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Donnerstag, 3. März 2016

Orte und Reale Orte in Aquis Submersus

Storms Werke haben zum großen Teil einen starken regionalen Bezug. Dies brachte ihm auch den Ruf ein ein Heimatdichter zu sein. Für die damalige Zeit nicht gerade eine Auszeichnung. Erst mit den letzten großen Altersnovellen konnte er sich von diesem Ruf befreien. Man findet in Aquis submersus verschiedene Orte wieder.

Die Idee zu Aquis Submersus entstand bei Storm, da er in der Kirche von Drelsdorf, einem Ort nahe seiner Heimatstadt Husum zwei Bilder fand: Zum einen das welches die Pastorenfamilie zeigte und eins vom Sohn des Pastors mit der Inschrift„Henricus Bonnix, aquis incuria servi submersus obyt Ao 1656, 7 May, aetatis 10“  Übersetzt besagt die Inschrift, dass der Sohn Heinrich Bonnix  durch die fehlende Achtsamkeit des Dieners verstarb, verstarb, infolge der Unachtsamkeit eines Dieners im Wasser untergegangen, im Jahre 1656 am 7. Mai mit 10 Jahren . Quelle wikipedia

By Joachim Müllerchen (Joachim Müllerchen) [CC BY-SA 2.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.en), GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

Doch nicht nur dieses Bild inspirierte Storm. Auch die Dorfkirche im Buch ist einer realen Kirchen nachempfunden. Die Kirche von Hattstedt ( siehe Abbildung ) findet man in der Novelle wiedergegeben. Dieses urtümliche Gotteshaus wurde für Storm zur Kulisse des finalen Dramas. Hier verbrachte Storm selbst viel Zeit.

Storm verwendete für seine Novelle viele Quellen aus der Region als Inspiration. So zog er die Husumer Nachrichten hin zu und studierte die Kieler Tageszeitungen. 

Amsterdam galt zur damaligen Zeit als die Hauptstadt der Maler. Ein guter Grund für Storm den Hauptcharakter nicht nur zur Ausbildung nach Holland zu schicken, sondern ihn auch noch seine Flucht in Richtung Holland antreten zu lassen. 

Mittwoch, 2. März 2016

Aquis submersus Sprache

Sprache

Die Sprache lässt sich nicht einfach in einem Zuge beurteilen, sondern man muss berücksichtigen, dass mehrere Jahrzehnte, wenn nicht gar mehrere Jahrhunderte zwischen der Handlung im Rahmen und der Binnenhandlung liegen.

Unterschiedliche Sprachgestaltung in der Rahmenhandlung und in der Binnenhandlung

Storm macht bewußt Unterschiede zwischen der Binnenhandlung und der Rahmenhandlung, wenn es darum geht die sprachliche Gestaltung vor zu nehmen. Während er in der Rahmenhandlung eine (damals) zeitgemäße und normale Sprache verwendet, erkennt man in der Binnenhandlung sehr deutlich, dass man sich in einer anderen, einer längst vergangenen Zeit befindet. Hier benutzt er auch Worte, die so nicht mehr im Sprachgebrauch zu finden sind. Das mittelalterliche Wort Junker zum Beispiel, welches man zu Storms Lebzeiten nicht mehr unbedingt im alltäglichen Sprachgebrauch der Mitmenschen fand.

Sozialer Stand und Sprache

Man kann an der Sprache der in der
Binnenhandlung handelnden Personen zudem ablesen, dass sie sich in einer höheren Gesellschaftsschicht befinden. Zwar ist die Sprache altertümlich und unmodern gehalten, aber sie ist als gehobene Sprache zu bezeichnen. Die Schwester des neuen Burgherren ist ja auch von einem hohen sozialen Stand, wie man auch der Tatsache ablesen kann, dass sie auf einem großen Gut leben.


In der Kneipe, wo sich auch die Junker mit dem Maler Johannes treffen, findet man ein anderes sprachliches Mileu vor. Hier ist die Sprache rau und sehr maskulin.

