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Sonntag, 8. Mai 2016

Kapitel 1 Aquis Submersus

Inhalt 

Man findet sich in einem vernachlässigten Schlossgarten eines herzoglichen Schlosses wieder. Hier trifft man sich auf einem Berg mit Sicht auf die Marsch und das Meer. Im Norden ist ein Kirchturm in der Ferne auszumachen.

Ein Pastorsohn, der die Gelehrtenschule in der Heimatstadt des Ich Erzählers besucht ist der Freund des Erzählers. Er ist der einzige Sohn des Pastors und sie spielen häufiger gemeinsam auf der Koppel des Pfarrhauses, welche auch Priesterkoppel genannt wird. Man beschreibt die Natur sehr genau.

Bereits früh ist der Ich Erzähler vom Inneren der Kirche fasziniert, hier findet er ein Bild vor, bei dem es sich um die Abbildung eines toten Jungen handelt, der auf dem Arm seines Vaters liegt. Der Ich Erzähler ist voll Mitleid und erfüllt von dem grausigen Anblick. Der Junge soll auf der Priesterkoppel, auf welcher sie so gerne spielen, ums Leben gekommen sein.  Der Ich Erzähler durchdenkt die Historie des Pfarrhauses.

Hilfe nötig? Hier gibt es einen Lektüreschlüssel
Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus  


Unter dem Bild des ungefähr fünf Jahre alten Jungen stehen die Buchstaben C.P.A.S. ihm ist dabei klar, dass es sich um lateinische Abkürzungen handeln muss. Aquis submersus steht hierbei für ertrunken, was wörtlich so viel wie im Wasser versunken bedeutet.
 Über die Abkürzung C.P. ist jedoch nichts überliefert. Man vermutet es handle sich um Culpa Patris, durch die Schuld des Vaters. Doch der Pfarrer möchte seine Amtsstube nicht durch solche Dinge beschmutzt sehen.

So vergehen die Jahre, der Pastor und seine Frau sterben, die Jungen wachsen heran und besuchen die Universität. Der Erzähler verlässt das Dorf und bleibt ihm auch fern. Er wohnt jetzt in der Vaterstadt. Eines fernen Tages begibt er sich aber dahinter und findet den Spruch " Gleich so wie Rauch und Staub verschwindet, also sind auch die Menschenkinder",diesen hatte er zuvor noch nie gesehen. Er war auf der Suche nach einem Quartier für jemanden und so trat er in ein Haus. Er wurde herumgeführt. Jenes Haus stand sehr lange leer, man einigte sich schließlich mit dem Preis.

Der Blick des Erzählers fällt auf ein Bildnis von einem Herren, der einen blassen Jungen im Arm hat. Dieser hält eine Wasserlilie in der Hand. Er fragt den Hausherren woher das Bild stammt und dieser meint es komme von der Mutterschwester Urgroßonkel des Vermieters der hier vor ungefähr 100 Jahren gelebt hat. Er zeigt dem Erzähler noch die Papiere

Interpretationsansätze

Hierbei handelt es sich um einen Rahmen für die Erzählung. Storm greift den Ort der Priesterkoppel aus dem Leben des ersten Erzählers auf und beginnt diesen mit dem Inhalt der Papiere, welche er jetzt lesen wird in den kommenden Kapiteln, zu verbinden. So stellt er zwischen den unabhängig voneinander existierenden Personen des Erzähler I und den Personen der Binnenhandlung eine Verbindung her. Denn schließlich verbindet beide die Priesterkoppel, wenn auch mit anderen Endergebnissen und Erlebnissen.

Der Ich  Erzähler der Rahmenhandlung hat in diesem Fall die Funktion die Binnenhandlung vorzubereiten und später das Erzählen an den Erzähler der Binnenhandlung, den Maler Johannes weiter zu geben. In dem ersten Abschnitt der Erzählung lernen wir den Ich Erzähler kennen und er erläutert uns seine Verbindungen zum Dorf in dem sich das spätere Drama abspielen wird.

