeichnet sich grade durch die Darstellung eines unerhörten Ereignisses aus, so dass es nötig ist dies auch sprachlich dar zu stellen. In Aquis submersus ist die Sprache einfach und ohne besondere Höhen und Tiefen.

Latein in Aquis submersus

Die Sprache der Novelle ist sehr einfach gehalten - Jedoch sagt ja bereits der Titel, dass man es hier mit lateinischen Begriffen zu tun hat. Diese fand man früher vor allem im Bereich der Kirche vor. Hier war das Latein nicht mehr weg zu denken aus dem sprachlichen Alltag und wurde in vielen Teilbereichen verwendet. Die Novelle beinhaltet aber keine lateinischen Passagen oder längere Textstellen in Latein. Somit war sie auch für Leser ohne einen intensiven -Lateinwortschatz lesbar. Zu Storms Zeit kannten sich ja auch die wenigsten Leser der Novelle mit der lateinischen Sprache aus. Für Storm als Juristen gehörte sie zur Grundausbildung dazu. 

Aquis submersus Interpretation

Interpretation
In der Novelle Aquis Submersus von Theodor Storm, die erstmals 1876 erschienen ist, geht es um eine tragisch verlaufende Liebesgeschichte zwischen dem Erzähler, dem Maler Johannes und der Tochter eines Junkers, Katharina.

Die Handlung ist, wie für Novellen typisch, in eine Rahmenhandlung eingebetten. Die äußere Handlung dreht sich um einen Erzähler, dessen Faszination für ein gewisses Bild ihn schon von Kindertagen an begleitet. Es zeigt einen toten Jungen und eine rätselhafte Inschrift. Ihm erschließt sich nicht, wofür die Buchstaben C.P.A.S. Stehen.

Durch Zufall kommt er der Geschichte des Bildes auf die Spur, indem ihm ein altes Manuskript in die Hände fällt. Es handelt sich hierbei um die Aufzeichungen um die Geschichte des Malers, welches in das Jahr 1661 zurück geht.

Damals wütete der 30 jährige Krieg und dessen Spuren sind noch nicht beseitigt. Das Land war verwüstet und überall fand man noch Soldaten, die die Gegend unsicher machten vor. Da Aquis Submersus zu einer Zeit entstand, in welcher Schleswig-Holstein von Preußen annektiert wurde, findet man diese historischen Elemente auch in aquis submersus.

In der Region, welche noch vom Krieg gezeichnet ist, kehrt der Kunstmaler von seinem Studium in Amsterdam zurück zu seinem Freund. Sein Freund Gerhardus war eine Art Vater, jedoch trifft er diesen nur noch tot in der Kapelle an. Der neue Hausherr, Gerhardus Sohn Junker Wolf ist dem Besucher gegenüber nicht wohl gesonnen. Dieser plant seine Schwester Katharina, für die der Maler schon lange schwärmt, mit dessen Feind Juker Kurt zu verheiraten. Aus diesem Anlass soll der Maler ein Bild der Schönen malen. Im Zuge der Malarbeiten kommen sie sich näher und planen ihre Flucht, doch der Plan lässt sich nicht in die Tat umsetzen. Johannes muss um sein Leben fürchten.

Das Ziel der Flucht ist Holland, Johannes will Katharina nachholen, jedoch gelingt dies nicht. Er erfährt zu spät, dass diese verheiratet wurde, mit einem Geistlichen. So zieht er zu seinem Bruder und beginnt ein neues Leben. Im Laufe seiner Tätigkeit wird er an den Hof eines Pfarrers gerufen, welchen er portraitieren soll. Dieser hat einen Sohn, der ihm auch begegnet. Nach einer Weile erkennt Johannes, dass es sich bei dem Pfarrer um den Mann von Katharian handelt und bei dem Kind um seinen Sohn. Es kommt zur Katastrophe, im Zuge dessen man seinen Sohn ertränkt. Der Pfarrer zwingt Johannes ein Bild zu malen mit der Aufschrift Culpa Patris Aquis Submersum.