Sprache in der Novelle

Die Novellen an sich haben es an sich, dass sie eine möglichst klare Sprache benötigen. Auf Grund ihrer Kürze und der besonderen Struktur kann sich eine Novelle keine großen Sprachlichen Besonderheiten leisten. Die Novelle zeichnet sich grade durch die Darstellung eines unerhörten Ereignisses aus, so dass es nötig ist dies auch sprachlich dar zu stellen. In Aquis submersus ist die Sprache einfach und ohne besondere Höhen und Tiefen.

Latein in Aquis submersus

Die Sprache der Novelle ist sehr einfach gehalten - Jedoch sagt ja bereits der Titel, dass man es hier mit lateinischen Begriffen zu tun hat. Diese fand man früher vor allem im Bereich der Kirche vor. Hier war das Latein nicht mehr weg zu denken aus dem sprachlichen Alltag und wurde in vielen Teilbereichen verwendet. Die Novelle beinhaltet aber keine lateinischen Passagen oder längere Textstellen in Latein. Somit war sie auch für Leser ohne einen intensiven -Lateinwortschatz lesbar. Zu Storms Zeit kannten sich ja auch die wenigsten Leser der Novelle mit der lateinischen Sprache aus. Für Storm als Juristen gehörte sie zur Grundausbildung dazu. 

Aquis submersus Interpretation

Interpretation
In der Novelle Aquis Submersus von Theodor Storm, die erstmals 1876 erschienen ist, geht es um eine tragisch verlaufende Liebesgeschichte zwischen dem Erzähler, dem Maler Johannes und der Tochter eines Junkers, Katharina.

Die Handlung ist, wie für Novellen typisch, in eine Rahmenhandlung eingebetten. Die äußere Handlung dreht sich um einen Erzähler, dessen Faszination für ein gewisses Bild ihn schon von Kindertagen an begleitet. Es zeigt einen toten Jungen und eine rätselhafte Inschrift. Ihm erschließt sich nicht, wofür die Buchstaben C.P.A.S. Stehen.

Durch Zufall kommt er der Geschichte des Bildes auf die Spur, indem ihm ein altes Manuskript in die Hände fällt. Es handelt sich hierbei um die Aufzeichungen um die Geschichte des Malers, welches in das Jahr 1661 zurück geht.

Damals wütete der 30 jährige Krieg und dessen Spuren sind noch nicht beseitigt. Das Land war verwüstet und überall fand man noch Soldaten, die die Gegend unsicher machten vor. Da Aquis Submersus zu einer Zeit entstand, in welcher Schleswig-Holstein von Preußen annektiert wurde, findet man diese historischen Elemente auch in aquis submersus.

In der Region, welche noch vom Krieg gezeichnet ist, kehrt der Kunstmaler von seinem Studium in Amsterdam zurück zu seinem Freund. Sein Freund Gerhardus war eine Art Vater, jedoch trifft er diesen nur noch tot in der Kapelle an. Der neue Hausherr, Gerhardus Sohn Junker Wolf ist dem Besucher gegenüber nicht wohl gesonnen. Dieser plant seine Schwester Katharina, für die der Maler schon lange schwärmt, mit dessen Feind Juker Kurt zu verheiraten. Aus diesem Anlass soll der Maler ein Bild der Schönen malen. Im Zuge der Malarbeiten kommen sie sich näher und planen ihre Flucht, doch der Plan lässt sich nicht in die Tat umsetzen. Johannes muss um sein Leben fürchten.

Das Ziel der Flucht ist Holland, Johannes will Katharina nachholen, jedoch gelingt dies nicht. Er erfährt zu spät, dass diese verheiratet wurde, mit einem Geistlichen. So zieht er zu seinem Bruder und beginnt ein neues Leben. Im Laufe seiner Tätigkeit wird er an den Hof eines Pfarrers gerufen, welchen er portraitieren soll. Dieser hat einen Sohn, der ihm auch begegnet. Nach einer Weile erkennt Johannes, dass es sich bei dem Pfarrer um den Mann von Katharian handelt und bei dem Kind um seinen Sohn. Es kommt zur Katastrophe, im Zuge dessen man seinen Sohn ertränkt. Der Pfarrer zwingt Johannes ein Bild zu malen mit der Aufschrift Culpa Patris Aquis Submersum.

