Wir brauchen Eure Unterstützung. Auf unserem Nachhilfe für Dich Kanal Nachhilfe für Dich finden alle Schülerinnen und Schüler Videos für kostenlos Nachhilfe. Wir müssen nun die 1000 Abonnenten knacken, sonst verlieren wir die Partnerschaft mit Youtube. Für Euch ist es ein Klick, für andere evtl. die Abiturnote. Danke für Euren Support.
Posts mit dem Label Zeitgeschichte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Zeitgeschichte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 3. März 2016

Orte und Reale Orte in Aquis Submersus

Storms Werke haben zum großen Teil einen starken regionalen Bezug. Dies brachte ihm auch den Ruf ein ein Heimatdichter zu sein. Für die damalige Zeit nicht gerade eine Auszeichnung. Erst mit den letzten großen Altersnovellen konnte er sich von diesem Ruf befreien. Man findet in Aquis submersus verschiedene Orte wieder.

Die Idee zu Aquis Submersus entstand bei Storm, da er in der Kirche von Drelsdorf, einem Ort nahe seiner Heimatstadt Husum zwei Bilder fand: Zum einen das welches die Pastorenfamilie zeigte und eins vom Sohn des Pastors mit der Inschrift„Henricus Bonnix, aquis incuria servi submersus obyt Ao 1656, 7 May, aetatis 10“  Übersetzt besagt die Inschrift, dass der Sohn Heinrich Bonnix  durch die fehlende Achtsamkeit des Dieners verstarb, verstarb, infolge der Unachtsamkeit eines Dieners im Wasser untergegangen, im Jahre 1656 am 7. Mai mit 10 Jahren . Quelle wikipedia

By Joachim Müllerchen (Joachim Müllerchen) [CC BY-SA 2.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.en), GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

Doch nicht nur dieses Bild inspirierte Storm. Auch die Dorfkirche im Buch ist einer realen Kirchen nachempfunden. Die Kirche von Hattstedt ( siehe Abbildung ) findet man in der Novelle wiedergegeben. Dieses urtümliche Gotteshaus wurde für Storm zur Kulisse des finalen Dramas. Hier verbrachte Storm selbst viel Zeit.

Storm verwendete für seine Novelle viele Quellen aus der Region als Inspiration. So zog er die Husumer Nachrichten hin zu und studierte die Kieler Tageszeitungen. 

Amsterdam galt zur damaligen Zeit als die Hauptstadt der Maler. Ein guter Grund für Storm den Hauptcharakter nicht nur zur Ausbildung nach Holland zu schicken, sondern ihn auch noch seine Flucht in Richtung Holland antreten zu lassen. 

Montag, 1. Februar 2016

Aufbau und Sprache Der Schimmelreiter

Rahmenhandlung und Binnenhandlung
Die Handlung wurde in eine Rahmenhandlung eingebettet, wie dies in Novellen häufiger der Fall ist. Diese Rahmenhandlung ist doppelt gehalten, zum Einen berichtet ein Erzähler, dass er die gesamten Ereignisse in einem Buch gelesen habe, welches er bei seiner Urgroßmutter vorfand (Kapitel 1):“Was ich zu berichten beabsichtige, ist mir vor reichlich einem halben Jahrhundert im Hause meiner Urgroßmutter, der alten Frau Senator Feddersen, kundgeworden, während ich, an ihrem Lehnstuhl sitzend, mich mit dem Lesen eines in blaue Pappe eingebundenen Zeitschriftenheftes beschäftigte; ...“ .
In diesen ersten Rahmen wird noch ein weiterer Rahmen eingebunden, indem Storm den Erzähler der Geschichte aus dem Buch in eine Kneipe gehen lässt, wo dieser auf den Schulmeister trifft. Dieser berichtet ihm von den Ereignissen rund um Hauke Haien und dem Deichbau, er bildet somit den zweiten Rahmen. Als Binnenhandlung fungieren die Ereignisse im Leben von Hauke Haien, Elke Volkerts und dem Deichbau, bis hin zum Tod der Hauptersonen.
Der zweite Rahmen ist die Begnung des Ich Erzählers II, der an einem Deich entlang reitet, um zur Stadt zu gelangen. Im Krug begegnet dieser Ich Erzähler dem Schulmeister und dem Deichgrafen, der noch die Erzählungen des Schulmeisters relativert. Der Schulmeister berichtet dem Ich Erzähler II die Binnenhandlung, also die gesamte Geschichte rund um den Deichgrafen Hauke Haien und dessen Frau Elke. Der Schulmeister kennt Hauke Haien auch nicht persönlich, jedoch gibt er immer wieder die Quellen seiner Erkenntnisse an. Der Leser der Novelle wird aber durch wechselnde Aussagen immer wieder dazu angehalten das gelesene selbst in den Zweifel zu ziehen. Denn der Schulmeister selbst wird kritisiert und zwar durch den Deichgrafen des Erzählrahmens, dieser spricht dem Schulmeister seinen Sinn für Übersinnliches ab. Doch der Schulmeister spricht nicht nur am Anfang der Geschichte, im Verlauf der Erzählung meldet er sich immer wieder zu Wort, jedoch schwenkt er dann schnell wieder auf die Binnenhandlung.