Die Szenerie

Storm lässt die Geschichte in zwei Epochen spielen. Zunächst wäre da die Rahmenhandlung, welche sich ungefähr zu Storms Zeiten zugetragen haben kann. Hier ist jedoch der genaue Zeitpunkt nicht bekannt. Viel wichtiger hingegen ist die Zeit, in der die Binnenhandlung spielt. Zur Zeit des 30 jährigen Krieges war die Welt elend, bedrohlich und voller Schrecken. Alle waren noch gezeichnet vom Krieg und man fühlte sich seines Lebens nicht mehr sicher. Die rauhen Sitten der damaligen Zeit, in der sich die Binnenhandlung ereignet, spiegelt sich im gesamten Buch wider. Hier gilt ein Menschenleben nicht viel, hier wird mit den unliebsamen Nebenbuhlern kurzer Prozess gemacht und hier gilt das Recht des Stärkeren. Und auch die Frauen hatten damals herzlich wenig Rechte.

Der Aufbau

Der Autor lässt die Binnenhandlung in einem Rahmen ablaufen. Diesen bildet er, indem er den Erzähler ein Manuskript lesen lässt, welches die Geschichte rund um das Bild und den Jungen beinhaltet. Das Manuskript teilt sich in zwei Teile, diese geben dann der Haupthandlung ihre zwei geteilte Aufmachung. Im ersten Tagebuch lernen wir den Maler Johannes kennen, seine Beziehung zu Katharina und dessen dramatische Entwicklung. Das erste Tagebuch endet damit, dass ihre Fluchtpläne offenbart wurden und sich Johannes aufmachen um, um sein Leben zu retten. Erst im zweiten Hauptteil, welcher im zweiten Manuskript Teil beginnt entläd sich die Katastrophe. Somit stellt das Ende des Ersten Buches, beziehungsweise der Beginn des zweiten Buches einen Wendepunkt dar.

Die Erzählweise


Stroms Erzählweise ist dramatisch und düster. Alles vollzieht sich in einer dunklen Umgebung voller Gewalt, Zerstörung und poltischen Unruhen. Die Hauptdarsteller sind in einer Geschichte verwoben, welche ähnlich wie bei Romeo und Julia aussichtslos und deprimierend ist. Auch der Ausgang der Geschichte verspricht nicht sehr viel mehr Fröhlichkeit. Im Gegenteil, die Erzählweise wird um so deprimierender, je weiter man im Text voran schreitet.


Da es sich bei der Perspektive, in der die Geschichte dargestellt wird, um die Ich Perspektive handelt schafft der Autor eine Nähe zwischen dem Leser und den erzählten Inhalten. Man bekommt einen intimen Einblick in die Gedankenwelt und das Gefühlsleben des Erzählers. Sowohl Johannes, als auch das Wesen und Sein des Erzählers in der Rahmenhandlung wird sehr deutlich. Das, wie wir den Verlauf der Ereignisse als Leser wahrnehmen und bewerten ist maßgeblich von der Sichtweise und der Wahrnehmung der Erzähler abhängig. Diesen Mangel an Objektivität verursacht die Erzählpersektive, welche Storm verwendet hat.  

Montag, 22. Februar 2016

Der Schimmelreiter alles Wichtige auf einen Blick

Kapitel 1

Erzähler I sitzt bei seiner Urgroßmutter und liest über den Mann, der am Deich entlang reitet in einem Buch.

Erzähler II Reitet den Deich entlang und gelangt an ein Wirtshaus, nachdem ihm am Deich der Schimmelreiter erschien.  Er hat dort ein Gespräch mit dem Deichgrafen und mit dem Schulmeister, dieser erzählt die Geschichte von Hauke Haien und den anderen Ereignissen.

Interpretation
 Rahmen I und Rahmen II werden eröffnet, sowie die Binnenhandlung 

Kapitel 2

Tede Haien ist der Vater des fähigen Deichgrafen. Hauke ist schon früh an Mathematik interessiert und eignet sich mit Hilfe einen holländischen Euklid die Grundlagen an. Hauke erkennt bereits früh, dass die Deiche nicht richtig gebaut sind

Kapitel 3

Hauke zieht es immer wieder hinaus zum Deich. Hier sieht er, obwohl er kein abergläubischer Mensch ist, Gestalten und Wesen im fernen Nebel.
Er wächst heran und lebt vor sich hin. Dabei tötet er den weißen Angora Kater von Trine Jans, da dieser ihm eine Beute streitig macht. Es kommt zu einem Eklat.