Die Szenerie

Storm lässt die Geschichte in zwei Epochen spielen. Zunächst wäre da die Rahmenhandlung, welche sich ungefähr zu Storms Zeiten zugetragen haben kann. Hier ist jedoch der genaue Zeitpunkt nicht bekannt. Viel wichtiger hingegen ist die Zeit, in der die Binnenhandlung spielt. Zur Zeit des 30 jährigen Krieges war die Welt elend, bedrohlich und voller Schrecken. Alle waren noch gezeichnet vom Krieg und man fühlte sich seines Lebens nicht mehr sicher. Die rauhen Sitten der damaligen Zeit, in der sich die Binnenhandlung ereignet, spiegelt sich im gesamten Buch wider. Hier gilt ein Menschenleben nicht viel, hier wird mit den unliebsamen Nebenbuhlern kurzer Prozess gemacht und hier gilt das Recht des Stärkeren. Und auch die Frauen hatten damals herzlich wenig Rechte.

Der Aufbau

Der Autor lässt die Binnenhandlung in einem Rahmen ablaufen. Diesen bildet er, indem er den Erzähler ein Manuskript lesen lässt, welches die Geschichte rund um das Bild und den Jungen beinhaltet. Das Manuskript teilt sich in zwei Teile, diese geben dann der Haupthandlung ihre zwei geteilte Aufmachung. Im ersten Tagebuch lernen wir den Maler Johannes kennen, seine Beziehung zu Katharina und dessen dramatische Entwicklung. Das erste Tagebuch endet damit, dass ihre Fluchtpläne offenbart wurden und sich Johannes aufmachen um, um sein Leben zu retten. Erst im zweiten Hauptteil, welcher im zweiten Manuskript Teil beginnt entläd sich die Katastrophe. Somit stellt das Ende des Ersten Buches, beziehungsweise der Beginn des zweiten Buches einen Wendepunkt dar.

Die Erzählweise


Stroms Erzählweise ist dramatisch und düster. Alles vollzieht sich in einer dunklen Umgebung voller Gewalt, Zerstörung und poltischen Unruhen. Die Hauptdarsteller sind in einer Geschichte verwoben, welche ähnlich wie bei Romeo und Julia aussichtslos und deprimierend ist. Auch der Ausgang der Geschichte verspricht nicht sehr viel mehr Fröhlichkeit. Im Gegenteil, die Erzählweise wird um so deprimierender, je weiter man im Text voran schreitet.


Da es sich bei der Perspektive, in der die Geschichte dargestellt wird, um die Ich Perspektive handelt schafft der Autor eine Nähe zwischen dem Leser und den erzählten Inhalten. Man bekommt einen intimen Einblick in die Gedankenwelt und das Gefühlsleben des Erzählers. Sowohl Johannes, als auch das Wesen und Sein des Erzählers in der Rahmenhandlung wird sehr deutlich. Das, wie wir den Verlauf der Ereignisse als Leser wahrnehmen und bewerten ist maßgeblich von der Sichtweise und der Wahrnehmung der Erzähler abhängig. Diesen Mangel an Objektivität verursacht die Erzählpersektive, welche Storm verwendet hat.  

Montag, 22. Februar 2016

Der Schimmelreiter alles Wichtige auf einen Blick

Kapitel 1

Erzähler I sitzt bei seiner Urgroßmutter und liest über den Mann, der am Deich entlang reitet in einem Buch.

Erzähler II Reitet den Deich entlang und gelangt an ein Wirtshaus, nachdem ihm am Deich der Schimmelreiter erschien.  Er hat dort ein Gespräch mit dem Deichgrafen und mit dem Schulmeister, dieser erzählt die Geschichte von Hauke Haien und den anderen Ereignissen.