Der erste Erzählrahmen, des Erzählers I , der die Erählung in einem Buch liest, wird erst gegen Ende der Novelle vollständig geschlossen.  
Zeiträume
Der erste Rahmen bildet der Erzähler, welche das Buch im Hause seiner Urgroßmutter vorfindet. Diese spielte vor einem halben Jahrhundert vor dem Erzähler der Jetztzeit. („...ist mir vor reichlich einem halben Jahrhundert...“). Dieser erzählt von Ereignissen, die rund um den Erzähler II handeln. Dieser reitet im Sturm am Deich entlang, um dann in einem Wirtshaus einzukehren und sich dort die Geschichte von Hauke Haien erzählen zu lassen. Die im Text enthaltene Zeitangabe lautet:  „Es war im dritten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts, an einem Oktobernachmittag – so begann der damalige Erzähler ...“ Kapitel 1.  Die Handlung des Schimmelreiters Hauke Haien und des Deichbaus vollzieht sich Anno 17, wie in dem ersten Kapitel angegeben wird.
Die Sprache
Die Sprach es Schimmelreiters ist einfach gehalten und beinhaltet kurze Sätze. Sie ist versehen mit wörtlicher Rede. Die Novelle enthält viele Begriffe, die eine lokale Relevanz haben, man könnte sagen, dass der Schimmelreiter eine lokale Färbung hat. Viele Dialoge sind in der Mundart Plattdeutsch verfasst. Die Erzählung enthält außerdem noch viele Fachbegriffe, die aus dem Küstenschutz, der Landgewinnung und dem maritimen Bereich kommen. So dürften Begriffe wie Koog, Priel oder Lahnung nur Küstenbewohnern ein Begriff sein.
Die Novelle enthält viel direkte Rede und drückt den Grundkonflikt Rationalität und Sachlichkeit gegen Glauben und Aberglauben auch in der Sprache aus.
Die Sprache im Schimmelreiter ist gebunden und in festen Rhytmen verfasst. Storm legte großen Wert darauf, dass die Novelle schön lesbar ist und griff dabei dann auch zu nicht ganz richtigen Wendungen und grammatikalischen Kniffen. Er opferte die richtige Ausdrucksweise zu Gunsten einer besseren Lesbarkeit. 

Samstag, 9. Januar 2016

Entstehung von Der Schimmelreiter

Die Quelle für die Sage vom Schimmelreiter fand Storm bereits mit 20 Jahren, als er die Geschichte von einem mysteriösen Reiter in der Zeitung las. Hierbei hatte die Sagen ihren Ursprung aber nicht in Norddeutschland, sondern es ging um einen gespenstischen Reiter, der aus der Danziger Dampfboot von 1838 stammt. Dort spricht man von einem schwarz gekleideten Mann, der auf einem Schimmel reitet. Der Erzähler der Sage befindet sich auch hier in einem Wirtshaus, genau wie dies beim Schimmelreiter der Fall ist.

Storm ist begeisterter Novellenschreiber, er hat sich schon früh mit dem Schreiben von Novellen beschäftigt und sich auch mit dem auseinander gesetzt, was eine gute Novelle ausmacht. Er fordert, dass die Novelle dem Drama entsprechen soll und misst der Novelle einen hohen Stellenwert in der Literatur bei. Seine Novellen brachten ihm großen Ruhm sein, so war seine Novelle Immensee bereits zu seinen Lebzeiten erfolgreich. Storms antifeudaler Stoff, den er im Schimmelreiter verarbeitete kam ihm schon zu seiner Jugendzeit.