Kapitel 4

Dieser Eklat setzt sich fort. Hauke und sein Vater reden über den toten Kater. Es muss eine Entschädigung für Trine Jans her. Hauke soll nun ausziehen und man kommt zu den Schluss, dass man Hauke als Helfer beim amtierenden Deichgrafen bewerben kann. Dieser hat einen Kleinknecht gekündigt, welcher stark getrunken hatte. Es kommt zu einem Bewerbungsgespräch.

Kapitel 5 

Hauke bekommt die Stelle als Kleinknecht und hat in dem Großknecht Ole Peters einen Widersacher. Ole hasst ihn, da Hauke beim Deichgrafen großes Ansehen genießt. Dieser hat eine Schwäche im Rechnen und lässt sich nur zu gern vom mathematikbegeisterten Hauke helfen. Hauke freundet sich auch mit der Tochter Elke des Deichgrafen an.
Als eine Deichinspektion durch den Oberdeichgrafen ansteht findet dieser lobende Worte. Es scheint offenkundig, dass diese Verbesserungen durch das zu tun von Hauke zu Stande gekommen sind.

Kapitel 6

Hauke ist nun in seinem dritten Dienstjahr
Es findet ein Eisboßel Tunier statt. Hauke nimmt nach einigem Zögern teil. Ole Peters ist Schiedsrichter

Kapitel 7

Fortsetzung des Boßeltuniers, Hauke kauft einen Ring für die Verlobung, trägt diesen fortan in seiner Westentasche. Der alte Deichgraf Tede Volkerts wird langsam kümmerlich.

Kapitel 8

Tede Haien, Haukes Vater, liegt im Sterben. Er vererbt Hauke eine Fenne und bringt ihm damit näher an die Position des Deichgrafen.
Hauke und Elke verloben sich.

Kapitel 9

Tede Volkerts stirbt. Auf der Beerdigung wird über seine Nachfolge gesprochen. Zunächst in Jewe Manners im Gespräch, der aber aus Altersgründen ablehnt. Durch diese Umstände geben Elke und Hauke ihre Verlobung bekannt und Hauke wird trotz seiner jungen Jahre der Nachfolger seines Schwiegervaters.

Kapitel 10

Elke und Hauke sind inzwischen verheiratet und Hauke ist Deichgraf geworden. Nach siebenjähriger Amtszeit, in der Hauke hart arbeitet und alles Versäumte des Vorgängers nachholen will, kommt es dazu dass sich harter Kritik von Ole Peters ausgesetzt sieht. Dieser ist inzwischen durch seine Ehe mit Vollina Harders gesellschaftlich aufgestiegen. Es geht um ein Stück Vorland, welches häufig überspült wurde. Da dies Ole Peters ein Dorn im Auge war hat er seine Anteile an Hauke gegeben. Nun fasst Hauke die Pläne für die Eindeichung, was ihm darum harte Kritik von Ole Peters einbringt.

Kapitel 11

Die Planungen sind im vollem Gange und Hauke bereitet sich gewissenhaft auf das Projekt Eindeichung vor.
Iven John und Carsten sehen auf Jeversand eine Erscheinung. Dort scheint ein Pferd herum zu gehen. Das Pferdegerippe, welches dort lag ist hingegen nicht mehr dort.

Kapitel 12

Sie entscheiden hinüber zu fahren und nach dem Rechten zu sehen. Beim Wegfahren sehen sie das geisterhafte Pferd, einen Schimmel, erneut.

Hauke kauft auf dem Markt ein Pferd, einen sehr abgemagerten Schimmel. Der Oberdeichgraf gibt grünes Licht für den Bau des neuen Deiches.