Interpretation
 Rahmen I und Rahmen II werden eröffnet, sowie die Binnenhandlung 

Kapitel 2

Tede Haien ist der Vater des fähigen Deichgrafen. Hauke ist schon früh an Mathematik interessiert und eignet sich mit Hilfe einen holländischen Euklid die Grundlagen an. Hauke erkennt bereits früh, dass die Deiche nicht richtig gebaut sind

Kapitel 3

Hauke zieht es immer wieder hinaus zum Deich. Hier sieht er, obwohl er kein abergläubischer Mensch ist, Gestalten und Wesen im fernen Nebel.
Er wächst heran und lebt vor sich hin. Dabei tötet er den weißen Angora Kater von Trine Jans, da dieser ihm eine Beute streitig macht. Es kommt zu einem Eklat.

Kapitel 4

Dieser Eklat setzt sich fort. Hauke und sein Vater reden über den toten Kater. Es muss eine Entschädigung für Trine Jans her. Hauke soll nun ausziehen und man kommt zu den Schluss, dass man Hauke als Helfer beim amtierenden Deichgrafen bewerben kann. Dieser hat einen Kleinknecht gekündigt, welcher stark getrunken hatte. Es kommt zu einem Bewerbungsgespräch.

Kapitel 5 

Hauke bekommt die Stelle als Kleinknecht und hat in dem Großknecht Ole Peters einen Widersacher. Ole hasst ihn, da Hauke beim Deichgrafen großes Ansehen genießt. Dieser hat eine Schwäche im Rechnen und lässt sich nur zu gern vom mathematikbegeisterten Hauke helfen. Hauke freundet sich auch mit der Tochter Elke des Deichgrafen an.
Als eine Deichinspektion durch den Oberdeichgrafen ansteht findet dieser lobende Worte. Es scheint offenkundig, dass diese Verbesserungen durch das zu tun von Hauke zu Stande gekommen sind.

Kapitel 6

Hauke ist nun in seinem dritten Dienstjahr
Es findet ein Eisboßel Tunier statt. Hauke nimmt nach einigem Zögern teil. Ole Peters ist Schiedsrichter

Kapitel 7

Fortsetzung des Boßeltuniers, Hauke kauft einen Ring für die Verlobung, trägt diesen fortan in seiner Westentasche. Der alte Deichgraf Tede Volkerts wird langsam kümmerlich.

Kapitel 8

Tede Haien, Haukes Vater, liegt im Sterben. Er vererbt Hauke eine Fenne und bringt ihm damit näher an die Position des Deichgrafen.
Hauke und Elke verloben sich.

Kapitel 9

Tede Volkerts stirbt. Auf der Beerdigung wird über seine Nachfolge gesprochen. Zunächst in Jewe Manners im Gespräch, der aber aus Altersgründen ablehnt. Durch diese Umstände geben Elke und Hauke ihre Verlobung bekannt und Hauke wird trotz seiner jungen Jahre der Nachfolger seines Schwiegervaters.

Kapitel 10

Elke und Hauke sind inzwischen verheiratet und Hauke ist Deichgraf geworden. Nach siebenjähriger Amtszeit, in der Hauke hart arbeitet und alles Versäumte des Vorgängers nachholen will, kommt es dazu dass sich harter Kritik von Ole Peters ausgesetzt sieht. Dieser ist inzwischen durch seine Ehe mit Vollina Harders gesellschaftlich aufgestiegen. Es geht um ein Stück Vorland, welches häufig überspült wurde. Da dies Ole Peters ein Dorn im Auge war hat er seine Anteile an Hauke gegeben. Nun fasst Hauke die Pläne für die Eindeichung, was ihm darum harte Kritik von Ole Peters einbringt.

Kapitel 11

Die Planungen sind im vollem Gange und Hauke bereitet sich gewissenhaft auf das Projekt Eindeichung vor.
Iven John und Carsten sehen auf Jeversand eine Erscheinung. Dort scheint ein Pferd herum zu gehen. Das Pferdegerippe, welches dort lag ist hingegen nicht mehr dort.

