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Montag, 9. Mai 2016

Aquis submersus alles Wichtige auf einem Blick

Inhaltsangabe


In der Novelle Aquis submersus erzählt der Erzähler der Rahmenhandlung die Geschichte des Malers Johannes, welche er anhand von dessen Tagebuch Aufzeichnungen nachvollzieht. Beide Männer verbindet, dass sie sich auf der Koppel eines Pfarrhauses befunden haben, jedoch ist der Ich Erzähler der Rahmenhandlung viel später dort. Dieser spielt dort immer mit dem Sohn des Pastors.

Der Ich Erzähler ist fasziniert von einem Bild, welches sich in der Kirche befindet wo er häufig zu Gast ist. Auf dem Bild sieht man einen toten Jungen und das Bild trägt die Inschrift CPAS. Erst viel später, nachdem er ein Studium absolviert hat und wieder in seinen Heimatort zurück kehrt, kommt er dahinter was es mit dem geheimnisvollen Bild auf sich hatte.

Diese Umständen werden von der Binnenhandlung besprochen. Diese behandelt den Kunstmaler Johannes, der 1661 zu seinem alten Gönner Gehardus aufbricht. Dies ist kein leichtes Vorhaben, da die Reise noch gefährlich ist. Denn die Welt ist von den Spuren des Krieges gezeichnet und er ist darum sehr gefährdet überfallen zu werden.

 Als Johannes auf dem Hof eintrifft wird er von seinem Vertrauten, dem alten Diedrich in Empfang genommen. Dieser überbringt ihm die Nachricht, dass sein alter Gönner Gerhardus gestorben ist.  Johannes trifft auf die Kinder seines Gönners, Junker Wulf und dessen Schwester Katharina. Während letztere ihn freudig empfängt gibt Junker Wulf klar zu verstehen, dass er nun der neue Hausherr ist und fordert Johannes auf für die Ahnengalerie ein Bild von Katharina zu malen. Diese soll die Familie verlassen und heiraten.

Johannes macht wie ihm befohlen und die liebevollen Gefühle, die er zu Katharina hat und umgekehrt lassen sich nicht verbergen. Sie soll aber einen Mann heiraten, der den höheren Stand inne hat, den Freund von Junker Wulf und den alten Feind von Johannes Junker von der Risch.

Katharina möchte nicht heiraten, so bittet sie Johannes ihrer Verwandten eine Nachricht zu überbringen, in der sie diese um Hilfe ersucht. Da Johannes einen Rahmen für das zu malende Bild in Hamburg kaufen will, macht er einen Umweg über Preetz. Dies kommt aber heraus. Johannes findet noch einmal den Mut bei Junker Wulf um Katharinas Hand an zu halten, obwohl dieser sehr agressiv ist.

Johannes wird schwer verletzt und als er wieder zu sich kommt ist Katharina verschwunden. Sein Kummer darüber ist grenzenlos und er beginnt nach einer Suche nach ihr sich wieder dem normalen Leben zu widmen. Ihn zieht es zu seinen Bruder, wo er den Auftrag bekommt ein Lazerus Bild zu malen. Dies soll er für den Pastor einer naheliegenden Gemeinde anfertigen.

Er begibt sich dort hin und lernt den Pastor und dessen Sohn kennen, welcher ebenfalls Johannes heißt. Erschrocken muss Johannes feststellen, dass es sich bei dem Jungen um seinen gemeinsamen Sohn mit Katharina handelt. Als die beiden Liebenden wieder aufeinander treffen passen sie nicht auf und Johannes, der Sohn, ertrinkt auf der Pfarrerskoppel.

Der Pastor ist außer sich und lässt Johannes das Bild malen und dies mit CPAS versehen. So deckt sich die Geschichte nach und nach auf.


Interpretation

Die Novelle ist eindeutig als Novelle zu identifizieren. Die Geschichte hat eine Einbettung in eine Rahmenhandlung, wie dies ganz typischerweise bei Novellen der Fall ist. Dieser Rahmen wird durch den ersten Ich Erzähler gebildet, der sich die Aufzeichnungen des Malers Johannes durchliest. Diese Aufzeichnungen können so auch größere zeitliche Sprünge enthalten. Die Aufzeichnungen sind in zwei Teile gegliedert, die jeweils in verschiedenen Büchern stehen. Die Binnenhandlung wird also durchbrochen, indem der Ich Erzähler das erste Buch beendet und mit dem zweiten Buch beginnt. Dies ist der Fall um mehr Spannung zu erzeugen und auch um den großen Zeitsprung elegant bewerkstelligen zu können.

Aquis Submersus hat auch noch ein ungewöhnliches und außerordentliches Ereignis, welches ja laut Goethe ein Indiz für eine Novelle ist. Dabei handelt es sich um das Ertrinken des Sohnes. Zudem existiert ein Dingsymbol, dies kann man im Bild sehen, welches der Maler anfertigt, bzw. in mehreren Bildern.

Die Sprache in der Erzählung ist selbst für damalige Zeiten altertümlich. Storm empfindet in seinen Aufzeichnungen des Johannes die Sprechweise und Schreibweise der  Zeit nach, in welcher Johannes lebt. Dies ist im Zeitraum um 1661 der Fall. So verwendet er auch Begriffe, die man zu Storms Lebzeiten schon als veraltet empfand. Begriffe wie Junker oder vergleichbare Begriffe sind kaum  in Werken von Storm zu finden. Auffällig ist außerdem, dass jeder der Personen seine eigene Sprache hat und eine eigene Sprachmelodie hat.






























Freitag, 6. Mai 2016

Kapitel 3 Aquis Submersus

Inhalt

Der Erzähler geht auf der Waldstraße entlang. Er verabschiedet sich von Katharina und diese weint bitterliche Tränen. Sie gibt ihm zum Abschied was mit.

Es vergehen fünf Jahre bis der Erzähler zurück kehrt. Er sucht alles wieder zu finden und gelangt auf das Gut. Die Hunde rennen auf ihn zu und er begrüßt seinen Bekannten, den alten Diedrich. Die Hunde sollen die Bewohner vor den Horden von Menschen schützen, die auf der Suche nach einer Unterkunft und  Geld durch die Gegend streifen. Es sind viele dieser Leute unterwegs.