Kapitel 13

Der Schimmel wächst und gedeiht, er wird von den Bediensteten als unheimlich empfunden. Der Knecht kündigt und begibt sich in den Dienst von Ole Peters, wo er über seinen ehemaligen Dienstherren Hauke lästert.
Ende März wird der Befehl zur Eindeichung gegeben. Hauke wird für seine Entscheidung den Deich zu bauen stark kritisiert.

Kapitel 14

Der Deichbau geht gut voran und Ole Peters setzt seine Beschuldigungen von Kapitel 10 fort. Im November stoppt der Deichbau wegen des Wintereinbruch. Elke bekommt nach langem Warten endlich eine Tochter. Wienke ist zurück geblieben und wird dennoch von ihren Eltern geliebt.

Kapitel 15

Der Unmut in der Bevölkerung gegen Hauke wächst. Es wird sogar auf einem Gottesdienst gegen ihn gepredigt. Der Hengst entwickelt sich weiterhin gut. Die Bauarbeiten am Deich schreiten voran. Hauke rettet einen Hund, der von seinen Deichbauern in den unfertigen Deich bei lebendigem Leibe eingemauert werden soll. Er schenkt den Hund seiner Tochter.

Kapitel 16

Der Deich ist in der Fertigstellung. Eine Inspektion durch den Oberdeichgraf steht an und man ist voller Lob für Hauke und seine Arbeit.
Drei Jahre später hat sich der neue Deich auch bewährt, da er kaum Kosten für den Unterhalt und für die Instandsetzung gekostet hat.
Trine Jans lebt jetzt mit der Deichgrafen Familie auf dem Hof und sie freundet sich mit der Tochter Wienke an. Der gerettete Hund und Wienke leben ebenfalls dort.

Kapitel 17

Wienke ist noch immer zurück geblieben. Ihr macht das Wasser große Angst. Sie besucht Trine häufig und diese erzählt Wienke die Sage von den Wassergeistern. Dies unterbindet Hauke aber, da er keinen Aberglauben in seinem Haus will.

Kapitel 18

Hauke hat das Marschfieber und fantasiert. Es kommt ein Herbststurm und richtet einen Schaden am alten Deich an. Ole Peters möchte diesen Schaden nur notdürftig reparieren, Hauke hingegen möchte ihn vollständig sanieren. Ole Peters setzt sich durch, weil Hauke noch sehr schwach ist.

Kapitel 19

Man befindet sich im Jahr 1756
In diesem Jahr stirbt Trine Jans. Noch auf dem Sterbebett sieht sie den Untergang hervor kommen. Es herrscht ein starker Sturm und Hauke geht dabei hinaus zu Deich. Er denkt, dass Elke und Wienke in ihrem Heim in Sicherheit sind.
Er reitet mit dem Schimmel den Deich entlang, um die Sicherheit der Dorfbewohner zu gewährleisten.

Kapitel 20

Die Sturmflut erreicht den Höhepunkt. Hauke reitet den Deich entlang und sieht dort Männer den neuen Deich durchstechen. Als er sie befragt warum sie dies tun antworten sie, dass Ole Peters dies angeordnet hat und dadurch der alte Deich geschützt werden soll.

Der alte Deich bricht dann an jener Stelle, die zuvor schon Schaden genommen hatte. Hauke erkennt seine Schuld an den Ereignissen und wirft sich in die Flut. Elke und Wienke folgen ihm in den Tod, nachdem sie ihm an den Deich gefolgt sind.




Hauke Haien

  • Bereits früh an Mathematik interessiert
  • Widersacher Ole Peters
  • Wird zunächst Kleinknecht am Hof des Deichgrafen
  • Arbeitet sich dann zum Großknecht hoch
  • Verliebt sich in Elke
  • Verlobt sich dann mit ihr
  • Wird schließlich selbst Deichgraf
  • Arbeitet hart und sorgfältig
  • Steht unter Kritik im Dorf
  • Diese Kritik regt ihn an das Deichbauprojekt zu wagen
  • Auch hier kritisiert ihn Ole Peters
  • Nach Oles Gesellschaftlichem Aufstieg hat dieser mehr Einfluss auf Haukes tun
  • Hauke würde alles für Elke und Wienke tun
  • Er steht dem Aberglauben skeptisch gegenüber
  • Zieht sich im Verlauf der Novelle immer mehr von seinen Mitmenschen zurück
  • Er beugt sich später dem Druck von Ole Peters, obwohl der den Deich lieber saniert hätte = opfert sein Gewissen für seine Ruhe
  • Fühlt sich für den Untergang verantwortlich
Tede Haien