Kapitel 12

Sie entscheiden hinüber zu fahren und nach dem Rechten zu sehen. Beim Wegfahren sehen sie das geisterhafte Pferd, einen Schimmel, erneut.

Hauke kauft auf dem Markt ein Pferd, einen sehr abgemagerten Schimmel. Der Oberdeichgraf gibt grünes Licht für den Bau des neuen Deiches.

Kapitel 13

Der Schimmel wächst und gedeiht, er wird von den Bediensteten als unheimlich empfunden. Der Knecht kündigt und begibt sich in den Dienst von Ole Peters, wo er über seinen ehemaligen Dienstherren Hauke lästert.
Ende März wird der Befehl zur Eindeichung gegeben. Hauke wird für seine Entscheidung den Deich zu bauen stark kritisiert.

Kapitel 14

Der Deichbau geht gut voran und Ole Peters setzt seine Beschuldigungen von Kapitel 10 fort. Im November stoppt der Deichbau wegen des Wintereinbruch. Elke bekommt nach langem Warten endlich eine Tochter. Wienke ist zurück geblieben und wird dennoch von ihren Eltern geliebt.

Kapitel 15

Der Unmut in der Bevölkerung gegen Hauke wächst. Es wird sogar auf einem Gottesdienst gegen ihn gepredigt. Der Hengst entwickelt sich weiterhin gut. Die Bauarbeiten am Deich schreiten voran. Hauke rettet einen Hund, der von seinen Deichbauern in den unfertigen Deich bei lebendigem Leibe eingemauert werden soll. Er schenkt den Hund seiner Tochter.

Kapitel 16

Der Deich ist in der Fertigstellung. Eine Inspektion durch den Oberdeichgraf steht an und man ist voller Lob für Hauke und seine Arbeit.
Drei Jahre später hat sich der neue Deich auch bewährt, da er kaum Kosten für den Unterhalt und für die Instandsetzung gekostet hat.
Trine Jans lebt jetzt mit der Deichgrafen Familie auf dem Hof und sie freundet sich mit der Tochter Wienke an. Der gerettete Hund und Wienke leben ebenfalls dort.

Kapitel 17

Wienke ist noch immer zurück geblieben. Ihr macht das Wasser große Angst. Sie besucht Trine häufig und diese erzählt Wienke die Sage von den Wassergeistern. Dies unterbindet Hauke aber, da er keinen Aberglauben in seinem Haus will.

Kapitel 18

Hauke hat das Marschfieber und fantasiert. Es kommt ein Herbststurm und richtet einen Schaden am alten Deich an. Ole Peters möchte diesen Schaden nur notdürftig reparieren, Hauke hingegen möchte ihn vollständig sanieren. Ole Peters setzt sich durch, weil Hauke noch sehr schwach ist.

Kapitel 19

Man befindet sich im Jahr 1756
In diesem Jahr stirbt Trine Jans. Noch auf dem Sterbebett sieht sie den Untergang hervor kommen. Es herrscht ein starker Sturm und Hauke geht dabei hinaus zu Deich. Er denkt, dass Elke und Wienke in ihrem Heim in Sicherheit sind.
Er reitet mit dem Schimmel den Deich entlang, um die Sicherheit der Dorfbewohner zu gewährleisten.

Kapitel 20

Die Sturmflut erreicht den Höhepunkt. Hauke reitet den Deich entlang und sieht dort Männer den neuen Deich durchstechen. Als er sie befragt warum sie dies tun antworten sie, dass Ole Peters dies angeordnet hat und dadurch der alte Deich geschützt werden soll.

Der alte Deich bricht dann an jener Stelle, die zuvor schon Schaden genommen hatte. Hauke erkennt seine Schuld an den Ereignissen und wirft sich in die Flut. Elke und Wienke folgen ihm in den Tod, nachdem sie ihm an den Deich gefolgt sind.