Johannes sucht Katharina und will zu seinem alten Gönner, Herr Gerhardus, doch der alte Diedrich erklärt, dass dieser gestorben sei und man ihn nun nur noch in der Kapelle des Hofes besuchen kann. Dort liegt Gerhardus tot aufgebarrt.

Auf dem Weg zur Kapelle trifft Johannes Junker Wulf und Katharina. Dieser empfängt ihn eher kühl und reicht ihm nicht einmal seine Hand zur Begrüßung. Jedoch erteilt Wulf ihm den Auftrag seine Schwester zu Malen. Es ist ja so üblich, dass die adeligen Frauen dann gemalt werden, wenn sie das Haus wegen Heirat verlassen. Man wechselt noch ein paar Worte über die Hunde, die Bemerkung von Johannes, dass Junker Wulf seine Hunde besser erziehen möge, weißt dieser zurück. Der Junker Wulf nimmt eine drohende Haltung Johannes gegenüber ein. 
Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus

Interpretation

In diesem Kapitel zeigt Storm wie sehr sich die Welt durch den Krieg verändert hat. Die Menschen sind nun nicht mehr sicher und überall stromern Leute umher und es lauern Gefahren. Doch er lässt Johannes sich diese Gefahren aufbürden, um seinem alten Gönner noch einmal zu begegnen. Hiermit zeigt Storm, dass es Johannes nicht an Tapferkeit und Mut fehlt. Auch dem kühlen Verhalten von Junker Wulf begegnet die Hauptfigur mit einer gewissen Überlegenheit und Stärke. Obwohl dieser ihm nicht die Hand gibt und ihn sehr kühl begrüßt, hat Johannes noch den Mut ihn auf seine unerzogenen Hunde hin zu weisen. 

Dienstag, 3. Mai 2016

Kapitel 6 Aquis Submersus

Inhaltsangabe

Am nächsten Tag, also am Montag, tritt Johannes seine Reise an. Erst am Abend gelangt Johannes nach Hamburg, hier findet er schon den Schnitzer vor, welcher den Bilderrahmen schnitzen soll. Dieser verspricht ihm die Rahmen zu senden, nachdem Johannes die Bestellung aufgegeben hat.

Es folgt ein Bericht über Störtebecker, den berühmten Seeräuber.

Schließlich reist Johannes wieder ab und fährt wie mit Katharina vereinbart nach Preetz, wo er zum Stift der ehrwürdigen Damen geht. Diese ähnelt dem Herrn Gehardus hat aber ein strengeres Aussehen. Er überreicht ihr das Schreiben von Katharina und bekommt einen Brief den er als Antwort an Katharina mit zurück nehmen soll. Dann begibt sich der Maler auf den Rückweg zum Hof von Junker Wulf und Katharina.

Königs Erläuterung-en und Materialien: Aquis submersus



In einer warmen Julinacht erreicht er das Dorf und will dort noch einen Handwagen organisieren, wegen des Paketes aus Hamburg. Als er Richtung Haus geht kommt er an Ottens Krug an und geht hinein. Dieser ist voll von Leuten   auch Junker von der Risch ist dort mit einer derben Dirne.

Junker Wulf ermahnt den Junker von der Risch die Finger von den Dirnen zu lasen. Er fordert den Maler auf ihn von seiner schönen Braut zu erzählen. Johannes lässt sich aber nicht provozieren und lässt sich auch nicht auf einen Streit ein, als der Junker meint der Maler kenne die Schöne in und auswendig.

Junker Kurt wird eifersüchtig doch man erzählt der Rahmen sein schon in Hamburg bestellt für das Bild. Es kommt zur Sprache, dass ein Reiterknecht den Maler im Stift bei Preetz gesehen haben soll und der Botengang von Johannes kommt ans Tageslicht. Der Maler muss die Flucht ergreifen, da ihm sonst Gefahr für Leib und Leben droht.

Interpretation

Die Lage spitzt sich nun zu und die Junker Wulf und der Junker von der Risch zeigen ihr wahres Gesicht. Die Bedrohung für die beiden Liebenden tritt nun deutlich zu Tage. Der Spannungsbogen baut sich immer weiter auf und die Geschichte erreicht einen ersten dramatischen Hochpunkt. Bereits hier kann man als Leser erkennen, dass es kaum eine Chance für die Liebenden gibt, diese Geschichte noch zum Guten zu wenden. 

Sonntag, 1. Mai 2016

Kapitel 8 Aquis Submersus

Inhaltsangabe
Er geht noch einmal in Ottens Kurg, dieser fragt ihn nach dem Vorfall mit den Junkern. Der Wirt warnt ihn auch noch einmal vor der Gewalt der Junker.

Johannes schreitet über den Hügel und schaut sich das Herrenhaus an, da er weiß, dass er dieses lange nicht mehr sehen wird.

Er trifft noch einmal auf den alten Diedrich, der sehr aufgebracht ist. Er will weiteres Unglück verhindern und erklärt Johannes, dass er den Junker mit der Anstandsdame Bas Ursel sprechen sah, zudem hätte der Junker ihn auch noch nach Johannes gefragt.

Johannes will nun mit dem Junker reden und geht zu ihm. Dort hält er um Katharinas Hand an. Der lacht ihn aus und verübt einen Mordversuch auf ihn. Als Johannes wieder zu sich kommt ist er Holland.


Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus            


Interpretation  
Mit diesem Kapitel endet die idyllische Zeit auf dem Herrensitz. Man merkt in diesem Abschnitt sehr deutlich wie mutig der Maler ist, denn er hält um die Hand von Katharina an, obwohl er weiß, dass der Junker nicht gut auf ihn zu sprechen ist und noch dazu sehr gewalttätig ist.

Als Leser weiß man bereits, dass es ab jetzt nur noch bergab mit dem Paar gehen kann, da die Liebenden ab hier immer weiter auseinander driften, auch räumlich.