Die Novelle der Schimmelreiter ist die letzte und größte Erzählung aus der Feder Theodor Storms, sie begleitete ihn über sehr lange Zeit seines Lebens, angefangen von den ersten Vorüberlegungen bis hin zum konkreten Schreiben. Er hatte bereits 1885 die ersten Pläne für eine Deichsage, wie er in einem Brief an seine Tochter schrieb. Jedoch begann er erst im Jahr darauf mit dem Schreiben. Im Laufe des Schreibprozesses erkrankt Storm zunehmend, er litt unter Magenkrebs, jedoch gelingt es ihm noch zu Lebzeiten die Novelle fertig zu stellen. Das Echo auf sein Schaffen konnte Storm aber nicht mehr genießen, er verstarb noch vor der Herausgabe der Buchausgabe.

Der Schimmelreiter, das ist die Altersnovelle von Storm, welche auch seinen nationalen Ruhm begründet. Zuvor schrieb er Chroniknovellen, die auf historischen Vorbildern beruhten, jedoch bleib er bei diesen wenig gesellschaftskritisch. Und das obwohl Storm sehr wohl ein politischer Mensch war, der Krieg zwischen Deutschland und Dänemark war für Storm selbst ein großes Thema.

Im Schimmelreiter findet man Storms gesamte Lebenserfahrung und Leseerfahrung, sein Wissen, seine Schreibkenntnisse und seine einundhalb Jahre andauernden Vorstudien gebündelt. Er lieh sich im Zuge der Vorarbeiten Fachlektüre für den Deichbau aus und studierte auch alte Karte. Er las und sammelte Märchen, Sagen und Geschichten, verfasste ebenso welche. Bereits als junger Anwalt in Husum hatte er einmal eine Sage von einem Mann gelesen, der am Stand entlang reitet. Dieser Stoff faszinierte ihn und lies ihn nicht mehr los. Das er beim Schreiben totkrank war, das kann man in den mystischen Zügen der Novelle nur erahnen. Sie trägt etwas Düsteres, etwas Morbides, etwas Mystisches in sich. In seinem Umfeld glaubte kaum jemand, dass es Storm gelänge die Novelle noch vor seinem Tod zu beenden, zweitweise war er durch den Krebs an sein Bett gefesselt und litt unter starken Schmerzen. Mit fast 71 Jahren verlor er dann den Kampf gegen den Krebs und der Schimmelreiter wurde sein letztes Werk, sowie zugleich die Krönung seines Schaffens. Noch immer Sommer 1887 hatte er unter unmenschlichen Schmerzen an dem 232 Seiten starken Manuskript gearbeitet, welches er dann an den berliner Verlag schickte. Am Ende jedoch entschied er sich den Schluß noch einmal auf seine heutige Form hin um zu ändern. Er raffte die Handlungen, entfernte wörtliche Rede und gab dem Ende mehr düstere Stimmung. Zudem lies er auch Hauke allein mit sich ins Gericht gehen und entfernte einige Personen, mit denen er ursprünglich am Ende einen Dialog verfassen wollte.


Freitag, 8. Januar 2016

Aberglaube und Naturwissenschaft im Schimmelreiter



Aberglaube gegen rationale Vernunft
Die Novelle hat als grundlegendes Merkmal den Umstand, dass in ihr ein Konflikt thematisiert werden kann. Im Falle von der Schimmelreiter ist dies der Konflikt zwischen dem rationalen Denken und der Wissenschaft und dem Aberglauben. Dieser Konflikt zieht sich nicht nur durch die gesamte Binnenhandlung, sondern wird sogar im zweiten Rahmen noch thematisiert.


Hier fordert der Deichgraf den Schulmeister auf die Geschichte von Hauke Haien zu erzählen. Dieser gibt aber zugleich zu verstehen, dass er den Erzählungen des Schumeisters, der eine Rückblende in die Mittel des 18. Jahrhunderts vornimmt, nicht ganz Folge leisten kann, da er findet, dass diesem der Sinn für das Übersinnliche abginge. Dem Deichgrafen ist der Schulmeister zu wissenschaftlich, zu rational und zu wenig an Übernatürlichen Dingen interessiert, als dass er ihm eine vollständige Erzählung der Ereignisse überlassen will. Denn die Novelle, als Erzählung des Schulmeisters, enthält Elemente, die eine Übersinnliche Interpretation zulassen.