Hauke Haien

  • Bereits früh an Mathematik interessiert
  • Widersacher Ole Peters
  • Wird zunächst Kleinknecht am Hof des Deichgrafen
  • Arbeitet sich dann zum Großknecht hoch
  • Verliebt sich in Elke
  • Verlobt sich dann mit ihr
  • Wird schließlich selbst Deichgraf
  • Arbeitet hart und sorgfältig
  • Steht unter Kritik im Dorf
  • Diese Kritik regt ihn an das Deichbauprojekt zu wagen
  • Auch hier kritisiert ihn Ole Peters
  • Nach Oles Gesellschaftlichem Aufstieg hat dieser mehr Einfluss auf Haukes tun
  • Hauke würde alles für Elke und Wienke tun
  • Er steht dem Aberglauben skeptisch gegenüber
  • Zieht sich im Verlauf der Novelle immer mehr von seinen Mitmenschen zurück
  • Er beugt sich später dem Druck von Ole Peters, obwohl der den Deich lieber saniert hätte = opfert sein Gewissen für seine Ruhe
  • Fühlt sich für den Untergang verantwortlich
Tede Haien

  • Vater von Hauke Haien
  • Ist ein praktischer Mann
  • Hilflos, wenn es um Gefühle geht ( Trine Jahns Trauer um ihren Angorakater )
  • Ist zunächst nicht von Haukes mathematischem Interesse begeistert
  • Später unterstützt er Hauke und übergibt ihm eine Fenne auf dem Sterbebett


Elke Volkets

  • Tochter des Deichgrafen
  • Haukes Frau
  • Mutter von Wienke
  • Steht immer treu hinter Hauke
  • Loyal bis in den Tod
  • Ist eine sehr kluge Frau
  • Mathematisch begabt
  • Beliebt und angesehen
  • Kümmert sich liebevoll um Hauke und Wienke und auch um Trine Jahn
  • Ist eine gute Beraterin, da sie Haukes Vorhaben der Eindeichung mit konstruktiven Fragen bereichert


Tede Volkerts

  • Deichgraf
  • Kann nicht gut rechnen, ist eigentlich ungeeignet für seinen Job
  • Sehr angesehener Mann im Dorf
  • Stirbt im Verlauf vom Buch
  • Stellt Hauke als Kleinknecht ein und befördert ihn irgendwann zum Großknecht
Ole Peters
  • Ist kein kluger Mann, aber hat Macht
  • Ist zunächst Großknecht und steigt dann gesellschaftlich auf durch seine Heirat mit Vollina Harders
  • Beschuldigt Hauke sich Vorteile zu verschaffen 
  • Kritisiert Hauke immer wieder
  • Wird später Deichgevollmächtigter


Sonntag, 21. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 1

Das Buch beginnt mit den Ausführungen eines Erzählers, der berichtet von der Geschichte vor 50 Jahren von seiner Urgroßmutter erfahren zu haben. Er soll dies durch das Lesen des blauen Buches erfahren haben.


Die Sage des Schimmelreiters spielt im dritten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts ( also des Jahrhunderts des Erzählers), als der Erzähler aus der Geschichte am nordfriesischen Deich entlang ritt. Der Erzähler kommt vom Besuch auf seinem Hofe in den nördlichen Harden in Richtung Stadt. Es stürmt bereits seit einigen Tagen.

Als er im Sturm den Deich entlang reitet begegnet er von Ferne einer dunklen Gestalt auf einem hageren Schimmel. Dieser ist nach dieser kurzen Begegnung gleich wieder verschwunden. Der Erzähler gelangt an eine Dorfkneipe.


In der Dorfkneipe kommt er zunächst mit dem Deichgrafen ins Gespräch und schildert ihm seine Begegnung. Alle anderen Besucher hören gebannt seinen Erzählungen zu und sind erschrocken. Der Deichgraf beruhigt, dass eine solche Begegnung Anno 17 nicht ihnen gegolten habe, sondern bei den "da drüben" für Probleme gesorgt habe. Er bittet den Schulmeister alles näher auszuführen, dieser weigert sich aber und wird als arrogant bezeichnet. Ein Alter beginnt die Sage näher auszuführen, warnt aber, dass vieles davon auf Aberglauben beruhen könne.