  • Vater von Hauke Haien
  • Ist ein praktischer Mann
  • Hilflos, wenn es um Gefühle geht ( Trine Jahns Trauer um ihren Angorakater )
  • Ist zunächst nicht von Haukes mathematischem Interesse begeistert
  • Später unterstützt er Hauke und übergibt ihm eine Fenne auf dem Sterbebett


Elke Volkets

  • Tochter des Deichgrafen
  • Haukes Frau
  • Mutter von Wienke
  • Steht immer treu hinter Hauke
  • Loyal bis in den Tod
  • Ist eine sehr kluge Frau
  • Mathematisch begabt
  • Beliebt und angesehen
  • Kümmert sich liebevoll um Hauke und Wienke und auch um Trine Jahn
  • Ist eine gute Beraterin, da sie Haukes Vorhaben der Eindeichung mit konstruktiven Fragen bereichert


Tede Volkerts

  • Deichgraf
  • Kann nicht gut rechnen, ist eigentlich ungeeignet für seinen Job
  • Sehr angesehener Mann im Dorf
  • Stirbt im Verlauf vom Buch
  • Stellt Hauke als Kleinknecht ein und befördert ihn irgendwann zum Großknecht
Ole Peters
  • Ist kein kluger Mann, aber hat Macht
  • Ist zunächst Großknecht und steigt dann gesellschaftlich auf durch seine Heirat mit Vollina Harders
  • Beschuldigt Hauke sich Vorteile zu verschaffen 
  • Kritisiert Hauke immer wieder
  • Wird später Deichgevollmächtigter


Sonntag, 21. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 1

Das Buch beginnt mit den Ausführungen eines Erzählers, der berichtet von der Geschichte vor 50 Jahren von seiner Urgroßmutter erfahren zu haben. Er soll dies durch das Lesen des blauen Buches erfahren haben.


Die Sage des Schimmelreiters spielt im dritten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts ( also des Jahrhunderts des Erzählers), als der Erzähler aus der Geschichte am nordfriesischen Deich entlang ritt. Der Erzähler kommt vom Besuch auf seinem Hofe in den nördlichen Harden in Richtung Stadt. Es stürmt bereits seit einigen Tagen.

Als er im Sturm den Deich entlang reitet begegnet er von Ferne einer dunklen Gestalt auf einem hageren Schimmel. Dieser ist nach dieser kurzen Begegnung gleich wieder verschwunden. Der Erzähler gelangt an eine Dorfkneipe.


In der Dorfkneipe kommt er zunächst mit dem Deichgrafen ins Gespräch und schildert ihm seine Begegnung. Alle anderen Besucher hören gebannt seinen Erzählungen zu und sind erschrocken. Der Deichgraf beruhigt, dass eine solche Begegnung Anno 17 nicht ihnen gegolten habe, sondern bei den "da drüben" für Probleme gesorgt habe. Er bittet den Schulmeister alles näher auszuführen, dieser weigert sich aber und wird als arrogant bezeichnet. Ein Alter beginnt die Sage näher auszuführen, warnt aber, dass vieles davon auf Aberglauben beruhen könne.

Samstag, 20. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 2




Der Alte erzählt weiter. In der Mitte des vorherigen Jahrhunderts gab es einen sehr guten Deichgrafen, der sein Wissen von Kindesbeinen erworben habe. Es berichtet Hans Momsen aus Fahretoft. Der Vater des Deichgrafen hies Tede Haien.

Der junge Hauke Haien fand auf dem Dachboden einen Band des Mathematikers Euklid. Dieser war auf Niederländisch geschrieben und er erbat sich ein Lexikon der holländischen Sprache ( genauer gesagt eine holländische Grammatik )  als Ergänzung dazu. Er konnte dadurch sich intensiv mit Euklid beschäftigen und diesen auch verstehen. 