In der Binnenhandlung treten mehrfach solche Übersinnlichkeiten auf. Selbst Hauke Haien, der als das Rationale in Person in der Novelle dargestellt wird, bleibt von solchen Wahrnehmungen nicht verschont. Er sieht in seiner Zeit als junger Mann Gestalten am Deich, diese sind nordischen Seegeistergeschichten ( zum Beispiel aus Norwegen ) nachempfunden.
Ansonsten ist Hauke aber ein Realist durch und durch. Er verbietet sowohl das Eingraben des Hundes in den Deich, obwohl dies zur damaligen Zeit durchaus üblich war, als auch die Erzählungen von Trine Jans an seine Tochter. Er verbittet sich jegliches übersinnliche Gerede in seinem Haus.
Trine Jahns scheint hellseherische Fähigkeiten zu haben, sie sieht die Katastrophe vor ihren halb blinden Augen auftauchen. Sie ist es auch, die der Tochter von Hauke, Wienke, die Sagen von den Wasserfrauen erzählt.
Carsten und Iven sehen auf Jeversand ein Pferdegerippe und schließlich einen weißen Schimmel über die Hallig laufen. Man vermutet in Haukes Schimmel eine Manifestation des Gerippe auf Jeversand und die abergläubischen Stimmen vermuten, dass in dem Schimmel etwas teuflisches zu finden ist.
Eine weitere Sache, die im Schimmelreiter auf Aberglauben beruht, ist der Wille der Deichbauer etwas Lebendiges in den Deich ein zu bauen. Dieser Glaube fällt unter den Aberglauben, denn man glaube, dass nur so der Deichbau wirklich gelänge. Paradoxerweise hatten die Deichbauer recht, der Deichbau war in der Tat nicht erfolgreich, sondern mündete in der Katastrophe. Doch ob dies seine Ursache in dem fehlenden Opfer hat, das kann bezweifelt werden.
Weitere Themen im Schimmelreiter
Neben dem Konflikt von Glauben und Aberglauben gegen die Wissenschaft ist auch der Konflikt zwischen den Menschen innerhalb einer sozialen Gruppe ein Thema. Hauke wird durch seine Position, sein Wissen und seine Sicht der Welt zu einem Außenseiter, der von allen Seiten kritisiert wird und sich zunehmend unwohl fühlt.
Der offensichtlichste Konflikt im Schimmelreiter ist aber der Konflikt der Menschen gegen die Natur, da man als Mensch der Natur zuwider handelt, wenn man Deichbau betreibt. Im Zuge dessen wird der Meeresboden zu Land gemacht und das Meer wird gewaltsam mit Hilfe von Deichen und Lahnungen zurück gedrängt.



Donnerstag, 7. Januar 2016

Die Sprache des Schimmelreiters

Die Sprache  des Schimmelreiters ist einfach gehalten und beinhaltet kurze Sätze. Sie ist versehen mit wörtlicher Rede. Die Novelle enthält viele Begriffe, die eine lokale Relevanz haben, man könnte sagen, dass der Schimmelreiter eine lokale Färbung hat. Viele Dialoge sind in der Mundart Plattdeutsch verfasst. Die Erzählung enthält außerdem noch viele Fachbegriffe, die aus dem Küstenschutz, der Landgewinnung und dem maritimen Bereich kommen. So dürften Begriffe wie Koog, Priel oder Lahnung nur Küstenbewohnern ein Begriff sein.
Die Novelle enthält viel direkte Rede und drückt den Grundkonflikt Rationalität und Sachlichkeit gegen Glauben und Aberglauben auch in der Sprache aus.
Die Sprache im Schimmelreiter ist gebunden und in festen Rhytmen verfasst. Storm legte großen Wert darauf, dass die Novelle schön lesbar ist und griff dabei dann auch zu nicht ganz richtigen Wendungen und grammatikalischen Kniffen. Er opferte die richtige Ausdrucksweise zu Gunsten einer besseren Lesbarkeit.
Symbole in der Schimmelreiter