Quelle

http://gutenberg.spiegel.de/buch/aquis-submersus-3489/8

Samstag, 30. April 2016

Kapitel 9 Aquis Submersus

Inhaltsangabe

Johannes ist verletzt. Er hat einen Schuß in die Brust  bekommen und Diedrich gelangt zu ihm, gibt ihm seinen Lohn für das Bild. Der Junker war wohl nicht nach Kiel gereist, berichtet Diedrich, jedoch sah man von Katharina nichts mehr. Johannes wartet auf seine Genesung.

Der Maler bekommt einen Malauftrag und fragt seine Nachtbarn nach dem Junker von der Risch aus. Dieser wolle sich bald zur Ruhe setzen und hatte sich ein Weib genommen- jedoch nicht Katharina, sondern ein altes Fräulein aus der Nachbarschaft. Katharina wurde seit Neujahr nicht mehr gesehen. Johannes beteuert er sei die ganze Zeit krank gewesen und habe diese Zeit in Holland verbracht.

Er macht sich auf den Weg zum Stift in Preetz, jedoch wird er nicht zu der Dame vor gelassen. Als er auf Junker Wulf trifft teilt dieser ihm mit, dass er die Hunde auf ihn los lassen wird, sollte er sich auf den Hof trauen. Johannes begibt sich darauf hin nach Hamburg, um dort Nachforschungen vor zu nehmen.


Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus+


Interpretation

Das Schicksal nimmt nun seinen Lauf und es gibt keinen Weg mehr, den die Liebenden zueinander nehmen können. Katharina ist spurlos verschwunden und auch ihr Bruder gibt klar zu verstehen, dass er keinen Weg zurück auf den Hof dulden wird.

Dieser Abschnitt des Textes zeigt, wie aussichtslos und hoffnungslos die Lage der Liebenden ist und wie wenig Chancen sie haben zueinander zu kommen. Kaum ein Leser kann ahnen, dass die beiden noch einmal aufeinander treffen werden. 

Freitag, 29. April 2016

Kapitel 10 Aquis Submersus

Inhaltsangabe

Das erste Heft, in dem handschriftliche Aufzeichnungen des Malers Johannes festgehalten wurden, ist nun beendet. In dem ersten Bild erkennt der Erzähler den Gönner des Malers Herrn Gerhardus, doch was zeigt das zweite Bild und wer ist der Knabe?

Er schlägt das zweite Heft auf, auf dem der selbe Spruch steht, den man auch im Haus findet.

Das zweite Heft beginnt Anno 1666, Johannes kommt zur Stadt an der Nordsee und soll ein Bild malen. Er richtet sich in eine Wirkungsstätte ein, die man im Pesel einer Witwe findet. Hier malt er ein Bild und lässt dabei auch die Gesichtzüge des Herrn Gerhardus mit ein fließen. Irgendwann kann er nicht weiter malen, er sitzt auf dem Markt und beobachtet das Gedränge.

Der Küster der Kirche ruft Johannes zu sich, er sagt er käme aus dem Norden der Stadt. Sie brauchen dringend einen Maler in seiner Gemeinde. Johannes wartet dann auf seinen Bruder, bei der er in der Zeit lebt, dieser prognostiziert Johannes, der habe einen seltenen Kopf zu malen.

Schließlich begibt sich Johannes auf den Weg zu der Arbeitsstätte. Hier soller einen den Pastor malen. Er begegnet einem schönen vier Jahre alten Jungen, der der Sohn des Pastors ist. Johannes betrachtet die Bilder der vorherigen Pastoren und will auch die geschnitzte Maria sehen, von welcher ihm sein Bruder berichtete.

Im Gespräch ereifert sich der Pastor über die Holländer.

Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus


Interpretation

Die Geschichte macht nun einen zeitlichen Sprung. Der Maler ist zu seinem Bruder gegangen, man könnte annehmen, dass sich dieser in Storms Heimatstadt Husum befindet. Hier spannt der Autor den Bogen kunstvoll zu der Kirchengemeinde hin, in der sich der Erzähler I bereits schon auf der Pastor Koppel bewegt hat. Diesen Erzähler I lässt Storm nun auch zu Wort kommen, denn er lässt diesen das zweite Heft aufschlagen.

Dies hat gleich zwei Bedeutungen: Die erste ist, dass Storm eine deutliche Trennung zwischen dem ersten Teil der Binnenhandlung und dem Zweiten vornimmt. Er lässt die Zeit im Hof klar abgegrenzt sein von der Zeit in der Gemeinde, um deutlich zu machen, wie groß das Schicksal ist, dass die beiden Liebenden wieder zusammen geführt hat.

Die nächste Begründung für die Teilung in zwei Teile durch die Hefte ist, dass Storm sehr gerne mit Rahmen und Doppelrahmen arbeitet, wenn er Novellen verfasst. Das sieht man auch sehr klar daran wie er den Schimmelreiter aufgebaut hat. 

Donnerstag, 28. April 2016

Kapitel 11 Aquis Submersus

Inhalt

Johannes malt nund den Pastor, jedoch bleibt er immer im offiziellen Bereich des Hauses und wird nie in die Wohnung gelassen. Der Junge besucht ihn immer wieder bei seiner Arbeit und ihm fällt das Besondere in den Augen des Jungen auf. Auffällig ist, dass niemand die Frau des Pastors kennt, das erzählt ihm die Magd. Er malt weiter den Lazerus, wie es ihm aufgetragen wurde. Je genauer er sich den Jungen ansieht, desto klarer wird ihm, dass es Katharinas Augen sind, die er in dem Knaben sieht.

Der Bruder und er sehen später die Gesellschaft an, die von einer Hochzeit nach Hause kommen. Die Leute wollen eine Hexe brennen sehen.

Der Maler kehrt zum Pfarrhaus zurück und wandert suchend durch den Garten. Er will dort den Jungen finden und sieht den Jungen des Hauses, der auch Johannes heißt, umher laufen. Er hört auch eine holde hohe Stimme.

Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus



Interpretation

In diesem Teil kündigt sich bereits die Katastrophe an. Johannes ist dahinter gekommen, dass es sich bei dem Knaben um den Sohn seiner Angebeteten handeln könnte. Auch wenn es sehr absurd ist, dass man ausgerechnet hier auf seinen Sohn trifft, scheint es das Schicksal zu sein.