Der junge Hauke Haien kritisierte bereits in jungen Jahren die Bauweise der Deiche, da er durch das Mathematik Studium erkannt hatte, dass diese zu steil sind an der Wasserseite. Schon da sagte der Vater, dass er einen guten Deichgraf abgeben werde.


Im Oktober gibt es Deichbauarbeiten und eine Springflut steht an Allerheiligen an. Hauke geht zu dieser Zeit alleine hinaus und sieht wie das Meer an den Deich gelangt, dieser wird von der Wucht des Wassers fast abgetragen und nimmt beim Auftreffen Erde mit. Der junge Haien baut Deichmodelle und zieht dies der Gesellschaft von Gleichaltrigen vor. 

Im Februar wurden Leichen angetrieben, diese sahen furchtbar aus. Die Köpfe der Leichen waren aufgedunsen und die Leichen waren schwarz. Zudem waren sie auch zum Teil angeknabbert. Die Leute im Dorf waren schockiert über das Aussehen der Leichen, jedoch nahm der alte Haien dies gelassen. Den jungen Haien zog es hinaus an das Meer, wo er verträumt in die Ferne blickte. 

Freitag, 19. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 3



Hauke verbringt die folgenden Abende immer draußen am Deiich. Er sieht draußen im Nebel Gesalten oder Erscheinungen. Diese interpretiert er als Geister, will sich aber nicht von diesen Erscheinungen einschüchtern lassen. Er behält diese Sichtung aber für sich. 

In der Kneipe erklärt der Schulmeister, dass es sich bei Haien nicht um einen abergläubischen Menschen handelt und dass es Phänomene gibt, die auch gestanden Christen den Glauben erschüttern können. Zudem betont er, dass es sich bei Hauke Haien nicht um einen Dummkopf oder einen Narr handelte.

Hauke wuchs langsam heran und verbringt in dieser Zeit seine Zeite am Deich. Hier wirft er zum Beispiel Steine nach Vögeln. Er will eine Katze zur Jagd abrichten. Bei einem Vorfall tötet er die Katze von Trine Jans.

Hauke hat Wirrwarr im Kopf wegen der getöteten Katze. Darum besucht Trine Jans Tede Haien und beschuldigt Hauke den Kater ermordet zu haben. Sie beschwert sich, dass sie nun in der Nacht deswegen allein ist und friert. Tede Haien findet eine gute Lösung dafür, indem sie Trine aus Haukes Spardose Geld gibt, sodass sie sich ein Fell kaufen kann welches sie in der Nacht wärmt.

Donnerstag, 18. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 4





Tede und Hauke Haien reden über den Vorfall mit dem Kater (Kapitel 3)-reden über Elke Volkers, die mathematisch Begabte Tochter des Deichgrafen-Vater und Sohn stimmen beide zu, dass es Zeit für Hauke wird, sich eine Dienststelle zu suchen-reden über Unfähigkeit des Deichgrafen-Deichgrafen hat seinen Kleinknecht fortgejagt und und Hauke bewirbt sich daraufhin persönlich beim Deichgrafen für die freie Stelle

Hauke kommt Heim und redet über den Vorfall mit der Katze. Der alte Haien nimmt es zum Anlass mit Hauke ein Gespräch zu führen. Er möchte Hauke in Arbeit beim Deichgrafen bringen, diesem ist sein Kleinknecht abhanden gekommen. Dieser sucht nun einen neuen Helfer. Er selbst sei dumm und könnte nicht viel, habe den Job nur die Familie bekommen, welche schon seit mehreren Generationen als Deichgraf arbeitet.  Er braucht zum Rechnen immer den Schulmeister zur Hilfe, hat aber eine kluge Tochter, Elke Volkers, die sehr wohl rechnen könnte. 