Quelle des Buches http://gutenberg.spiegel.de/buch/aquis-submersus-3489/1
Angaben zum Kapitel beziehen sich auf die Einteilung des Textes über gutenberg.spiegel

Freitag, 6. Mai 2016

Kapitel 3 Aquis Submersus

Inhalt

Der Erzähler geht auf der Waldstraße entlang. Er verabschiedet sich von Katharina und diese weint bitterliche Tränen. Sie gibt ihm zum Abschied was mit.

Es vergehen fünf Jahre bis der Erzähler zurück kehrt. Er sucht alles wieder zu finden und gelangt auf das Gut. Die Hunde rennen auf ihn zu und er begrüßt seinen Bekannten, den alten Diedrich. Die Hunde sollen die Bewohner vor den Horden von Menschen schützen, die auf der Suche nach einer Unterkunft und  Geld durch die Gegend streifen. Es sind viele dieser Leute unterwegs.

Johannes sucht Katharina und will zu seinem alten Gönner, Herr Gerhardus, doch der alte Diedrich erklärt, dass dieser gestorben sei und man ihn nun nur noch in der Kapelle des Hofes besuchen kann. Dort liegt Gerhardus tot aufgebarrt.

Auf dem Weg zur Kapelle trifft Johannes Junker Wulf und Katharina. Dieser empfängt ihn eher kühl und reicht ihm nicht einmal seine Hand zur Begrüßung. Jedoch erteilt Wulf ihm den Auftrag seine Schwester zu Malen. Es ist ja so üblich, dass die adeligen Frauen dann gemalt werden, wenn sie das Haus wegen Heirat verlassen. Man wechselt noch ein paar Worte über die Hunde, die Bemerkung von Johannes, dass Junker Wulf seine Hunde besser erziehen möge, weißt dieser zurück. Der Junker Wulf nimmt eine drohende Haltung Johannes gegenüber ein. 
Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus

Interpretation

In diesem Kapitel zeigt Storm wie sehr sich die Welt durch den Krieg verändert hat. Die Menschen sind nun nicht mehr sicher und überall stromern Leute umher und es lauern Gefahren. Doch er lässt Johannes sich diese Gefahren aufbürden, um seinem alten Gönner noch einmal zu begegnen. Hiermit zeigt Storm, dass es Johannes nicht an Tapferkeit und Mut fehlt. Auch dem kühlen Verhalten von Junker Wulf begegnet die Hauptfigur mit einer gewissen Überlegenheit und Stärke. Obwohl dieser ihm nicht die Hand gibt und ihn sehr kühl begrüßt, hat Johannes noch den Mut ihn auf seine unerzogenen Hunde hin zu weisen. 

Donnerstag, 5. Mai 2016

Kapitel 4 Aquis Submersus

Inhaltsangabe

Johannes folgt Katharina ins Haus, sie gehen in das alte Zimmer des Herrn Gerhardus. Sie unterhalten sich und Katharina wirkt sehr bedrückt und niedergeschlagen. Im Haus treffen sie auf Bars Ursel, diese fragt Johannes, ob ihm bewusst sei, dass in diesem Haus getrauert werde. Johannes verneint dies aber bekundet nun rücksichtsvoll zu sein.

Katharina möchte sich nun ausruhen und Johannes  will in seine Kammer gehen. Diese ist "ober dem Hofthor". Nach einer Rast spricht er am Abend mit seinem Vertrauten, dem alten Diedrich. Dieser bedauert, dass Johannes so eine niedrige Herkunft hat. Er wünschte Johannes hätte auch ein Wappen, "so wie der Risch da drüben!". Johannes fragt ihn nach dem Junker von der Risch aus. Diedrich erzählt, dass er zu denen gehört, die im Kieler Umschlag die Bürger erschossen haben und dass der Junker Pistolen habe.  Doch er findet, dass er selbst ein höriger Mann sei, dem keine eigene Meinung zusteht.