Bei diesem Textabschnitt handelt es sich um ein letztes beruhigendes Element, welches Storm nutzt um noch einmal die Spannung zu steigern. Erst in den nächsten Zeilen wird Johannes auf Katharina treffen und die Auflösung der gesamten Zusammenhänge erfolgt.

Quelle
http://gutenberg.spiegel.de/buch/aquis-submersus-3489/11

Mittwoch, 27. April 2016

Kapitel 12 Aquis Submersus

Inhalt

Im Garten erblickt Johannes Katharina und erkennt im kleinen Johannes sein Kind. Der Priester hat sein hohes Amt durch seine Hochzeit mit ihr bekommen und so erhielt das Kind den ehelichen Namen. Sie hatte durch diese Möglichkeit Glück im Unglück.

Katharina und Johannes verspüren sofort wieder die alten Gefühle füreinander, küssen sich und kommen sich näher, als der Pastor die Szenerie betritt. Er wird rasend vor Wut und seine Frau beichtet alles, was geschehen ist. Sie und der Pastor ertränken schließlich das Kind in dem Teich.

Johannes will die Leiche seines Kindes sehen.


Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus


Interpretation

Nun hat das Unglück seinen Lauf genommen und das Kind ist tot. Es ist nun offenkundig, dass Johannes Sohn durch seinen Vater im See ertränkt wurde und das die Inschrift im Bild somit zurecht die bereits vermutete Bedeutung hat. In diesem und im letzten Teil wird noch einmal deutlich wie sich die Fäden der Katastrophe entspinnen und das Unglück sich seinen Lauf genommen hat.  

Dienstag, 26. April 2016

Kapitel 13 Aquis Submersus

Inhalt

Johannes besucht seinen toten Sohn und beginnt zu malen. Katharina kommt im schwarzen Trauerkleid  und schreibt in die Ecke des Bildes die Buchstaben

C. P. A. S. hinein. Diese Buchstaben bedeuten

Ertrunken durch die Schuld des Vaters.

Auch der Pastor kommt herein und weint bittere Tränen. Doch Johannes lässt dann den Pastor und seinen toten Sohn zurück. Ebenso lässt er Katharina dort.

Die Handschrift endet mit diesen Erzählungen und enthält noch den Satz" Der Maler wurde nie berühmt, jedoch fand das Lazerusbild in der Chronik Erwähnung.


Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus


Interpretation

Im letzten Schritt schließt Storm den Rahmen wieder und umschließt so die Binnenhandlung. Er lässt die Aufzeichnungen des Malers enden und wir erfahren auch nicht mehr über sein weiteres Leben. Storm lässt uns nur wissen, dass aus Johannes kein berühmter Maler wurde. Das zeigt, dass die Figur eigentlich nur für Geschichte wichtig war und sein Lebensweg ansonsten egal ist.

Hiermit endet die Novelle vom Jungen, der durch die Schuld seines eigenen Vaters ertrunken ist. 

Sonntag, 24. April 2016

Quellen für die Beiträge zu Aquis Submersus


https://de.wikipedia.org/wiki/Aquis_submersus
http://www.grin.com/de/e-book/105858/storm-theodor-aquis-submersus-interpretation-der-novelle-mit-bezugnahme
https://books.google.de/books?id=0X2oCrzQyKkC&pg=PA163&lpg=PA163&dq=aquis+submersus+interpretation&source=bl&ots=UoNdpRBjst&sig=3JtrjNpEoM8KOBGkIIiwhI4OyGc&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiI9OrioMPMAhWNDBoKHSfXBwwQ6AEIUTAH#v=onepage&q=aquis%20submersus%20interpretation&f=false

Samstag, 23. April 2016

Aquis submersus Personenkonstellation

In Aquis submersus handeln die Personen auf verschiedenen Ebenen. Man muss unterscheiden ob die Personen in Aquis submersus der Rahmenhandlung angehören oder ob sie zu der Binnenhandlung zu rechnen sind. 

Die Verbindung  zwischen der Rahmenhandlung und der Binnenhandlung ist die Aufzeichnung durch den ich Erzähler Johannes. Dieser steht mit den anderen in den Aufzeichnungen vorkommenden Personen in Verbindung.

Die innigste Verbindung hat er außer zu Katharina noch zu dem Gönner Herr Gerhardus, welcher jedoch in der Geschichte nicht handelt, sondern bereits tot ist. 

Ansonsten sieht sich Johannes bei den Bewohnern und Freunden des Hauses viel mit viel Feindschaft konfrontiert. Er hat nicht nur die beiden Junker gegen sich, sondern auch die Anstandsdame, die ja auf Katharinas Tugenhaftigkeit aufpassen soll. Diese mag nämlich Katharinas Ehemann in Spe sehr und hat auch ein wachsames Auge auf Katharina. 


Donnerstag, 21. April 2016

Beschreibung von Katharina aus Aquis Submersus

Katharina ist die schöne Schwester von Junker Wulf und eine Freundin von Johnannes. Die beiden kennen sich bereits von Kindheit an. Bereits der erste Abschied von Katharina und Johannes fällt ihr schwer, denn sie ist traurig, als Johannes aufbricht um in Holland eine Ausbildung zu amchen.

Sie hat braune Locken und trägt eine Haube. Ihr junger Körper ist voller Wiedersehensfreude, als sie Johannes wieder sieht, was zeigt wie wichtig er ihr ist.

Sie hat  die Stirn vom Vater geerbt und den Liebreiz also ihre Schönheit von der Mutter. Sie bittet Johannes um Hilfe, da sie sich von ihrem Bruder Junker Wulf bedrängt fühlt.

Katharina ist dem Aberglauben zu getan. So hält sie es für möglich, dass die Verwandte immer wieder dann erscheint, wenn der Familie Unglück droht.

Die Liebe zwischen Katharina und Johannes ist ungebrochen, auch nach dem sie ganze fünf Jahre getrennt waren ist ein Wiedersehen sofort wieder mit den selben Emotionen verbunden, die auch bei Johannes Fortgehen vorhanden waren. 