Hauke geht zum Deichgrafen, vor dessen Haus steht eine gewaltige Esche ( Wichtiges Metapher ), die der Großvater des jetzigen Deichgrafen gepflanzt hat.  Hier bewirbt er sich als Kleinkecht und spricht mit Elke. Diese sprechen später über Tede Hauke und Deichgrafen. Der Deichgraf beschwert sich über seinen ehemaligen Kleinknecht, dieser hätte viel Alkohol getrunken. In Hauke sieht er einen fähigen Mitarbeiter.
Hauke findet im Laufe der Zeit Gefallen an Elke und der Deichgraf preist die Stelle bei sich noch einmal an. 

Mittwoch, 17. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 5

Hauke entwickelt sich weiter und er schließt sich mit Elke Volkers zusammen. Jedoch findet er keinen Anklang bei Ole Peters, dieser kann ihn nicht leiden. Es kommt zu Spannungen zwischen dem Großknecht Ole Peters und dem Kleinkecht Hauke Haien. Dieser nennt Hauke einen Schreibknecht, da er vom Deichgrafen häufig zum Rechnen hinzu gezogen wird und viel Zeit in der Stube verbringt, wo auch Elke zu finden ist.
Hauke führt mit Elke Gespräche und manchmal schweigen sie sich an, sie reden aber auch über Trine Jans und über den Vorfall mit der Katze, welcher nun schon eine Weile zurück liegt. 
Hauke genießt durch sein Talent und seine Hilfen beim Deichgrafen einige Privilegien, so muss er zum Beispiel nicht mit füttern, da er rechnen muss.
Als eine Deichinspektion durch den Oberdeichgraf ansteht wird der Deichgraf gelobt. Elke erkennt, dass es eigentlich Hauke ist, dem das Lob gebühren würde. Sie sagt, dass die Leistungen erst so gut seien, seit Hauke da sei. Auch Elke lobt Haukes Können und Wissen.


Dienstag, 16. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 6

Hauke befindet sich in seinem dritten Dienstjahr. Es findet ein Wettkampf statt bei dem Eisboßeln gemacht wird, wie dies traditionell im Winter der Fall ist. Bei diesem Event ist das ganze Dorf mit einbezogen und Ole Peters ist Schiedsrichter. Hauke boßelt mit, obwohl er Bedenken hat er könnte unfair beurteilt werden. Elke überredet ihn aber zur Teilnahme. Auch andere Teilnehmer sehen die Gefahr, dass Ole Hauke unfair bewerten könnte. Immer wieder wird betont wie wichtig der Deichgraf als erster Mann im Dorfe ist. Das Boßeln wird beschrieben. Außerdem wird noch erklärt, dass Frauen keine Stimmrechte in dem Spiel haben. Hauke ist mit seinem Wurf dran, er lehnt den Schnaps ab, den er von Trine Jahns angeboten bekommt.


Montag, 15. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 7

Noch immer wird geboßelt und Hauke wirft bei dem Kampf für die Marsch. Alle machen Anspielungen auf ihn und Elke Volkerts, Ole beginnt Hauke zu bedrängen. Nach dem Kampf kommt man im Gildensaal zusammen. Hauke fürchtet Ole könnte mit Elke tanzen und schaut eifersüchtig nach. Ole tanzt aber mit Viola. Er sucht Elke und sie sucht ihn. Sie hatte Ole einen Korb gegeben. Somit tanzt Elke nicht mehr an diesem Tag.

Hauke kauft sich einen Goldring und trägt diesen in der Westentasche. Ole Peters kündigt seine Stellung als Großknecht und heiratet Vollinaa Harder. Nun wurde Hauke Großknecht auf dem Deichgrafen Hof, er bekommt einen neuen Kleinknecht unterstellt. Dies missfiel dem Deichgrafen zunächst, da er die Hilfe von Hauke sehr dringend für das Rechnen brauchte. Elke setzte sich aber für eine Beförderung von Hauke ein.

Nach einem Jahr wurde der alte Deichgraf langsam kümmerlich und es macht sich ein körperlicher Verfall bemerkbar. Elke und Hauke stehen unter der Esche und nähern sich an. Hauke macht sich Gedanken darüber, dass er den Deichgrafenhof verlassen will.