Die Magd bringt Kleidung aus der Stadt und Johannes nutzt die Zeit um sich mit der Kunst zu befassen. Er malt Bilder und schaut sich Gemälde an. Er denkt auch viel über Katharina nach und arbeitet im stillen Saal vor sich hin.

Während er sich umsieht trifft er auf ein Bild von Edelfauen, eine Dame ist ungefähr 40 Jahre alt und hat kleine graue und stechende Augen. Sie fällt ihm auf und er hat das Gefühl er müsse Katharina und die Nachgeborenen vor ihr schützen.

Anschließend gibt es ein Mittagessen mit den Leuten: Katharina, Junker Wulf, Bas´Ursel und er. Es wäre ohne Ursel ein sehr stummes Essen gewesen, denn nur sie spricht. Zwischen dem Bruder Wulf und Katharina, seiner Schwester, herrscht eisige Stimmung.

Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus

Es findet die Beerdigung des Herrn Gerhardus statt, diese findet in der Dorfkirche statt. Der Hausherr wird bei seinen Ahnen beigesetzt. Die Leute der umliegenden Güter finden sich ein, jedoch sind kaum Angehörige anwesend. Der Junker war der letzte seines Stammes. Nach der Zeremonie gehen alle zügig wieder.

Interpretation

In diesem Kapitel werden Standesunterschiede thematisiert. Der Maler Johannes, der sicher gerne Katharina zu seiner Frau nehmen würde, ist von so einer Eheschließung ausgeschlossen, da es ihm an gesellschaftlichem Rang fehlt. Hingegen kommt sein alter Widersacher, der Junker von der Risch, sehr nah an Katharina heran, da er ein eigenes Wappen hat.

Der alte Diedrich ist ein kritischer und reflektierter Mann, der die Hochgesellschaft analysiert. Er übt zwar Kritik und macht auch Anmerkungen zur politischen Ausrichtung der Hofbewohner, so kritisiert er die Haltung von von der Risch, jedoch merkt er an, dass er eigentlich nicht urteilen darf, da er abhängig also hörig ist.

In diesem Kapitel merkt man deutlich wie unheimlich und mystisch die Atmosphäre in der gesamten Novelle ist. Dies kommt auch zu Stande, indem man die Gemälde kunstvoll mit einzieht. Diese schüren die dunkle und unheimliche Stimmung, die sich nun immer mehr breit macht.

Es ist auch spürbar, dass Johannes und Katharina eine spezielle Verbindung zueinander haben. Diese kann jedoch traurigerweise nicht gelebt werden. Bereits hier ahnt man, dass die Liebe an den Standesunterschieden scheitert. 

Dienstag, 3. Mai 2016

Kapitel 6 Aquis Submersus

Inhaltsangabe

Am nächsten Tag, also am Montag, tritt Johannes seine Reise an. Erst am Abend gelangt Johannes nach Hamburg, hier findet er schon den Schnitzer vor, welcher den Bilderrahmen schnitzen soll. Dieser verspricht ihm die Rahmen zu senden, nachdem Johannes die Bestellung aufgegeben hat.

Es folgt ein Bericht über Störtebecker, den berühmten Seeräuber.

Schließlich reist Johannes wieder ab und fährt wie mit Katharina vereinbart nach Preetz, wo er zum Stift der ehrwürdigen Damen geht. Diese ähnelt dem Herrn Gehardus hat aber ein strengeres Aussehen. Er überreicht ihr das Schreiben von Katharina und bekommt einen Brief den er als Antwort an Katharina mit zurück nehmen soll. Dann begibt sich der Maler auf den Rückweg zum Hof von Junker Wulf und Katharina.

Königs Erläuterung-en und Materialien: Aquis submersus



In einer warmen Julinacht erreicht er das Dorf und will dort noch einen Handwagen organisieren, wegen des Paketes aus Hamburg. Als er Richtung Haus geht kommt er an Ottens Krug an und geht hinein. Dieser ist voll von Leuten   auch Junker von der Risch ist dort mit einer derben Dirne.