Montag, 18. April 2016

Junker Wulf Aquis submersus

Junker Wulf ist der Sohn des Herrn Gerhadus und der neue Hausherr nach dessen Tod. Er hat nun nicht nur das Sagen über den gesamten Hof, sondern auch über seine Schwester, die er mit seinem Freund Junker von der Risch vermählen will.

Zu Johannes hat der Junker Wulf keine gute Verbindung, er macht sich über den Maler und dessen Kleidung lustig, auch fragt er ironisch ob er diesen nun mit "Sieur" anreden müssen. Das ist auch eine Anspielung auf dessen niedrigen Stand.

Er hat eine drohende und aggressive Grundhaltung, was man auch an seinen wilden und unerzogenen Hunden sieht. Diese drohende Haltung zeigt sich auch verbal, er lässt keinen Zweifel daran jeden Menschen aus den Weg räumen zu wollen, der ihm im Wege steht. Er sagt den "heztt er in den des Teufels Rachen".

Als Junker Wulf vom Versuch Katharinas erfährt ist er außer sich und scheut sich auch nicht vor mehrfacher Gewalt an Johannes.



Sonntag, 17. April 2016

Aquis submersus Urs Basel Charakteristik

Die Anstandsdame des Hauses hat die Aufgabe auf Katharina auf zu passen. Sie hat ein strenges Auge auf die ihr angetraute junge Frau. Sie ist in der klassischen Tracht der Kindermädchen. In schwarz gekleidet mit einer Krepphaube als Kopfbedeckung ist sie eher eine unscheinbare Erscheinung: Dieser Eindruck wird noch verstärkt durch ihre schwindende Gestalt. Sie ist schon eine alte Dame und scheint keine große, stattliche Statur zu haben, sondern eher gebrechlich. Sie geht am Stock.


Sie hat ein feines Gespür, denn sie merkt sofort, dass Johannes Gefühle für Katharina nicht freundschaftlicher Natur sind. Sie sieht das sofort daran, dass Katharinas Blick auf dem Bild besonders liebevoll ausgesehen hat. Doch anstatt den Liebenden ihr Glück zu gönnen holt sie Katharina gleich weg.

Urs Basel ist gebildet, sie spricht französisch und hat auch ansonsten eine gute Ausdrucksweise.
Sie findet, dass Junker von der Risch ein guter Typ ist, sie mag ihn sehr.  Dennoch hat sie auch für Johannes positive Empfindungen, als man die Hunde auf ihn hetzen will setzt sie sich für ihn ein.

Trotz ihrer unaufälligen Aussehen sorgt sie für gute Laune bei Tisch, denn sie eine sehr gesprächige Person.

Freitag, 15. April 2016

Charakteristik Herr Gerhardus Aquis submersus

Gerhardus ist der alte Gönner und Schirmherr von Johannes. Er kennt Johannes schon von Kindertagen an und Johannes macht sich auf den gefährlichen und beschwerlichen Weg zu ihm. Die Kriegstage und die umherlaufenden gefährlichen Menschen machen diesen Weg sehr schwer und riskant. 

Als Johannes auf dem Hof eintrifft stellt er fest, dass sein Gönner Herr Gerhardus tot in der Kapelle aufgebarrt ist. Das dieser ein Mann mit Einfluss gewesen ist merkt man daran, dass die Beerdigung viele Besucher anzieht.

Montag, 4. April 2016

Kapitel 5 Aquis Submersus

Inhaltsangabe

Katharina kommt aus dem Zimmer des Herrn Gerhardus hinein, Johannes hat die Leinwand schon vorbereitet. Katharina ist verzweifelt, weil sie verheiratet werden soll, ihr Bruder will das so. Sie hasst ihren künfigen Ehemann jedoch. Johannes schlägt vor, dass sie bei ihrer Verwandten um Schutz ersuchen soll. Da Johannes sich nach Hamburg begeben will könnte er einen Umweg über Preetz machen und eine Nachricht überbringen.

Nach diesem Gespräch geht alles wieder seinen normalen Gang und er malt sie mehrer Tage lang unbehelligt.

Junker Kurt besucht sie eines Tages beim zeichnen, Katharina aber lehnt seine Annährungen angewiedert ab. Die Zeit vergeht, man merkt, dass Johannes und Katharina diese lieber still stehen liesen. Sie übergibt ihm den geheimen Brief an die Base, als er beim Zeichnen seines Bildes schon in den letzten Zügen liegt. In all dieser Zeit fühlt er sich von dem Gemähde der Frau beobachtet.

Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus

Kathrina kann zu der Frau einiges erzählen, diese soll ihr eigenes Kind verflucht haben, welches schließlich ertrunken sei. Noch heute sollen dort Schachtelhalm und Binsen dort aus dem Boden wachsen.  Immer wenn einem Mitglied der Familie leid droht, soll sie sich zeigen. Die Frau hätte ihr Kind verflucht, da sie nicht den Vetter der Mutter heiraten wollte und jemanden anderes liebt. Dieser hätte aber auf Grund von Standesunterschieden nicht ihr Mann werden können.

Als Bas´Ursel sieht wie Johannes Katharina auf dem Bild dargestellt hat, erkennt sie, dass die beiden sich gefühlsmäßig aneinander angenähert haben. Johannes leugnet dies aber, er schiebt dies auf die Notwendigkeiten der Kunst. Die Base holt Katharina dort weg, da sie findet Johannes kann auch ohne sie weiter malen.

Interpretation

Storm nimmt durch die Geschichte der Frau auf dem Gemälde einen Kunstgriff vor. Er nimmt die tragische Geschichte von Aquis submersus voraus und lässt diese durch Katharina erzählen. Tragischerweise scheint man als Leser bereits zu erahnen, dass sich genau das Gleiche für diese Generation von Liebenden zu wiederholen scheint.

In diesem Abschnitt wird immer deutlicher, dass Katharina und Johannes eigentlich füreinander bestimmt wären, dass diese Liebenden jedoch auf Grund der Gesellschaft nicht zusammen kommen können.