Wie in dem Abschnitt über die Novelle erwähnt, muss die Erzählung einige Symbole enthalten. Dies ist nach der Siluetten und Falken Theorie ganz wesentlich für eine Novelle. Die Erzählung der Schimmelreiter ist reich an Symbolen und über ein paar von ihnen soll hier erzählt werden.
Das Dingsymbol gehört nach der Falken Theorie zu den wesentlichen Merkmalen einer Novelle, wobei umstritten ist welches der enthaltenen Symbole das Dingsymbol ist. Viele Kritiker und Interpretatoren sehen in dem neuen Deich das Dingsymbol der Novelle. Dieser entsteht durch die langjährige Beschäftigung Haiens mit der Mathematik und entwickelt sich schließlich zu einem realen Objekt. Dies ist in seiner vollen Pracht, während Hauke auch seinen beruflichen Höhepunkt hat. Im Verlauf des Buches, in dem dann erste Stürme aufkommen bekommt auch Haukes Dasein Risse. Er verliert in der Dorgemeinschaft an Ansehen, die innere Haltung Haukes zu seinen Mitmenschen hat sich verschlechtert und er ist mehr und mehr im Rückzug begriffen. Am Ende zerstört sein Widersacher Ole Peters den neuen Deich, indem er eine Rinne hindurch graben lässt. Den alten Deich aber hat auch Ole mit auf dem Gewissen: Als der erste Wintersturm Schäden hinterlies war es auch Oles Widerspruch, der den Deichgrafen von einer vollständigen aber teuren Sanierung abhielt.
Die Esche ist ein immer wiederkehrendes Symbol. Der ehrwürdige Baum steht bereits weit vor Haukes Zeit auf dem Hof des Deichgrafen und wurde vom Großvater (?) des Deichgrafen Tede Volkerts gepflanzt. Die Esche taucht im Verlauf der Ereignisse immer wieder auf. Mal steht sie einfach majestisch da, mal sitzt Elke darunter, noch ohne Kind. Schließlich schaukelt die kleine Wienke an ihren Ästen und irgendwann peitschen ihre Zweige im Wind, als der Sturm auftaucht.
Die Tiere spielen in der Novelle eine besondere Rolle. Wienke hat zwei tierische Gefährten, einen Hund und eine Möwe, beide sind weiß. Dies gilt auch für das Pferd von Hauke Haien, den Schimmel. Mit dem Kauf des Tieres zieht das Böse und Ungute in die heile Welt auf den Deichgrafenhof. So ist der Schimmel auch weiten Teilen der Dorfbewohner sehr unheimlich. Wenn man den Aberglauben betrachtet, so kann man sagen, dass Hauke mit dem Schimmel auch das Unheimliche mehr und mehr nährt. Je agiler und gesünder der Schimmel wird, desto mehr nähert sich die Geschichte dem Untergang. Besonders die Tatsache, dass es sich bei allen drei tierischen Hausbewohnern um weiße oder helle Tiere handelt ist auffällig, so ist in der Mytologie bekannt, dass das Ermorden eines weißen Tieres Unglück bringen soll. Doch damit nicht genug auch der Angora Kater von Trina Jans war weiß, dieser wird von Hauke umgebracht. Er hat also nicht nur die Schuld für den Tod des Tieres auf sich geladen und sich in Gefahr gebracht Unglück durch das Ermorden eines weißen Tieres zu haben, sondern Triene Jahns selbst hat ihn dafür auch noch verflucht. Doch nicht nur die weiße Farbe ist allen Tieren gemein, sie sind auch nicht bis auf das Letzte zahm sondern haben alle noch eine Spur Wildheit in sich.
Die Möwe, der Schimmel, der Hund und der weiße Kater sind somit auch Symbole für die Gewalt des Menschen gegenbüer der Natur. Hauke tut dem Kater leid an, indem er diesen Erwürgt, so wie er das Land im Würgegriff hält, indem er dem Meer das Land durch die Deiche abtrotzen will. Im Schimmel gedeiht das dämonische und böse, jedoch steht der Schimmel in der nordischen Mytologie für etrwas heiliges. Hauke verwehrt der Natur ihr letztes Opfer, den Hund, als er diesen aus der schon für ihn gehobenen Grube holt. Es ist bei Naturvölkern nicht unüblich ein Opfer zu bringen und der Natur ein wenig von dem wieder zu geben, was man ihr genommen hat. Hauke aber verwehrt der Natur und Meer seinen Tribut und nimmt den Hund zu sich.