Junker Wulf ermahnt den Junker von der Risch die Finger von den Dirnen zu lasen. Er fordert den Maler auf ihn von seiner schönen Braut zu erzählen. Johannes lässt sich aber nicht provozieren und lässt sich auch nicht auf einen Streit ein, als der Junker meint der Maler kenne die Schöne in und auswendig.

Junker Kurt wird eifersüchtig doch man erzählt der Rahmen sein schon in Hamburg bestellt für das Bild. Es kommt zur Sprache, dass ein Reiterknecht den Maler im Stift bei Preetz gesehen haben soll und der Botengang von Johannes kommt ans Tageslicht. Der Maler muss die Flucht ergreifen, da ihm sonst Gefahr für Leib und Leben droht.

Interpretation

Die Lage spitzt sich nun zu und die Junker Wulf und der Junker von der Risch zeigen ihr wahres Gesicht. Die Bedrohung für die beiden Liebenden tritt nun deutlich zu Tage. Der Spannungsbogen baut sich immer weiter auf und die Geschichte erreicht einen ersten dramatischen Hochpunkt. Bereits hier kann man als Leser erkennen, dass es kaum eine Chance für die Liebenden gibt, diese Geschichte noch zum Guten zu wenden. 

Montag, 18. April 2016

Junker Wulf Aquis submersus

Junker Wulf ist der Sohn des Herrn Gerhadus und der neue Hausherr nach dessen Tod. Er hat nun nicht nur das Sagen über den gesamten Hof, sondern auch über seine Schwester, die er mit seinem Freund Junker von der Risch vermählen will.

Zu Johannes hat der Junker Wulf keine gute Verbindung, er macht sich über den Maler und dessen Kleidung lustig, auch fragt er ironisch ob er diesen nun mit "Sieur" anreden müssen. Das ist auch eine Anspielung auf dessen niedrigen Stand.

Er hat eine drohende und aggressive Grundhaltung, was man auch an seinen wilden und unerzogenen Hunden sieht. Diese drohende Haltung zeigt sich auch verbal, er lässt keinen Zweifel daran jeden Menschen aus den Weg räumen zu wollen, der ihm im Wege steht. Er sagt den "heztt er in den des Teufels Rachen".

Als Junker Wulf vom Versuch Katharinas erfährt ist er außer sich und scheut sich auch nicht vor mehrfacher Gewalt an Johannes.



Montag, 4. April 2016

Kapitel 5 Aquis Submersus

Inhaltsangabe

Katharina kommt aus dem Zimmer des Herrn Gerhardus hinein, Johannes hat die Leinwand schon vorbereitet. Katharina ist verzweifelt, weil sie verheiratet werden soll, ihr Bruder will das so. Sie hasst ihren künfigen Ehemann jedoch. Johannes schlägt vor, dass sie bei ihrer Verwandten um Schutz ersuchen soll. Da Johannes sich nach Hamburg begeben will könnte er einen Umweg über Preetz machen und eine Nachricht überbringen.

Nach diesem Gespräch geht alles wieder seinen normalen Gang und er malt sie mehrer Tage lang unbehelligt.

Junker Kurt besucht sie eines Tages beim zeichnen, Katharina aber lehnt seine Annährungen angewiedert ab. Die Zeit vergeht, man merkt, dass Johannes und Katharina diese lieber still stehen liesen. Sie übergibt ihm den geheimen Brief an die Base, als er beim Zeichnen seines Bildes schon in den letzten Zügen liegt. In all dieser Zeit fühlt er sich von dem Gemähde der Frau beobachtet.

Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus

Kathrina kann zu der Frau einiges erzählen, diese soll ihr eigenes Kind verflucht haben, welches schließlich ertrunken sei. Noch heute sollen dort Schachtelhalm und Binsen dort aus dem Boden wachsen.  Immer wenn einem Mitglied der Familie leid droht, soll sie sich zeigen. Die Frau hätte ihr Kind verflucht, da sie nicht den Vetter der Mutter heiraten wollte und jemanden anderes liebt. Dieser hätte aber auf Grund von Standesunterschieden nicht ihr Mann werden können.

Als Bas´Ursel sieht wie Johannes Katharina auf dem Bild dargestellt hat, erkennt sie, dass die beiden sich gefühlsmäßig aneinander angenähert haben. Johannes leugnet dies aber, er schiebt dies auf die Notwendigkeiten der Kunst. Die Base holt Katharina dort weg, da sie findet Johannes kann auch ohne sie weiter malen.

Interpretation

Storm nimmt durch die Geschichte der Frau auf dem Gemälde einen Kunstgriff vor. Er nimmt die tragische Geschichte von Aquis submersus voraus und lässt diese durch Katharina erzählen. Tragischerweise scheint man als Leser bereits zu erahnen, dass sich genau das Gleiche für diese Generation von Liebenden zu wiederholen scheint.

In diesem Abschnitt wird immer deutlicher, dass Katharina und Johannes eigentlich füreinander bestimmt wären, dass diese Liebenden jedoch auf Grund der Gesellschaft nicht zusammen kommen können.

Auch hier sind es wieder Gemälde die eine zentrale Rolle in der Erzählung spielt und die Storm helfen Randgeschichten in die Geschichte mit ein zu binden. So entsteht eine komplexe und düstere Geschichte voller Spiegelungen und Vorausschauen und mit vielen interessanten Teilaspekten. 

Mittwoch, 2. März 2016

Aquis submersus Interpretation

Interpretation
In der Novelle Aquis Submersus von Theodor Storm, die erstmals 1876 erschienen ist, geht es um eine tragisch verlaufende Liebesgeschichte zwischen dem Erzähler, dem Maler Johannes und der Tochter eines Junkers, Katharina.

Die Handlung ist, wie für Novellen typisch, in eine Rahmenhandlung eingebetten. Die äußere Handlung dreht sich um einen Erzähler, dessen Faszination für ein gewisses Bild ihn schon von Kindertagen an begleitet. Es zeigt einen toten Jungen und eine rätselhafte Inschrift. Ihm erschließt sich nicht, wofür die Buchstaben C.P.A.S. Stehen.

Durch Zufall kommt er der Geschichte des Bildes auf die Spur, indem ihm ein altes Manuskript in die Hände fällt. Es handelt sich hierbei um die Aufzeichungen um die Geschichte des Malers, welches in das Jahr 1661 zurück geht.

Damals wütete der 30 jährige Krieg und dessen Spuren sind noch nicht beseitigt. Das Land war verwüstet und überall fand man noch Soldaten, die die Gegend unsicher machten vor. Da Aquis Submersus zu einer Zeit entstand, in welcher Schleswig-Holstein von Preußen annektiert wurde, findet man diese historischen Elemente auch in aquis submersus.

In der Region, welche noch vom Krieg gezeichnet ist, kehrt der Kunstmaler von seinem Studium in Amsterdam zurück zu seinem Freund. Sein Freund Gerhardus war eine Art Vater, jedoch trifft er diesen nur noch tot in der Kapelle an. Der neue Hausherr, Gerhardus Sohn Junker Wolf ist dem Besucher gegenüber nicht wohl gesonnen. Dieser plant seine Schwester Katharina, für die der Maler schon lange schwärmt, mit dessen Feind Juker Kurt zu verheiraten. Aus diesem Anlass soll der Maler ein Bild der Schönen malen. Im Zuge der Malarbeiten kommen sie sich näher und planen ihre Flucht, doch der Plan lässt sich nicht in die Tat umsetzen. Johannes muss um sein Leben fürchten.