Auch hier sind es wieder Gemälde die eine zentrale Rolle in der Erzählung spielt und die Storm helfen Randgeschichten in die Geschichte mit ein zu binden. So entsteht eine komplexe und düstere Geschichte voller Spiegelungen und Vorausschauen und mit vielen interessanten Teilaspekten. 

Montag, 22. Februar 2016

Der Schimmelreiter alles Wichtige auf einen Blick

Kapitel 1

Erzähler I sitzt bei seiner Urgroßmutter und liest über den Mann, der am Deich entlang reitet in einem Buch.

Erzähler II Reitet den Deich entlang und gelangt an ein Wirtshaus, nachdem ihm am Deich der Schimmelreiter erschien.  Er hat dort ein Gespräch mit dem Deichgrafen und mit dem Schulmeister, dieser erzählt die Geschichte von Hauke Haien und den anderen Ereignissen.

Interpretation
 Rahmen I und Rahmen II werden eröffnet, sowie die Binnenhandlung 

Kapitel 2

Tede Haien ist der Vater des fähigen Deichgrafen. Hauke ist schon früh an Mathematik interessiert und eignet sich mit Hilfe einen holländischen Euklid die Grundlagen an. Hauke erkennt bereits früh, dass die Deiche nicht richtig gebaut sind

Kapitel 3

Hauke zieht es immer wieder hinaus zum Deich. Hier sieht er, obwohl er kein abergläubischer Mensch ist, Gestalten und Wesen im fernen Nebel.
Er wächst heran und lebt vor sich hin. Dabei tötet er den weißen Angora Kater von Trine Jans, da dieser ihm eine Beute streitig macht. Es kommt zu einem Eklat.

Kapitel 4

Dieser Eklat setzt sich fort. Hauke und sein Vater reden über den toten Kater. Es muss eine Entschädigung für Trine Jans her. Hauke soll nun ausziehen und man kommt zu den Schluss, dass man Hauke als Helfer beim amtierenden Deichgrafen bewerben kann. Dieser hat einen Kleinknecht gekündigt, welcher stark getrunken hatte. Es kommt zu einem Bewerbungsgespräch.

Kapitel 5 

Hauke bekommt die Stelle als Kleinknecht und hat in dem Großknecht Ole Peters einen Widersacher. Ole hasst ihn, da Hauke beim Deichgrafen großes Ansehen genießt. Dieser hat eine Schwäche im Rechnen und lässt sich nur zu gern vom mathematikbegeisterten Hauke helfen. Hauke freundet sich auch mit der Tochter Elke des Deichgrafen an.
Als eine Deichinspektion durch den Oberdeichgrafen ansteht findet dieser lobende Worte. Es scheint offenkundig, dass diese Verbesserungen durch das zu tun von Hauke zu Stande gekommen sind.

Kapitel 6

Hauke ist nun in seinem dritten Dienstjahr
Es findet ein Eisboßel Tunier statt. Hauke nimmt nach einigem Zögern teil. Ole Peters ist Schiedsrichter

Kapitel 7

Fortsetzung des Boßeltuniers, Hauke kauft einen Ring für die Verlobung, trägt diesen fortan in seiner Westentasche. Der alte Deichgraf Tede Volkerts wird langsam kümmerlich.

Kapitel 8

Tede Haien, Haukes Vater, liegt im Sterben. Er vererbt Hauke eine Fenne und bringt ihm damit näher an die Position des Deichgrafen.
Hauke und Elke verloben sich.

Kapitel 9

Tede Volkerts stirbt. Auf der Beerdigung wird über seine Nachfolge gesprochen. Zunächst in Jewe Manners im Gespräch, der aber aus Altersgründen ablehnt. Durch diese Umstände geben Elke und Hauke ihre Verlobung bekannt und Hauke wird trotz seiner jungen Jahre der Nachfolger seines Schwiegervaters.

Kapitel 10

Elke und Hauke sind inzwischen verheiratet und Hauke ist Deichgraf geworden. Nach siebenjähriger Amtszeit, in der Hauke hart arbeitet und alles Versäumte des Vorgängers nachholen will, kommt es dazu dass sich harter Kritik von Ole Peters ausgesetzt sieht. Dieser ist inzwischen durch seine Ehe mit Vollina Harders gesellschaftlich aufgestiegen. Es geht um ein Stück Vorland, welches häufig überspült wurde. Da dies Ole Peters ein Dorn im Auge war hat er seine Anteile an Hauke gegeben. Nun fasst Hauke die Pläne für die Eindeichung, was ihm darum harte Kritik von Ole Peters einbringt.

Kapitel 11

Die Planungen sind im vollem Gange und Hauke bereitet sich gewissenhaft auf das Projekt Eindeichung vor.
Iven John und Carsten sehen auf Jeversand eine Erscheinung. Dort scheint ein Pferd herum zu gehen. Das Pferdegerippe, welches dort lag ist hingegen nicht mehr dort.

Kapitel 12

Sie entscheiden hinüber zu fahren und nach dem Rechten zu sehen. Beim Wegfahren sehen sie das geisterhafte Pferd, einen Schimmel, erneut.

Hauke kauft auf dem Markt ein Pferd, einen sehr abgemagerten Schimmel. Der Oberdeichgraf gibt grünes Licht für den Bau des neuen Deiches.

Kapitel 13

Der Schimmel wächst und gedeiht, er wird von den Bediensteten als unheimlich empfunden. Der Knecht kündigt und begibt sich in den Dienst von Ole Peters, wo er über seinen ehemaligen Dienstherren Hauke lästert.
Ende März wird der Befehl zur Eindeichung gegeben. Hauke wird für seine Entscheidung den Deich zu bauen stark kritisiert.

Kapitel 14

Der Deichbau geht gut voran und Ole Peters setzt seine Beschuldigungen von Kapitel 10 fort. Im November stoppt der Deichbau wegen des Wintereinbruch. Elke bekommt nach langem Warten endlich eine Tochter. Wienke ist zurück geblieben und wird dennoch von ihren Eltern geliebt.