Mittwoch, 6. Januar 2016

Über Theodor Storm

Der Schriftsteller Theodor Storm dürfte allen Husumern ein Begriff sein. Er wurde am 14. September 1817 in Husum geboren und ist der wichtigste Schriftsteller der Hafenstadt. Er ist der Autor zahlreicher, deutschlandweit bekannter Novellen und hat auch Lyrik und Prosa geschrieben. Er ist der Epoche des Realismus zu zu ordnen. Eigentlich war Hans Theodor Woldsen Storm, wie er mit vollem Namen heißt, Jurist. Er starb am 4. Juli 1888 in Hanerau-Hademarschen.

Sein Leben
Er wuchs als Sohn des Justitzrats und einer wohlhabenden Patritziertochter in Husum auf. Diee Familie zog innerhalb von Husum vom Markt zur Neustadt und schließlich zur hohlen Gasse um. Er ging in die Klippschule und danach auf die Husumer Gelertenschule. Bereits mit 15 Jahren schrieb er sein erstes Gedicht: An Emma. Durch die Schule entwickelte er sich schnell weiter und einige Gedichte erschienen auch im Husumer Wochenblatt.

Nach seinem Studium kehrte er nach Husum zurück und dort machte er eine Rechtsanwaltskanzlei auf. In dieser Zeit verlobte er sich mit seiner Cousine und heiratete sie. Gemeinsam zeugten sie vier Kinder.

Er arbeitete zum Teil in Potsdam und Heiligenstadt und ging 1864 zurück nach Husum, wo er als Landvogt und Amtsrichter tätig war. In dieser Zeit starb auch seine Frau Constanze Storm. Er fand eine neue Liebe in Dorothea Jensen,mit der er in die Wasserreihe 31 zog, wo heute das Stormhaus zu finden ist. Sie bekamen eine Tochter zusammen.

Als er sich zu Ruhe setzte zog er nach Hademarschen, hier wohnte auch sein kleiner Bruder Johannes Storm. Theodor Storm lebte hier in einer nur für ihn gebauten Villa und schrieb nur noch Novellen. Er unternahm auch Reisen nach Weimar. Kurz vor seinem Tod schrieb der noch den Schimmelreiter und starb an Magenkrebs.

Seine Arbeit als Schriftsteller

Storm hat Gedichte, Novellen und Märchen geschrieben, welche nicht nur in Husum beliebt sind und in der ganzen Welt Anklang finden. Seine Werke sind für den Realismus wichtig, da er für diese Epoche als wichtigster Vertreter des norddeutschen Raums steht. Seine Werke sind inzwischen mehrfach verfilmt und auch als Hörspiele erschienen. Zunächst war Storm auf Grund seiner heimatbezogenen Texte, als Heimatdichter verschriehen, jedoch rehabilitierte er sich auch mit seiner letzten Novelle und wurde als großer Schriftsteller anerkannt. Zunächst beschränkte sich die Arbeit von Storm aber nicht auf Novellen, er begann seine schreibende Tätigkeit als Lyriker.

Bekannte Novellen von ihm sind Immensee, Angelika, Aquis submersus und Pole Poppenspäler. Außerdem ist der Schimmelreiter als bekannteste Novelle von Theodor Storm in die Geschichte eingegangen. Diese Novelle handelt von Hauke Haien, dem Deichgraf, der seine Dorfbewohner vor dem drohenden Untergang bewahren will. Das gelingt ihm aber nicht, weil die Leute nicht auf ihn hören.

Viele seiner Werke spielen im Norden von Deutschland, die meisten Novellen haben auch einen Bezug zu Nordfriesland.



Wir brauchen Eure Unterstützung. Auf unserem Nachhilfe für Dich Kanal Nachhilfe für Dich finden alle Schülerinnen und Schüler Videos für kostenlos Nachhilfe. Wir müssen nun die 1000 Abonnenten knacken, sonst verlieren wir die Partnerschaft mit Youtube. Für Euch ist es ein Klick, für andere evtl. die Abiturnote. Danke für Euren Support.