Das Ziel der Flucht ist Holland, Johannes will Katharina nachholen, jedoch gelingt dies nicht. Er erfährt zu spät, dass diese verheiratet wurde, mit einem Geistlichen. So zieht er zu seinem Bruder und beginnt ein neues Leben. Im Laufe seiner Tätigkeit wird er an den Hof eines Pfarrers gerufen, welchen er portraitieren soll. Dieser hat einen Sohn, der ihm auch begegnet. Nach einer Weile erkennt Johannes, dass es sich bei dem Pfarrer um den Mann von Katharian handelt und bei dem Kind um seinen Sohn. Es kommt zur Katastrophe, im Zuge dessen man seinen Sohn ertränkt. Der Pfarrer zwingt Johannes ein Bild zu malen mit der Aufschrift Culpa Patris Aquis Submersum.

Die Szenerie

Storm lässt die Geschichte in zwei Epochen spielen. Zunächst wäre da die Rahmenhandlung, welche sich ungefähr zu Storms Zeiten zugetragen haben kann. Hier ist jedoch der genaue Zeitpunkt nicht bekannt. Viel wichtiger hingegen ist die Zeit, in der die Binnenhandlung spielt. Zur Zeit des 30 jährigen Krieges war die Welt elend, bedrohlich und voller Schrecken. Alle waren noch gezeichnet vom Krieg und man fühlte sich seines Lebens nicht mehr sicher. Die rauhen Sitten der damaligen Zeit, in der sich die Binnenhandlung ereignet, spiegelt sich im gesamten Buch wider. Hier gilt ein Menschenleben nicht viel, hier wird mit den unliebsamen Nebenbuhlern kurzer Prozess gemacht und hier gilt das Recht des Stärkeren. Und auch die Frauen hatten damals herzlich wenig Rechte.

Der Aufbau

Der Autor lässt die Binnenhandlung in einem Rahmen ablaufen. Diesen bildet er, indem er den Erzähler ein Manuskript lesen lässt, welches die Geschichte rund um das Bild und den Jungen beinhaltet. Das Manuskript teilt sich in zwei Teile, diese geben dann der Haupthandlung ihre zwei geteilte Aufmachung. Im ersten Tagebuch lernen wir den Maler Johannes kennen, seine Beziehung zu Katharina und dessen dramatische Entwicklung. Das erste Tagebuch endet damit, dass ihre Fluchtpläne offenbart wurden und sich Johannes aufmachen um, um sein Leben zu retten. Erst im zweiten Hauptteil, welcher im zweiten Manuskript Teil beginnt entläd sich die Katastrophe. Somit stellt das Ende des Ersten Buches, beziehungsweise der Beginn des zweiten Buches einen Wendepunkt dar.

Die Erzählweise


Stroms Erzählweise ist dramatisch und düster. Alles vollzieht sich in einer dunklen Umgebung voller Gewalt, Zerstörung und poltischen Unruhen. Die Hauptdarsteller sind in einer Geschichte verwoben, welche ähnlich wie bei Romeo und Julia aussichtslos und deprimierend ist. Auch der Ausgang der Geschichte verspricht nicht sehr viel mehr Fröhlichkeit. Im Gegenteil, die Erzählweise wird um so deprimierender, je weiter man im Text voran schreitet.


Da es sich bei der Perspektive, in der die Geschichte dargestellt wird, um die Ich Perspektive handelt schafft der Autor eine Nähe zwischen dem Leser und den erzählten Inhalten. Man bekommt einen intimen Einblick in die Gedankenwelt und das Gefühlsleben des Erzählers. Sowohl Johannes, als auch das Wesen und Sein des Erzählers in der Rahmenhandlung wird sehr deutlich. Das, wie wir den Verlauf der Ereignisse als Leser wahrnehmen und bewerten ist maßgeblich von der Sichtweise und der Wahrnehmung der Erzähler abhängig. Diesen Mangel an Objektivität verursacht die Erzählpersektive, welche Storm verwendet hat.  
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