Kapitel 15

Der Unmut in der Bevölkerung gegen Hauke wächst. Es wird sogar auf einem Gottesdienst gegen ihn gepredigt. Der Hengst entwickelt sich weiterhin gut. Die Bauarbeiten am Deich schreiten voran. Hauke rettet einen Hund, der von seinen Deichbauern in den unfertigen Deich bei lebendigem Leibe eingemauert werden soll. Er schenkt den Hund seiner Tochter.

Kapitel 16

Der Deich ist in der Fertigstellung. Eine Inspektion durch den Oberdeichgraf steht an und man ist voller Lob für Hauke und seine Arbeit.
Drei Jahre später hat sich der neue Deich auch bewährt, da er kaum Kosten für den Unterhalt und für die Instandsetzung gekostet hat.
Trine Jans lebt jetzt mit der Deichgrafen Familie auf dem Hof und sie freundet sich mit der Tochter Wienke an. Der gerettete Hund und Wienke leben ebenfalls dort.

Kapitel 17

Wienke ist noch immer zurück geblieben. Ihr macht das Wasser große Angst. Sie besucht Trine häufig und diese erzählt Wienke die Sage von den Wassergeistern. Dies unterbindet Hauke aber, da er keinen Aberglauben in seinem Haus will.

Kapitel 18

Hauke hat das Marschfieber und fantasiert. Es kommt ein Herbststurm und richtet einen Schaden am alten Deich an. Ole Peters möchte diesen Schaden nur notdürftig reparieren, Hauke hingegen möchte ihn vollständig sanieren. Ole Peters setzt sich durch, weil Hauke noch sehr schwach ist.

Kapitel 19

Man befindet sich im Jahr 1756
In diesem Jahr stirbt Trine Jans. Noch auf dem Sterbebett sieht sie den Untergang hervor kommen. Es herrscht ein starker Sturm und Hauke geht dabei hinaus zu Deich. Er denkt, dass Elke und Wienke in ihrem Heim in Sicherheit sind.
Er reitet mit dem Schimmel den Deich entlang, um die Sicherheit der Dorfbewohner zu gewährleisten.

Kapitel 20

Die Sturmflut erreicht den Höhepunkt. Hauke reitet den Deich entlang und sieht dort Männer den neuen Deich durchstechen. Als er sie befragt warum sie dies tun antworten sie, dass Ole Peters dies angeordnet hat und dadurch der alte Deich geschützt werden soll.

Der alte Deich bricht dann an jener Stelle, die zuvor schon Schaden genommen hatte. Hauke erkennt seine Schuld an den Ereignissen und wirft sich in die Flut. Elke und Wienke folgen ihm in den Tod, nachdem sie ihm an den Deich gefolgt sind.




Hauke Haien

  • Bereits früh an Mathematik interessiert
  • Widersacher Ole Peters
  • Wird zunächst Kleinknecht am Hof des Deichgrafen
  • Arbeitet sich dann zum Großknecht hoch
  • Verliebt sich in Elke
  • Verlobt sich dann mit ihr
  • Wird schließlich selbst Deichgraf
  • Arbeitet hart und sorgfältig
  • Steht unter Kritik im Dorf
  • Diese Kritik regt ihn an das Deichbauprojekt zu wagen
  • Auch hier kritisiert ihn Ole Peters
  • Nach Oles Gesellschaftlichem Aufstieg hat dieser mehr Einfluss auf Haukes tun
  • Hauke würde alles für Elke und Wienke tun
  • Er steht dem Aberglauben skeptisch gegenüber
  • Zieht sich im Verlauf der Novelle immer mehr von seinen Mitmenschen zurück
  • Er beugt sich später dem Druck von Ole Peters, obwohl der den Deich lieber saniert hätte = opfert sein Gewissen für seine Ruhe
  • Fühlt sich für den Untergang verantwortlich
Tede Haien

  • Vater von Hauke Haien
  • Ist ein praktischer Mann
  • Hilflos, wenn es um Gefühle geht ( Trine Jahns Trauer um ihren Angorakater )
  • Ist zunächst nicht von Haukes mathematischem Interesse begeistert
  • Später unterstützt er Hauke und übergibt ihm eine Fenne auf dem Sterbebett


Elke Volkets

  • Tochter des Deichgrafen
  • Haukes Frau
  • Mutter von Wienke
  • Steht immer treu hinter Hauke
  • Loyal bis in den Tod
  • Ist eine sehr kluge Frau
  • Mathematisch begabt
  • Beliebt und angesehen
  • Kümmert sich liebevoll um Hauke und Wienke und auch um Trine Jahn
  • Ist eine gute Beraterin, da sie Haukes Vorhaben der Eindeichung mit konstruktiven Fragen bereichert


Tede Volkerts

  • Deichgraf
  • Kann nicht gut rechnen, ist eigentlich ungeeignet für seinen Job
  • Sehr angesehener Mann im Dorf
  • Stirbt im Verlauf vom Buch
  • Stellt Hauke als Kleinknecht ein und befördert ihn irgendwann zum Großknecht
Ole Peters
  • Ist kein kluger Mann, aber hat Macht
  • Ist zunächst Großknecht und steigt dann gesellschaftlich auf durch seine Heirat mit Vollina Harders
  • Beschuldigt Hauke sich Vorteile zu verschaffen 
  • Kritisiert Hauke immer wieder
  • Wird später Deichgevollmächtigter