Samstag, 20. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 2




Der Alte erzählt weiter. In der Mitte des vorherigen Jahrhunderts gab es einen sehr guten Deichgrafen, der sein Wissen von Kindesbeinen erworben habe. Es berichtet Hans Momsen aus Fahretoft. Der Vater des Deichgrafen hies Tede Haien.

Der junge Hauke Haien fand auf dem Dachboden einen Band des Mathematikers Euklid. Dieser war auf Niederländisch geschrieben und er erbat sich ein Lexikon der holländischen Sprache ( genauer gesagt eine holländische Grammatik )  als Ergänzung dazu. Er konnte dadurch sich intensiv mit Euklid beschäftigen und diesen auch verstehen. 

Der junge Hauke Haien kritisierte bereits in jungen Jahren die Bauweise der Deiche, da er durch das Mathematik Studium erkannt hatte, dass diese zu steil sind an der Wasserseite. Schon da sagte der Vater, dass er einen guten Deichgraf abgeben werde.


Im Oktober gibt es Deichbauarbeiten und eine Springflut steht an Allerheiligen an. Hauke geht zu dieser Zeit alleine hinaus und sieht wie das Meer an den Deich gelangt, dieser wird von der Wucht des Wassers fast abgetragen und nimmt beim Auftreffen Erde mit. Der junge Haien baut Deichmodelle und zieht dies der Gesellschaft von Gleichaltrigen vor. 

Im Februar wurden Leichen angetrieben, diese sahen furchtbar aus. Die Köpfe der Leichen waren aufgedunsen und die Leichen waren schwarz. Zudem waren sie auch zum Teil angeknabbert. Die Leute im Dorf waren schockiert über das Aussehen der Leichen, jedoch nahm der alte Haien dies gelassen. Den jungen Haien zog es hinaus an das Meer, wo er verträumt in die Ferne blickte. 

Freitag, 19. Februar 2016

Der Schimmelreiter Inhaltsangabe und Interpretation Kapitel 3



Hauke verbringt die folgenden Abende immer draußen am Deiich. Er sieht draußen im Nebel Gesalten oder Erscheinungen. Diese interpretiert er als Geister, will sich aber nicht von diesen Erscheinungen einschüchtern lassen. Er behält diese Sichtung aber für sich. 

In der Kneipe erklärt der Schulmeister, dass es sich bei Haien nicht um einen abergläubischen Menschen handelt und dass es Phänomene gibt, die auch gestanden Christen den Glauben erschüttern können. Zudem betont er, dass es sich bei Hauke Haien nicht um einen Dummkopf oder einen Narr handelte.

Hauke wuchs langsam heran und verbringt in dieser Zeit seine Zeite am Deich. Hier wirft er zum Beispiel Steine nach Vögeln. Er will eine Katze zur Jagd abrichten. Bei einem Vorfall tötet er die Katze von Trine Jans.

Hauke hat Wirrwarr im Kopf wegen der getöteten Katze. Darum besucht Trine Jans Tede Haien und beschuldigt Hauke den Kater ermordet zu haben. Sie beschwert sich, dass sie nun in der Nacht deswegen allein ist und friert. Tede Haien findet eine gute Lösung dafür, indem sie Trine aus Haukes Spardose Geld gibt, sodass sie sich ein Fell kaufen kann welches sie in der Nacht wärmt.
Wir brauchen Eure Unterstützung. Auf unserem Nachhilfe für Dich Kanal Nachhilfe für Dich finden alle Schülerinnen und Schüler Videos für kostenlos Nachhilfe. Wir müssen nun die 1000 Abonnenten knacken, sonst verlieren wir die Partnerschaft mit Youtube. Für Euch ist es ein Klick, für andere evtl. die Abiturnote. Danke für Euren Support.