Montag, 1. Februar 2016

Aufbau und Sprache Der Schimmelreiter

Rahmenhandlung und Binnenhandlung
Die Handlung wurde in eine Rahmenhandlung eingebettet, wie dies in Novellen häufiger der Fall ist. Diese Rahmenhandlung ist doppelt gehalten, zum Einen berichtet ein Erzähler, dass er die gesamten Ereignisse in einem Buch gelesen habe, welches er bei seiner Urgroßmutter vorfand (Kapitel 1):“Was ich zu berichten beabsichtige, ist mir vor reichlich einem halben Jahrhundert im Hause meiner Urgroßmutter, der alten Frau Senator Feddersen, kundgeworden, während ich, an ihrem Lehnstuhl sitzend, mich mit dem Lesen eines in blaue Pappe eingebundenen Zeitschriftenheftes beschäftigte; ...“ .
In diesen ersten Rahmen wird noch ein weiterer Rahmen eingebunden, indem Storm den Erzähler der Geschichte aus dem Buch in eine Kneipe gehen lässt, wo dieser auf den Schulmeister trifft. Dieser berichtet ihm von den Ereignissen rund um Hauke Haien und dem Deichbau, er bildet somit den zweiten Rahmen. Als Binnenhandlung fungieren die Ereignisse im Leben von Hauke Haien, Elke Volkerts und dem Deichbau, bis hin zum Tod der Hauptersonen.
Der zweite Rahmen ist die Begnung des Ich Erzählers II, der an einem Deich entlang reitet, um zur Stadt zu gelangen. Im Krug begegnet dieser Ich Erzähler dem Schulmeister und dem Deichgrafen, der noch die Erzählungen des Schulmeisters relativert. Der Schulmeister berichtet dem Ich Erzähler II die Binnenhandlung, also die gesamte Geschichte rund um den Deichgrafen Hauke Haien und dessen Frau Elke. Der Schulmeister kennt Hauke Haien auch nicht persönlich, jedoch gibt er immer wieder die Quellen seiner Erkenntnisse an. Der Leser der Novelle wird aber durch wechselnde Aussagen immer wieder dazu angehalten das gelesene selbst in den Zweifel zu ziehen. Denn der Schulmeister selbst wird kritisiert und zwar durch den Deichgrafen des Erzählrahmens, dieser spricht dem Schulmeister seinen Sinn für Übersinnliches ab. Doch der Schulmeister spricht nicht nur am Anfang der Geschichte, im Verlauf der Erzählung meldet er sich immer wieder zu Wort, jedoch schwenkt er dann schnell wieder auf die Binnenhandlung.

Der erste Erzählrahmen, des Erzählers I , der die Erählung in einem Buch liest, wird erst gegen Ende der Novelle vollständig geschlossen.  
Zeiträume
Der erste Rahmen bildet der Erzähler, welche das Buch im Hause seiner Urgroßmutter vorfindet. Diese spielte vor einem halben Jahrhundert vor dem Erzähler der Jetztzeit. („...ist mir vor reichlich einem halben Jahrhundert...“). Dieser erzählt von Ereignissen, die rund um den Erzähler II handeln. Dieser reitet im Sturm am Deich entlang, um dann in einem Wirtshaus einzukehren und sich dort die Geschichte von Hauke Haien erzählen zu lassen. Die im Text enthaltene Zeitangabe lautet:  „Es war im dritten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts, an einem Oktobernachmittag – so begann der damalige Erzähler ...“ Kapitel 1.  Die Handlung des Schimmelreiters Hauke Haien und des Deichbaus vollzieht sich Anno 17, wie in dem ersten Kapitel angegeben wird.
Die Sprache
Die Sprach es Schimmelreiters ist einfach gehalten und beinhaltet kurze Sätze. Sie ist versehen mit wörtlicher Rede. Die Novelle enthält viele Begriffe, die eine lokale Relevanz haben, man könnte sagen, dass der Schimmelreiter eine lokale Färbung hat. Viele Dialoge sind in der Mundart Plattdeutsch verfasst. Die Erzählung enthält außerdem noch viele Fachbegriffe, die aus dem Küstenschutz, der Landgewinnung und dem maritimen Bereich kommen. So dürften Begriffe wie Koog, Priel oder Lahnung nur Küstenbewohnern ein Begriff sein.
Die Novelle enthält viel direkte Rede und drückt den Grundkonflikt Rationalität und Sachlichkeit gegen Glauben und Aberglauben auch in der Sprache aus.
Die Sprache im Schimmelreiter ist gebunden und in festen Rhytmen verfasst. Storm legte großen Wert darauf, dass die Novelle schön lesbar ist und griff dabei dann auch zu nicht ganz richtigen Wendungen und grammatikalischen Kniffen. Er opferte die richtige Ausdrucksweise zu Gunsten einer besseren Lesbarkeit. 

Dienstag, 26. Januar 2016

Der Schimmelreiter - Carsten und Iven

Carsten und Iven
Beide beobachten zusammen das Pferd auf Jeversand und fahren herüber um sich von der Existenz des Pferdes zu überzeugen. Sie sind beide in Angst und Schrecken, jedoch ist Iven von dem Pferd von Hauke sehr verängstigt. Ihn schockiert das so sehr, dass er sich sogar eine neue Dienststelle sucht. Er erzählt überall von dem Schimmel, der direkt aus der Hölle kommt. Iven glaubt aber nicht, dass der Schimmel von Hauke der Schimmel sei, den sie auf der Hallig gesehen haben.
Iven Johns
Er ist der Knecht, der sich mutig auf die Suche nach dem Gerippe macht ( Kapitel 9 und 10), der aber auch ein wenig abergläubisch ist.Der Knecht tratscht bei seinem neuen Chef Ole Peters, dass das Pferd vom Teufel sei.
Carsten

Carsten ist abergläubisch ( kapitel 13 ) und denkt das Gerippe von Jeversand sei nun der Schimmel des Deichgrafen.


Montag, 25. Januar 2016

Der Schimmelreiter - Deichgraf in der Wirtschaft

Deichgraf in der Wirtschaft

Der Deichgraf sitzt mit dem Schulmeister im Wirtshaus, als der Erzähler kommt. Er bildet die innere Rahmenhandlung und ist ein freundlicher und offener Mann. Er fordert den Schulmeister auf die Geschichte zu erzählen, jedoch lässt er an der Person des Schulmeisters Zweifel aufkommen. Er hält diesen für zu rational, bemängelt das der Schulmeister keinen Sinn für das Übersinnliche habe.

Der Deichgraf nimmt eine wichtige Funktion in der Novelle ein. Dieser hinterfragt noch einmal die Erzählungen des Schulmeisters und gibt dem Leser klar zu verstehen, dass Unmögliche doch in Erwägung zu ziehen, da der Schulmeister ja alles mystische weg rationalisert bildet der Deichgraf eine Art Gegenpol in der Rahmenhandlung.


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